Bienenprojekt der Kath. Kita St. Medard Bendorf
„Löwenzahn-Samenbomben“: Einsatz bei der Waldwoche
Bendorf. Die Kinder der Katholischen Kita St. Medard in Bendorf hatten schon einige Tage vor dem erwarteten Start in den Bendorfer Stadtwald Lupengläser, Seile, Bestimmungsbücher und selbst gebaute Wildbienenhotels zusammen geplackt und waren mit ganz viel Vorfreude am Start. Eine Woche lang konnten sie im Wald am Sträßchen „Natur pur“ von morgens bis nachmittags erleben. Tiere beobachten, Vogelgezwitscher unterscheiden lernen, wandern, spielen, singen und vor allem ihren Sinnen, Fantasien und eigenen „Zauberwelten“ Raum geben. Das Wetter stand den Naturliebhabern sommerlich zur Seite und ließ die vielen unterschiedlichen Farben des Waldes in unterschiedlichsten Grüntönen leuchten. Der vorher geerntete Löwenzahnsamen wurde nun zu Samenbomben verarbeitet und kam mit auf die einwöchige Landpartie, um in der Wald- und Wiesenumgebung neuen Blumen einen Lebensraum zu bieten. „Viele Wild- und Waldbienen sollen sich freuen, wenn sie den neuen Nektar schmecken. Ich freue mich auch“, bemerkte Johanna, als sie mit ihren Händen in einer Schüssel Samen, Blumenerde, Heilerde und etwas Wasser miteinander vermischte. „Es ist so ein warmes, matschiges Gefühl an meinen Händen“, lachte sie. Die gefertigten Matschkugeln wurden in eine Eierpappe zum Trocknen in die Sonne gelegt. „Ein ganz großes Dankeschön gilt der Medardus-Apotheke in Bendorf für die Unterstützung mit der Heilerde“, bedanken sich die Kinder. Eric bemerkte ganz ernst: „Nun kann der Samen schlafen, wie in einem warmen Bett und sich ausruhen!“ Auf einem Waldspaziergang wurden die Samenbomben zu guter Letzt auf den Erdrand einer Wiese geworfen. Eric zelebrierte seinen Wurf mit den Worten: „Nun kann der Samen langsam wieder wach werden, denn die Bienen haben immer Hunger. Guten Appetit.“
Sam fragt die Erzieherin: „Warum sind das denn Kugeln?“ Sie erklärte ihm und den anderen Kindern, dass die trockenen Kugeln den Samen vor Vögeln und Nagetieren schützen. Wenn es regnet, saugen sich die Kugeln mit Wasser voll, werden dicker und quellen auf. Dann beginnen die Samen zu keimen und durchbrechen nach kurzer Zeit die Kugelwände. Ein Mann in Japan hat vor vielen Jahren diese Methode erfunden und so Reis, Gerste und auch Gemüse ausgesät. Dadurch musste er die Felder nicht pflügen. Wer Lust, Zeit und Ideen hat, das Projekt „Sag Ja zur Biene!“ zu unterstützen, ist eingeladen in der Kath. Kita St. Medard in der Bahnhofstraße 28 in Bendorf vorbeizuschauen, kann sich aber auch per E-Mail an bienenprojekt-bendorf@web.de oder unter Tel. (0 26 22) 39 11 melden. -PS-
Die kleinen Bienenfreunde formen Matschkugeln, die „Samenbomben“.