Allgemeine Berichte | 14.11.2018

„Brenne auf mein Licht – aber nur meine liebe Laterne nicht“

Lichterglanz und Debbekoche

Große und kleine Pfaffenhecker feierten den Heiligen Martin

Die Freiwillige Feuerwehr Nörtershausen inklusive der Jugendfeuerwehrsorgten für die Sicherheit beim Martinszug. Fackelträgerführten den Zug an, erleuchteten die Dunkelheit. Fotos: EP

Nörtershausen. Jedes Jahr finden rund um den Martinstag am 11. November Martinszüge statt. Schon Tage vorher basteln die Kinder wunderschöne Laternen und üben Martinslieder. Im Ortsteil Pfaffenheck war der 9. November der wichtige Tag für das Gedenken an den Soldaten Martin, dessen Leben dann teilweise wieder auflebt.

Der Soldat Martin traf in einem eiskalten Winter einen leichtbekleideten armen Mann. Der Bettler sprach ihn an und bat um Hilfe. Außer seinen Waffen und seinem Mantel hatte Martin nichts dabei. Kurzentschlossen nahm er sein Schwert und teilte seinen Mantel in der Mitte. Der Bettler erhielt eine Hälfte und konnte sich nun wärmen. Das trug sich im 4. Jahrhundert nach Christus zu. Am 4. Juli 372 wurde Martin zum Bischof von Tours ernannt. Er führte ein sehr asketisches Leben und starb am 8.11.397. Seine Beisetzung erfolgte am 11. November, dabei spielte eine Lichterprozession eine Rolle, so die Überlieferung. Deshalb ziehen die Kinder beim Martinszug mit Laternen zum Feuer. Wegen seinem vorbildhaften christlichen Leben wurde Martin von Tours heiliggesprochen und im Laufe der Jahrhunderte von vielen zum Schutzpatron ernannt. Seine gute Tat soll Vorbild sein, den Nächsten zu ehren. Wahrlich ein Grund, sie nicht zu vergessen.

So zogen die Kinder vom Dorfgemeinschaftshaus zur „Eselswiese“, wo das Martinsfeuer entflammt war. Mit dabei natürlich Pferd und Reiter, Symbol für den Heiligen Martin und seine Tat. Auf ihrem Weg sangen sie Martinslieder, musikalisch untermalt von der Bläsergruppe Philippsen. Noch am Feuer erhielt jedes Kind eine Brezel. Anschließend traf man sich im Dorfgemeinschaftshaus, wo ein leckerer Debbekoche auf die „hungrigen Mäuler“ wartete. Den Pfaffenhecker Martinszug und die Verpflegung organisierte der SSV‘81. Für die Sicherheit sorgte die Freiwillige Feuerwehr Nörtershausen. Es ist ein besonderer Gedenktag, den die Menschen bis heute feiern und eine liebgewordene Tradition, die Groß und Klein immer noch Freude bereitet. EP

Lichterglanz und Debbekoche

Die Freiwillige Feuerwehr Nörtershausen inklusive der Jugendfeuerwehr sorgten für die Sicherheit beim Martinszug. Fackelträger führten den Zug an, erleuchteten die Dunkelheit. Fotos: EP

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