Kameradschaftstag der Feuerwehren der Gesamtstadt Remagen
Lob und Anerkennung für vorbildlichen Einsatz
187 Feuerwehrkameraden aus Remagen, Kripp, Unkelbach, Oedingen, Rolandswerth und Oberwinter feierten
Remagen. Viel Anerkennung, Lob und Dank von allen Seiten gab es beim Kameradschaftstag der Feuerwehr der Gesamtstadt Remagen für die 187 Feuerwehrleute, 52 Jugendfeuerwehrkräfte und die 36 Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilungen. 199 Einsätze haben die Feuerwehrkameraden im Jahr 2015 bewältigt. Ein herzliches Dankeschön gab es aber auch für die Fördervereine der Einheiten, die ihre Kameraden finanziell unterstützen. „Das ist eine bemerkenswerte Statistik. Es gibt kaum noch einen Unterschied zwischen der ehrenamtlichen Feuerwehr und der Berufsfeuerwehr“, lobte Kreisfeuerwehrinspekteur Udo Schumacher den enormen Einsatz der Remagener Freiwilligen.
Eine Ehrung gab es von Udo Schumacher für Carsten Delord. Per Urkunde wurde Delord zum stellvertretenden Gefahrstoffzugführer des Kreises Ahrweiler bestellt. Ebenfalls eine Ehrung des Kreises oblag dem Kreisfeuerwehrinspekteur. Er zeichnete den Oberwinterer Einheitsführer unter stehenden Ovationen der Kameraden für 35-jährige Treue zur Feuerwehr aus.
Zum ersten Mal fand der Kameradschaftstag in der Kulturwerkstatt, dem alten Jugendheim, statt. „Hier ist es knubbelig eng und gemütlich, und wir können im doppelten Sinne zusammenrücken“, betonte Stadtwehrleiter Michael Zimmermann bei seiner Begrüßung der Kameraden. Zuvor hatte der Einheitsführer der Einheit Remagen, Alexander Krahe, die Feuerwehrleute herzlich willkommen geheißen. Sein Dank galt ihnen fürs Kommen und dem Toom-Baumarkt für den Blumenschmuck. Der Dank von Zimmermann galt den Kameraden der Einheit Remagen für die Ausrichtung des Kameradschaftstags. An Ehrengästen begrüßte der Stadtwehrleiter den „Chef der Wehr“, Bürgermeister Herbert Georgi, den Beigeordneten Rainer Doemen, den leitenden Remagener Pfarrer Frank Klupsch, Kreisfeuerwehrinspekteur Udo Schumacher und dessen Stellvertreter Gerd Oelsberg, Ehrenwehrleiter Eduard Krahe, Kreisfeuerwehrverbands-Vorsitzenden Rolf Genn, die Vorsitzenden der Fördervereine, die ein wichtiges Standbein für die Einheiten seien, sowie die Abordnungen des THW Sinzig und des DRK-Ortsvereins Remagen. Gemeinsam mit Pfarrer Klupsch sprach Zimmermann die Fürbitten, bevor der Geistliche über alle Feuerwehrleute den Segen Gottes sprach.
Kontinuierliche Arbeit
Bürgermeister Georgi verlieh seiner Freude Ausdruck bei den Feuerwehrleuten sein zu dürfen. Er rief das Ereignis der Woche in Erinnerung, bei dem sechs Feuerwehrleute aus Oedingen im Saal des Kreishauses für langjährige Treue zur Feuerwehr das Goldene Feuerwehr-Ehrenzeichen erhalten hatten. Bernhard Schneider aus Oedingen sei gar für 45-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr geehrt worden. Georgi lobte die kontinuierliche und beständige Arbeit der langjährigen Feuerwehrleute, was auch die jüngeren Feuerwehrleute ermuntere dabeizubleiben.
Fast 200 Einsätze im Jahr 2015
Zimmermann betonte im Anschluss, dass die Feuerwehr der Gesamtstadt in 2015 199 Einsätze mit 36 Fahrzeugen zu bewältigen gehabt hätte. Die Gesamteinsätze hätten sich in 121 Hilfeleistungs- und 78 Brandeinsätze verteilt. In den Einheiten sind in Remagen 53, in Kripp 42 und in Oberwinter, Rolandswerth, Unkelbach und Oedingen jeweils 23 Feuerwehrleute im Einsatz. Neben den Einsätzen gebe es zusätzlich noch Aus- und Weiterbildungen zu absolvieren, die Fahrzeuge und Geräte zu pflegen und auch Verwaltungsarbeiten zu bewältigen. Daneben gelte es auch, Einsätze für die Gemeinschaft bei Ortsfesten und Brauchtumsveranstaltungen zu übernehmen. Entgegen dem landläufigen Trend, betonte Zimmermann, sei der Personalbestand in den Einsatzabteilungen relativ konstant geblieben. Bei den Jugendfeuerwehren, es sind immerhin noch 52 Kinder und Jugendliche, sei der Bestand leicht rückläufig. Dies gelte es weiter zu beobachten, denn die Jugendwehr sei ein wichtiger Bestandteil der Feuerwehr. In allen Ortsteilen und für die Facheinheit Wasserschutz gebe es Fördervereine, die die jeweilige Einheit ideell und vor allen Dingen materiell unterstützen. Mehrere Hundert Bürger der Stadt engagierten sich so finanziell für die Belange der Feuerwehr. Zimmermanns Dank galt dem Bürgermeister, dem Stadtrat und der Verwaltung für die Unterstützung sowie auch seinem Stellvertreter Ingo Wolf und dem Leiter des Führungsdienstes Robert Zimmermann für die Übernahme von Aufgaben.
Gemeinsam mit Bürgermeister Herbert Georgi gab es für den Stadtwehrleiter zwei Ehrungen auszusprechen. Zum stellvertretenden Einheitsführer der Einheit Oedingen wurde Benedikt Balasus verpflichtet. Gleichzeitig wurde er zum Brandmeister befördert. Für die Einheit Remagen erhielt Carsten Delord die zweite Ehrung des Tages. Er wurde zum Oberbrandmeister befördert und gleichzeitig zum Gerätewart ABC verpflichtet.
Georgi betonte, dass er Delord gerne eine dritte Ehrung, die Verpflichtung zum zweiten stellvertretenden Einheitsführer von Remagen, hätte zukommen lassen. Nach seiner Wahl zum zweiten stellvertretenden Einheitsführer hätte er ihm gerne die Ernennungsurkunde überreicht. Dies verhindere jedoch das Verwaltungsgericht Koblenz per einstweiliger Anordnung. „Ich bin davon überzeugt, dass Einheitsführer und Wehrleiter bei der Wahl richtig gehandelt haben. Schlimmstenfalls gehe ich davon aus, dass die Wahl wiederholt werden muss“, betonte Georgi.
Der Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands Rolf Genn betonte zum Abschluss des offiziellen Teils, dass er sich freue, dass Dirk Schorn als Kreisjugendfeuerwehrwart wiedergewählt worden sei. Er sei der richtige Mann an der richtigen Stelle. Ein besseres Wiederwahlergebnis als 100 Prozent habe er nicht erreichen können. Dies sei ein eindeutiger Beweis für sein engagiertes Eintreten für den Feuerwehrnachwuchs.
In Anschluss an den offiziellen Teil feierten die Feuerwehrleute n im geselligen Teil mit vielen guten Gesprächen ihren Kameradschaftstag.
