Allgemeine Berichte | 12.06.2017

Schützenlieselschießen der Schützenbruderschaft St. Sebastianus in Villip

Lydie Frings: Konzentration und ruhige Hände bis zum 53. Schuss

Lydie Frings: Konzentration und ruhige Hände bis zum 53. Schuss

Wachtberg-Villip. Bei bestem Wetter schossen die Schützendamen der St. Sebastianus Schützenbruderschaft in Villip am zweiten Junisamstag um den Titel der Schützenliesel 2017. In gemütlicher Atmosphäre waren insgesamt elf Schützinnen zum Wettkampf angetreten. „Die Hauptsache sind Konzentration, Ruhe und Können für einen guten Schuss“, erklärte der zweite Schießmeister Reiner

Wolf. Für die Anzahl der Schüsse, die den Vogel quasi zur Strecke bringt, gäbe es lediglich eine grobe Orientierung. Viele Faktoren hätten Einfluss darauf, wie einfach oder schwierig es sei, zum Ziel zu gelangen. Auf der Seite der wetteifernden Schützen seien es je zur Hälfte

Glück und Können, die über den Erfolg entscheiden.

Beides hatte Lydie Frings in diesem Jahr mit dem 53. Schuss im Schützenhaus am Beckers Kreuz neben dem Sportplatz. Allerdings war es an diesem Tag nicht nur um die Ehre der Schützenliesel gegangen. Bevor der „Vogel

abgeschossen“ wurde, sind die Bestecke an der Reihe. So nennt man unter den Schützen die anderen Teile des Ziels, nämlich Kopf, Flügel und Schweif. Sarah Zarkrewski hatte am Samstag den Kopf erfolgreich getroffen. Den entscheidenden Treffer am rechten Flügel platzierte Silke Schmitz, bevor Lydie Frings den rechten Flügel und den Schweif final traf.

32 Besucher konnten im Gastraum der Halle den Verlauf der Wettkämpfe bequem über zwei Bildschirme verfolgen. Neben dem Titel der Schützenliesel fand an diesem Tag das „Klotzschießen“ statt und die Damen hatten mit ihrem treffsicheren Können zusätzlich um den Wanderpokal von Heymann geschossen. Der Wanderpokal Josef Heinen für die Herren hatte heute ebenfalls einen neuen Besitzer gefunden, nachdem acht Teilnehmer darum gekämpft hatten. Die Ehrung der Würdenträger und Majestäten fand beim Königsschießen in Villip an Fronleichnam im Schützenhaus statt.

Wer sich für eine Mitgliedschaft bei den Schützen interessiert, findet unter www.schuetzen-villip.com Kontaktmöglichkeiten und reichlich Informationen über aktuelle Veranstaltungen. Die Trainingszeiten sind hier ebenfalls übersichtlich unter www.schuetzen-villip.com/trainingszeiten/ aufgelistet. Der Verein engagiert sich nicht nur für die Tradition, sondern auch für den Sport, dessen wichtigste Ziele nicht wildes Herumballern, sondern Konzentration, Ruhe und Ausdauer sind. Von diesen Eigenschaften profitieren die jungen Leute nicht nur beim Sport selbst, sondern auch in ihrem weiteren Leben. Für unter 12-Jährige steht in Villip ein Lasergewehr zur Verfügung, mit dem auch die Kleinen ihre Treffsicherheit trainieren können. Ab dem zwölften Lebensjahr dürfen die Kids mit dem Einverständnis der Eltern auf das Luftgewehr umsteigen. Erst ab einem Alter von 16 Jahren ist das Schießen mit Kleinkalibermunition erlaubt. Auch hier ist immer Voraussetzung, dass die Eltern ihr Einverständnis dazu geben.

Auch soziales Engagement wird in diesem Verein nicht nur in den eigenen Reihen großgeschrieben. Für die Malteser haben die Mitglieder einen Kleidercontainer neben der Halle aufgestellt. Der Erlös, der durch die Kleiderspenden zusammenkommt, kommt caritativen Zwecken zugute. Zuletzt war das Malteserkrankenhaus in den Genuss des Erlöses gekommen.

Lydie Frings: Konzentration und ruhige Hände bis zum 53. Schuss
Lydie Frings: Konzentration und ruhige Hände bis zum 53. Schuss

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Foto: Chris Weber

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