Prof. Dr. Andreas Mühling im Geschichtsunterricht MSS 11 des Megina-Gymnasiums
Luther und die Reformation
Mayen. 2017 ist das Jahr der Reformation. Vor 500 Jahren, am 31. Oktober 1517 begann mit der Veröffentlichung von 95 Thesen durch Martin Luther, eine neue Epoche in der Geschichte. Bis heute sind die Ideen und Gedanken aktuell, mit denen die Reformation die Welt veränderte. Daher wurde der 31. Oktober 2017 von der Bundesregierung zu einem einmaligen gesetzlichen Feiertag erklärt. Verständlich, dass der Geschichtsunterricht in diesem Jahr in besonderer Weise herausgefordert ist, die Auseinandersetzung der Schülerinnen und Schüler mit der Reformation zu befördern.
Spannende Reise in die Zeit der Reformation
Der Leistungskurs Geschichte der MSS 11 des Megina-Gymnasiums hatte nun die besondere Ehre, einen Spezialisten in seinen Unterricht einladen zu können. Professor Dr. Andreas Mühling ist in Fachkreisen bekannt als renommierter Kenner der Reformation. Er lehrt als Professor für Evangelische Kirchengeschichte an der Universität Trier. Seinen Besuch im Unterricht des Geschichte-Leistungskurses der MSS 11 begann er mit einem kurzen Vortrag über die Geschichte der Reformation anhand der sieben Reichstage der Reformationszeit von 1517 bis 1566, auf denen die neuen Gedanken der Reformation heiß umstritten waren. Durch diesen Ansatz konnte Professor Dr. Andreas Mühling die Herausbildung und Etablierung der neuen, evangelischen Konfessionen veranschaulichen.
Im Anschluss stellt er sich den Fragen der Schülerinnen und Schüler. Diese betrafen vor allem Leben und Lehre von Martin Luther. Professor Dr. Andreas Mühling verdeutlichte dem Kurs, dass ein Martin Luther, der sich selbst vorrangig als Seelsorger verstand, mit der großen Politik immer wieder in Konflikt geraten ist. Zuweilen musste er zeichenhafte Handlungen setzen, wie zum Beispiel seine Ehe im schwierigen Jahr 1525 mit der ehemaligen Nonne Katharina von Bora, sein „gnädiger Herr Käthe“, wie er sie nannte. Weitere Fragen wurden gestellt zu den anderen reformatorischen Zentren Zürich mit Huldrych Zwingli, Genf mit Jean Calvin und der puritanischen Bewegung in Großbritannien, die Professor Dr. Andreas Mühling in seiner sympathischen und schülerorientierten Art beantwortete.
Damit endeten neunzig sehr informative und gewinnbringende Minuten in einer Atmosphäre, die die Schülerinnen und Schüler schon etwas von universitärem Flair spüren ließ. So verabschiedete sich Herr Dr. Mühling mit dem Satz: „Ich sehe euch dann in zwei Jahren wieder, wenn ihr Geschichte an der Universität Trier studiert“.
