Ahrtalschule Realschule plus fördert IT-Kompetenz aller Geschlechter
Mädchen und Technik? Na, klar!
Mädchen in den heutigen Berufen der Informations-(IT)- Technologie noch immer deutlich unterrepräsentiert
Altenahr. Ein Leben ohne Apps können sich die meisten vermutlich nicht mehr vorstellen – aber selber eine entwickeln? Das ist die knifflige Aufgabe des diesjährigen, bundesweiten GetIT-Wettbewerbs, an dem Mädchen und Jungen der siebten Jahrgangsstufe der Ahrtalschule Altenahr aktuell teilnehmen. Die Betonung soll hierbei bewusst auf „Mädchen“ liegen, denn die sind in den heutigen Berufen der Informations-(IT)-Technologie noch immer deutlich unterrepräsentiert. Gefördert wird das Projekt von der nationalen Initiative „MINT – Zukunft schaffen!“. Hinter MINT verbergen sich die Bereiche bzw. die Unterrichtsfächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, für die das Interesse besonders von Schülerinnen ohne Zweifel noch immer steigerungsfähig ist.
Und so stürzten sich die Siebtklässler/innen unter Leitung von Fachlehrerin Marion Schnitzler in die Projektarbeit unter dem Motto „Entwerft eine App, die ein Problem in eurer Schule oder eurem Umfeld löst“. Unterstützt werden die mit mindestens 50 Prozent Mädchen besetzten Teamgruppen dabei von erfolgreichen deutschen IT-Fachleuten, die durchweg bei namhaften Unternehmen der Branche tätig sind. Im Falle der Ahrtalschule ist Helene Durst diese Patin.
Sie hat an der Technischen Hochschule Berlin studiert und ist heute als Führungskraft bei Amazon tätig. In Web-Konferenzen trifft sie sich regelmäßig mit den Schülerinnen und Schülern, begleitet die Projektarbeit, gibt Tipps aus der IT-Praxis und motiviert die Teams. Dabei geht es allerdings nicht nur um die App selbst, sondern auch um eine möglichst mitreißende Präsentation des eigenen Projektergebnisses. Insofern dient die Arbeit umfassend der so wichtigen Berufsorientierung an einer Realschule plus.
Wenn Ende Mai die Projektergebnisse eingereicht sind, werden zunächst die Top-Ten-Apps gekürt und im Anschluss daran noch einmal das Siegerprojekt. Trotzdem zählt auch hier das olympische Motto „Dabei sein ist alles!“. Belohnt werden nämlich alle Teilnehmer/innen durch Urkunden, durch ihre im Verlauf der mehrmonatigen Projektarbeit erworbenen wertvollen Kompetenzen und durch die Aufnahme ihrer Schule in den Kreis der „MINT-freundlichen Schulen“.
