Allgemeine Berichte | 02.09.2018

Die Polizeiinspektion Koblenz kam einem Unfallverursacher auf die Schliche

Lügen haben kurze Beine

Lügen haben kurze Beine

Koblenz. Am Sonntag, 2. September, wurden Beamte der Polizeiinspektion Koblenz 2 gegen 5.40 Uhr zu einem Verkehrsunfall in der Eifelstraße gerufen. Hier erklärte der vorgebliche Unfallverursacher, dass er beim Befahren der Eifelstraße „kurz eingenickt“ sei und deshalb die Kontrolle über seinen PKW verloren habe. Aufgrund der Feststellungen vor Ort kamen den Beamten schnell Zweifel an der geschilderten Version. Die vorgefundene Spurenlage und auch die Ergebnisse der ersten Ermittlungen lassen vielmehr den nachfolgenden Ablauf wahrscheinlich erscheinen: Der 24-jährige Ehemann der Fahrzeughalterin verlor aufgrund starker Alkoholisierung die Kontrolle über das Fahrzeug, kollidierte mit mehreren Verkehrsschildern, durchbrach einen Zaun und kam auf einem angrenzenden Schulgelände zum Stillstand. Aufgrund massiver Schäden am Fahrzeug konnte er seine Fahrt nicht fortsetzen. Im Folgenden rief er zwei Freunde an, die dann an der Unfallstelle erschienen. Während ein Freund vor Ort verblieb, die Polizei verständigte und sich als Fahrzeugführer ausgab, fuhr der andere den Unfallfahrer an eine Wohnanschrift in Koblenz-Rübenach. Hier wurde der Unfallfahrer schließlich auch durch Polizeibeamte angetroffen und zur Blutentnahme auf die Dienststelle sistiert. Ebenso wurde der Führerschein des Unfallverursachers einbehalten. Die Freunde erwartet nun ebenfalls ein Strafverfahren. Der Gesamtschaden beläuft sich auf ca. 12.000 Euro.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Koblenz

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