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Spannender Vorlesewettbewerb in der Stadtbibliothek

Lilly Schröder – Siegerin nach zwei Runden

Auf Kreissiegerin Lilly Schröder vom Peter-Joerres-Gymnasium, wartet am 21. April in Koblenz die nächste Wettbewerbsetappe beim Bezirksentscheid

29.02.2020 - 09:28

Bad Neuenahr. Zum Siegen sind sie alle angetreten. Aber nur eine oder einer kann sich an die Spitze lesen. 13 Kandidaten waren es im Kreis Ahrweiler, die beim 61. Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels in der Stadtbibliothek mit ganzem Einsatz versuchten, die Jury von ihrem Können zu überzeugen. Im Kreisgebiet hatten sie sich bereits als beste Leser der 6. Klassen qualifiziert und zusätzlich als Sieger ihrer Schulen: Erich-Kästner-Realschule plus Ahrweiler, Brohltalschule Realschule plus Niederzissen, Realschule Calvarienberg Ahrweiler, Peter Joerres Gymnasium Ahrweiler, Integrierte Gesamtschule Remagen, Realschule Calvarienberg Ahrweiler, Rhein-Gymnasium Sinzig, Barbarossaschule - Realschule plus Sinzig, Gymnasium Nonnenwerth, Realschule plus Adenau, Philipp Freiherr von Boeselager Realschule plus Ahrweiler, Are-Gymnasium Bad Neuenahr, Gymnasium Calvarienberg Ahrweiler und Erich-Klausener-Gymnasium Adenau.

In der Bibliothek boten Lehrer und Eltern moralische Unterstützung, als es in die Etappe Kreisentscheid ging, den die Kreisverwaltung und die Stadtbibliothek Bad Neuenahr-Ahrweiler gemeinsam ausrichten. So erfuhren die jungen Leser auch durch Jürgen Kempenich, Referent für Kreisgeschichte, Ermunterung und durch Bibliotheksleiterin Elisabeth Feuser-Schwickert. Als Vorsitzende der Jury versicherte sie den Lesefreunden: „Ihr müsst hier wirklich keine Angst haben. Wir bringen euch viel Empathie entgegen“.


Abenteuer und Beklemmung


Bevor noch jemand auf dem heißen Lesestuhl Platz nahm, griff Anna Hinson in die Saiten ihrer Harfe. In zwei Stücken war die bezaubernde Wirkung des Instruments zu erleben. Dann startete Peter Boeder mit „Young Agents“ (Andreas Schlüter), Kinderagenten, die bereits die Methoden Erwachsener anwenden, das Leseduell, gefolgt von Nelly Deidenbachs Wahllektüre, „Ronja Räubertochter“, in der Astrid Lindgren ebenfalls Kinder in brenzlige Situationen geraten lässt. Und was anderes kann man von „Geheimagent Jens Bonn“ erwarten, einer Detektivstory Unni Lindells, die Tara Strehlow gewählt hatte? Richtig, es wurde erneut spannend. Beklemmend begann dagegen „Ein Sommer in Sommerby“, aufgeschlagen von Inka Haas: Im Kirsten Boie-Titel müssen drei Enkel zu Oma ins Exil, aber ein späteres Einvernehmen zeichnet sich ab. Auch Britta Sabbags „Blackwood - Briefe an mich“, gelesen von Lena Hänel, kreisen um einen schwierigen Einstand.

Immer wieder wechselte die Stimmung. Jamie Schneider gab aus „Gregs Tagebuch 14 - Voll daneben“ (Jeff Kinney) Baustellenpannen zum Besten. Tätliche Auseinandersetzungen tischte Leonie Kasiaras aus Cornelia Funkes „Die wilden Hühner und die Liebe“ auf, Explosionen gab es bei Sarah Michelle Wolff dank Sabrina J. Kirschners „Die unlangweiligste Schule der Welt“, und einen gefährlichen Wasserkontakt vermittelte Carolin Heuser mit Tanya Stewners erstem „Alea Aquarius-Band“. Yuna Lange aber führte zu Angela Dorseys „Horse Angel“ und in die Nähe gruseliger Höhlen. Der märchenartigen Geschichte Kelly Barnhills „Das Mädchen, das den Mond trank“ entstammte die von Angelina Simon erwählte Szene über eine Mutter, die verzweifelt ihr Baby schützen will. Mit Emily Theis machte das Publikum einen Abstecher in Anca Sturms „Der Welten-Express“.


