Allgemeine Berichte | 08.03.2017

Evangelische Gemeinde Niederbachem

Luther, der Übersetzer

Ein gewinnbringender Abend mit der Luther-Bibel

Wolfgang Thielmann (Mitte) mit Pfarrer Schmitz-Valadier.Privat

Niederbachem. Die neue Überarbeitung der Lutherbibel, die zum 500. Jubiläum der Reformation erschienen ist, war Anlass für einen Vortragsabend im Evangelischen Gemeindehaus in Niederbachem. Eingeladen war der Journalist und rheinische Pastor Wolfgang Thielmann. In seinem lebendigen Referat und im Gespräch mit Pfarrer Günter Schmitz-Valadier und der versammelten Zuhörerschaft stellte er die neue Revision vor.

Luthers Übersetzung des neuen Testaments hat bleibende Redewendungen geschaffen, wie z. B. „sein Licht nicht unter einen Scheffel stellen“, „sein Scherflein beitragen“. Von diesen Beispielen ausgehend gab Wolfgang Thielmann einen Überblick über die Übersetzerarbeit Martin Luthers. In einem Zeitraum von nur zehn Wochen hatte dieser 1521 das gesamte Neue Testament aus dem Altgriechischen ins Deutsche übertragen. Dabei handelte es sich nicht um die erste Übersetzung, allerdings benutzte Luther nicht die bis dahin übliche Gelehrtensprache, sondern wollte „dem Volk aufs Maul schauen.“ Die Qualität, insbesondere der Übersetzung des Alten Testamentes, wurde durch Hinzunahme ganzer Übersetzerteams gewährleistet, wobei Luther stets das letzte Wort behielt. Diese „Luther-Bibel“ wurde im Laufe der Jahrhunderte regelmäßig sprachlich überarbeitet. Zu den umfangreichen Änderungen der aktuellen Revision, erklärte Wolfgang Thielmann, dass sie sich in manchem eher wieder sprachlich am Luthertext von 1546 orientieren. Dies sei sicherlich ein Tribut an die Hör- und Lesegewohnheit der Gläubigen, die von einer Bibelübersetzung auch Würde und Prägnanz erwarteten. Der große Verkaufserfolg der Neubearbeitung gebe dem Vorhaben Recht. Abschließend wurde die neue Revision in den größeren Zusammenhang weiterer aktueller Bibelübersetzungen gestellt.

Während des Vortrags schaute Dr. Martin Luther, in Form einer übergroßen Büste, wohlwollend auf den Referenten, dem mit großem Beifall gedankt wurde.

Wolfgang Thielmann (Mitte) mit Pfarrer Schmitz-Valadier.Foto: Privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Image Anzeige
Lampionfest in Weißenthurm
Bestellung Nr.: 4300003040-W100-606  /AZ Commodity Mayen KW 25
Auszubildende:r im Bereich Fachkraft für Veranstaltungstechnik
vermisste Brille
Bestellung Nr. 4300003040 - W100 - 606 - -RhS_BA KW25
Empfohlene Artikel
Die vulkanische Geschichte der Eifel lässt sich im Lava-Dome spielerisch entdecken. Foto: Dominik Ketz
28

Wer glaubt, Vulkane gäbe es nur auf Island oder in Italien, hat die Rechnung ohne die Eifel gemacht. Im Lava-Dome in Mendig wird schnell klar: Auch hier ging es einst verdammt heiß her! Das Deutsche Vulkanmuseum entführt seine Besucher auf 700 Quadratmetern und zwei Etagen in eine Welt voller Feuer, Lava und spannender Erdgeschichte. Klingt staubtrocken? Von wegen! 700 Quadratmetern und zwei Etagen in eine Welt voller Feuer, Lava und spannender Erdgeschichte.

Weiterlesen

In der ehemaligen Ahrweiler Synagoge diskutierten (von links) Nick Falkner, Ulrich van Bebber, Susanne Bell und Dr. Martin Wein.
198

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Wie hat die Flut den Zusammenhalt im Ahrtal verändert. Welche Konflikte bestehen noch? Wo trägt bürgerschaftliches Engagement weiterhin? Wo brauchen Menschen, Vereine und Kommunen mehr Unterstützung? Und was muss Politik aus dieser Katastrophe lernen, damit Warnketten funktionieren, Zuständigkeiten klar sind und der Staat im Krisenfall schneller handeln kann?

Weiterlesen

BLICK aktuell-Bilderrätsel: Folge 11
69

Jede Woche präsentieren wir Euch einen neuen Schnappschuss aus dem BLICK aktuell-Land. Die Bilder zeigen bekannte Orte, besondere Details oder überraschende Perspektiven aus der Region – doch nicht immer ist auf den ersten Blick erkennbar, was genau zu sehen ist.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Gerade bei heißen Temperaturen können sich schnell Maden in der Biotonne bilden.
1907

Biotonne im Sommer pflegen

Biotonne bei Hitze: Maden vermeiden

Kreis Neuwied. In den Sommermonaten können sich im feuchtwarmen Klima der Biotonne schnell unerwünschte Organismen bilden. Die Abfallwirtschaft des Landkreises Neuwied fährt in den Sommermonaten eine wöchentliche Leerung der Biotonne, die das Problem deutlich reduziert. Sie gibt praktische Tipps, was Anwohner darüber hinaus tun können, um unerwünschter Organik vorzubeugen.

Von Laura Tries aus Neuwied

Weiterlesen