Allgemeine Berichte | 21.02.2023

Jury staunt beim Kreisentscheid des Vorlesewettbewerbs über durchweg gute Leistungen

Lina Sophie Bachem erklimmt das Siegertreppchen

Gruppenbild der Wettbewerbsteilnehmer - in der letzten Reihe stehen die Organisatoren Gisela Franz und Jürgen Kempenich.  Foto: HG

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Diesem Tag hatten die zehn Vorleser entgegengefiebert. In der Stadtbibliothek Bad Neuenahr-Ahrweiler traten die schulbesten Mädchen und Jungen der Jahrgangsstufen 6 im Kreis Ahrweiler an, um beim Kreisentscheid des 64. Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels das Rennen für sich zu entscheiden.

Der Jury sowie den Organisatoren und begleitenden Eltern und Lehrern präsentierten sich die Kandidaten mit ihrem selbst gewählten Text. Beim zweiten Durchgang hieß es, Ungeübtes vorzutragen. Damit die Spannung nicht überhand nahm, spielte die Niederzissener Harfenistin Anna Hinson zum Einstieg zwei bezaubernde Stücke auf ihrem Instrument.

Organisiert wird der Kreisentscheid durch die Kreisverwaltung und die Stadtbibliothek. „Lesen und Rechnen gehören zu den wichtigen Kernkompetenzen des Menschen“, unterstrich Jürgen Kempenich seitens des Kreises die Bedeutung des Wettbewerbs, während Bibliotheksleiterin Gisela Franz in ihrer Begrüßung erläuterte, worauf es beim Vortrag ankommt. Tempo und Lautstärke sollten angemessen sein und der Text so interpretiert werden, dass er beim Zuhörer erhöhte Aufmerksamkeit hervorruft. Auch eine gut ausgesuchte Textstelle fließt in die Bewertung mit ein.

Recht unterschiedlich fiel die Wahllektüre aus. Niels Krause gelang es, den Humor von „Gregs Tagebuch“ zu transportieren. In Gregs Familie planen die Eltern stets coole Dinge, die allerdings chaotisch enden. Elisa Muca las aus dem spannenden Buch „Die Amazonas Detektive - Spurensuche im Regenwald“. Nelia Spatz hingegen tauchte mit „Der Tag, an dem ich versehentlich die ganze Welt belog“ in den überdrehten Kunstmarkt ein.

Mit Carolin Philipps „Die Mutprobe“ führte Malvin Ahmeti Qosa zu der in einem gefährlichen Viertel lebenden Kristina, die die Wohnung nicht verlassen darf. An „Emil und die Detektive“ erinnerte man sich, als Ivan Khalil überzeugend aus Martin Musers „Kannawoniwasein!“ vorlas, dessen Protagonist Finn im Zug nach Berlin um seinen Rucksack erleichtert wird. Bei Sophie Zanders Wahl hingegen gerät eine Influencerin in Not. Gleich vier Teilnehmer waren mit dem Genre Fantasy vertreten: Jemina Dinske brachte „Lia Sturmgold - Die Macht der Kristalle“ mit, Marisa Eulenbruch „Die Schule der magischen Tiere - Hin und weg“, Frida Meisel, Cornelia Funkes Klassiker der Jugendliteratur „Drachenreiter“ und „Das Geheimnis der Flüstermagie“.

Nach der Pause kam der ungeübte Text an die Reihe. Hatte dafür bislang die Blibliotheksleiterin einen Ausschnitt aus einem Buch ausgewählt, verfasste diesmal Gregor Schürer eine kleine Geschichte, in der er den Wettbewerb selbst zum Thema machte.

Der Kreisentscheid 2023 verzeichnete ein insgesamt hohes Vorleseniveau. Doch eine Leistung stand an der Spitze: Lina Sophie Bachem, Schülerin des Gymnasiums Calvarienberg, qualifizierte sich als beste Vorleserin. So lautete das einhellige Urteil der Jury. Unter dem Vorsitz von Gisela Franz waren dies die Leiterin der Grundschule Bad Neuenahr Ursula Bell, Journalistin Hildegard Ginzler, Vorjahressiegerin Frida Krowke vom Peter-Joerres-Gymnasium, Oberstudienrat a.D. Rudolf Menacher und Autor Gregor Schürer.

Alle Teilnehmer freuten sich über eine Urkunde und ein Buchgeschenk. Die strahlende Gewinnerin Lina Sophie Bachem, die außerdem eine Siegerurkunde und ein zweites Buch empfing, wird als Kreissiegerin im März beim Bezirksentscheid in Koblenz antreten. HG

Lina Sophie Bachem las sich an die Spitze.  Foto: HG

Lina Sophie Bachem las sich an die Spitze. Foto: HG

Gruppenbild der Wettbewerbsteilnehmer - in der letzten Reihe stehen die Organisatoren Gisela Franz und Jürgen Kempenich. Foto: HG

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