Schleimsuppe zum Abendessen


Das Leseniveau lag insgesamt sehr hoch. Differenzierter wurde das Bild durch Teil zwei, bei dem für alle Leser der ungeübte Pflichttext anstand. Bibliotheksleiterin Feuser-Schwickert hatte eine reizende Passage aus Roald Dahls „Matilda“ gewählt, die gleichwohl einige Klippen barg. Begriffe wie „affektiert“ und „markiger Mime“ wurden für manche Kandidaten zum Stolperstein. Zuletzt ernannte die Jury Lilly Schröder zur besten Leserin. Die 12-Jährige aus Niederzissen bewährte sich beim Pflichtteil und hatte das Publikum vorab geschickt in Claudia Romes‘ „Dana Mallory und das Haus der lebenden Schatten“ gelockt. In den Ferien bei Tante Meg erlebt Dana Sonderbares. Auf was muss man sich gefasst machen, wenn zum Abendessen eine schleimig-grüne Suppe serviert wird, in der ein Auge dümpelt?

Alle Teilnehmer empfingen eine Urkunde und ein Buchgeschenk. Auf Kreissiegerin Lilly Schröder vom Peter-Joerres-Gymnasium, wartet am 21. April in Koblenz die nächste Wettbewerbsetappe beim Bezirksentscheid.

HG

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Kommentare
Jean Seligmann:
Das zwanghafte und angestrengte Bemühen, die AfD zu diskreditieren, produziert Widerspruch und Lächerlichkeit am laufenden Band.
Siegfried Kowallek:
Beim Komplex AfD, Spenden und Geheimnistuerei denke ich eher an die verdeckten Zahlungen von rund 132.000 Euro an die AfD-Politikerin Alice Weidel, bei denen die Bundestagsverwaltung wegen möglicher Verstöße gegen das Parteiengesetz Sanktionen gegen diese Partei prüft. Es stehen Strafzahlungen in dreifacher Höhe der Spenden aus der Schweiz im Raum, also rund 396.000 Euro. Jetzt will aber die AfD-Fraktion im Neuwieder Stadtrat einen Teil ihrer Aufwandsentschädigungen für einen guten Zweck spenden, was auf jeden Fall sympathisch ist im Gegensatz zu einer verdeckten Entgegennahme großer Spenden von jemandem, der etwas zu verbergen hat. Der angekündigte Verzicht auf eine medienöffentliche Bekanntgabe von Empfängern dieser Spenden befremdet mich jedoch aus zwei Gründen. Zum einen wirkt das heimliche Spenden an gemeinnützige Vereine oder Organisationen dadurch vergleichbar anrüchig wie etwa ein heimlicher Bordellbesuch, den man auch nur dann selbst öffentlich macht, wenn man erfolgreicher Kommunalpolitiker in Ochtendung ist. Zum anderen überzeugt die Begründung nicht, in der Vergangenheit sei vielerorts Druck auf Organisationen ausgeübt worden, die von der AfD eine Spende angenommen hätten. Wäre das der Fall gewesen, hätte diese Partei das doch auf jeden Fall laut und heftig angeprangert. Dieses Liebäugeln mit einem Opfermodus erinnert an den bisherigen geheimnistuerischen Umgang der AfD mit ihren Freitagsveranstaltungen im Kreis, deren Veranstaltungsort man nur auf Nachfrage mitgeteilt bekam. Dabei weiß nicht nur ich, in welcher Neuwieder Gaststätte diese Veranstaltungen stattfanden. Zudem stand deren Name sogar in einem ausgewogenen Artikel über eine AfD-Freitagsveranstaltung. Und als ich die letzte Veranstaltung dieser Partei vor den Corona-Einschränkungen in Oberbieber zum Thema „Wald und Wild“ besuchte, sah ich dort keinen einzigen Gegendemonstranten, obwohl die Partei den Veranstaltungsort zuvor sogar hinreichend öffentlich bekanntgegeben hatte. Siegfried Kowallek, Neuwied
S. Schmidt:
Das ganze Geschäftsmodell um einen „unnatürlichen“ Klimawandel beruht auf Modellberechnungen und den Verlautbarungen des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change). Nun hat die „University of Michigan“ in einer Pressemeldung vom 30.04.2020 die Katze aus dem Sack gelassen: Etliche der IPCC-Klimamodelle prognostizieren eine unrealistisch hohe Erwärmung für die Zukunft! Wie die „Berechnungen“ für die zu erwartenden „Corona-Opfer“ (es wurden bis zu 560.000 Tote prognostiziert), vollkommen falsch!
Heinrich Heine:
Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.
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