Benefiz-Mundartabend im Neuen Maarhof begeistert
Liebe schenken und Frieden stiften
Weihnachtliche Tön mit Jutta Bell und Helmar Hoffmann
Niederdürenbach. Behaglich war es im gemütlich-weihnachtlichen Ambiente des Neuen Maarhofs in Niederdürenbach, als sich Helmar Hoffmann und Jutta Bell mit einer Eigenversion von „Von drauß vom Walde komm ich her….“ ankündigten.
Elke Dahm und Andrea Bonn hatten zu einem weihnachtlichen Mundartabend eingeladen, der eine Benefizveranstaltung zugunsten des Vereins „Kinderherzen in Not“ der allseits bekannten Band „Botzedresse“ war. Liedermacher Helmar Hoffmann und Mundartdichterin Jutta Bell hatten ein buntes Programm zusammengestellt – mit eigenen Texten, Gedichten und Liedern, sowie altbekannten weihnachtlichen Weisen, die heiter und heimelig, aber auch besinnlich anmuteten. Das Publikum lehnte sich gemütlich zurück, um sich in seine Kindheit zurück zu träumen oder auch herzlich zu lachen. Manch einer wischte sich aber auch verstohlen Tränen der Rührung weg. Die „Samtstimme“ von Helmar Hoffmann unterstrich diese Gefühle. Bei der Begrüßung stellte Elke Dahm den Verein „Kinderherzen in Not“ vor, der zahlreiche Hilfsprojekte in der Region unterstützt. Eröffnet wurde das Programm mit der Melodie von „The Rose“, die Jutta Bell zu einem stimmungsvollen Weihnachtslied umgedichtet hatte. Helmar Hoffmann interpretierte es in gefühlvoller Weise. In der Geschichte „Fröe bei ohs dehäm“ trug Jutta Bell vor, wie aufregend es früher war, wenn der Nikolaus mit Hans Muff und Esel kam und der Vater bei Kettengerassel und lautem Geheul den „Schwazze“ in den Keller gesperrt hatte, der vorher noch „Knöppelschessopp“ gekostet hatte. Ein zweites Mal wurde „The Rose“ interpretiert. Jutta Bell sang einen anheimelnden Text auf Eifeler Mundart: „On de Kösch die ahl Grußmotte…“ In dem anschließenden Zweiakter: Dat Weihnachtsbohmdrama“ wurden die Lachmuskeln arg strapaziert, als Köbes auf Christbaumsuche arg im Alkohol versackte, um anschließend mit einem prächtig geschmückten Weihnachtbaum „gut Wetter“ bei seiner erzürnten Bäb zu machen. Als der Drehmechanismus des Christbaumständers stockte, wurde aus der Weihnachtswonne ein Fiasko mit Familiendrama. Die feinfühlige Eigenkomposition „Engelshand“ brachte das aufgewühlte Publikum wieder auf weihnachtlich besinnliches Niveau. Weitere stimmungsvolle Lieder schlossen sich an, ehe Jutta Bell im hübsch-hässlichen Baumkostüm den „Chrestbohm vom Köste Pete“ komödiantisch darstellte, wobei sich das Publikum köstlich amüsierte. Im besinnlichen Teil des Programms nach der Pause sang das Duo eine eigene weihnachtliche Version des „Hallelujah“ von Leonhard Cohen, in der es um den Sinn der Weihnacht geht: Liebe schenken und Frieden stiften. Die anschließenden Verse: „3 finstere Gestalten – Weihnacht 1945“ erzählte die Weihnachtsgeschichte, in der drei zerlumpte Gefangene bei einer armen Familie mit einem neugeborenen Kind in den Ruinen einer Stadt Obdach finden und mit kleinen Gaben Freude und Hoffnung schenken. Im Herzen berührt lauschten die Gäste in andächtiger Stille, sodass man eine Stecknadel hätte fallen hören können. Ergriffen und gerührt sangen alle miteinander die alte Weise von der „Stillen, Heiligen Nacht“. Elke Dahm fand warmherzige Worte des Dankes an das Duo und ein wunderbares Publikum. Mit den winterlichen Versen „Sehnsucht“ und den Klängen von „The Rose“, die das Publikum feuerzeugschwenkend mitsummte, ging ein wunderschöner Adventsabend zu Ende.
