Cochem erstrahlt in künstlerischem Glanz
Lichterspektakel verzauberte die Fassaden
Claudia Reh projiziert bunte Ornamente an die Häuser – zwölf Objekte in Cochem
Cochem. Bereits zum zweiten Mal organisierte die Arbeitsgemeinschaft der Cochemer Gewerbetreibender in der vergangenen Woche eine Aktion, die manche Häuser in der Innenstadt im wahrsten Sinne des Wortes erstrahlen ließ. Ornamente, Figuren und bunte Lichtreflexe wurden von der Lichtkünstlerin Claudia Reh jeweils mit Overhead-Projektoren, bis zu 12000 Lumen stark, ab 17 Uhr abends an ausgesuchte Häuserfassaden geworfen und ergaben stimmungsvolle Lichtträume. Bereits im Vorjahr illuminierte die aus Dresden stammende Aktionistin in den Abendstunden zwölf Objekte von Cochem. Neben dem Marktplatz, der Oberbachstraße, der Ravenéstraße, der Herrenstraße, der Bernstraße, der Liniusstraße, Moselpromenade und dem Bahnhof sind in diesem Jahr zum ersten Mal das Kapuzinerkloster, Subway, die Pfarrkirche und das Pfarramt dabei.
Nachdem sich jetzt auch die Stadt an der Aktion beteiligte, konnte das Event diesmal bis Donnerstagabend installiert bleiben, wobei die 46-jährige freischaffende Künstlerin abends ständig die verschiedenen Projektoren beaufsichtigte und gegebenenfalls korrigierte. Die mit Weihnachtseinkäufen beschäftigten Besucher der Stadt fanden die Aktion durchweg positiv: „Eine tolle Idee, die optisch gut zu der schmucken Kleinstadt passt“, so eine Urlauberin aus Kiel, die über Weihnachten immer an die Mosel kommt.
MT
In der Ravenéstraße erstreckt sich die Projektion über eine ganze Hauswand.
