Allgemeine Berichte | 24.08.2021

Übergabe von Christof Heyduck an das Friedensmuseum

Mahnkreuz gegen den Krieg

40-jähriges Jubiläum wird am 11. September gefeiert

Der Vorstand des Friedensmuseums von links: Anke Sultan, Barbara Heimbach, Karin Keelan, Christof Heyduck und Volker Thehos. Foto: privat

Remagen. Christof Heyduck, international bekannter Bühnenbildner und freischaffender Künstler, Jahrgang 1927, übergab eine schwarz-weiß Collage, mit dem Titel ‚Ecce Homo‘ an das Friedensmuseum.

1945 war er Insasse des Strafgefangenen Lagers ‚Goldene Meile‘. Er fühlt sich schon lange dem Museum stark verbunden und kennt den ehemaligen Bürgermeister Hans-Peter Kürten gut.

Nun übergab er dem Friedensmuseum ein Mahnkreuz, das in einer Collage die Leiden der Menschen z.T. unter Kriegsbedingungen zeigt. Die Collage beinhaltet die unterschiedlichsten Gesichter von leidenden und verletzten Menschen, aber auch von freundlichen Gesichtern, beginnend in der römischen Antike, übergehend um Mittelalter bis in die Neuzeit, wo das prägendste Bild, ein junger, unverletzter Soldat mehrfach gezeigt wird. Er symbolisiert das Verheizen der jungen Menschen durch das Nazi-Regime. Die Idee für das Kreuz entstand in den 80er Jahren während des Iran-Irak Krieges.

Dass das Museum diesem Kreuz einen Ort zur Verfügung stellt, bedeutet für ihn ‚die Erfüllung seiner Träume‘.

Im 1. Obergeschoss des Unterturms sind ebenfalls bereits Zeichnungen von ihm ausgestellt, aus dem Buch, Ernst A. Ekker und Christoph Heyduck, Gluck, der Sternenfischer, eine Weltraumgeschichte.

Für Heyduck schließt sich mit der Übergabe ein Kreis. Sein ganzes Leben lang hat er u.a. mit seinem künstlerischen Schaffen an Friedensmotiven gearbeitet. Er kommt nach Remagen zurück, den Ort für seine spätere Haltung als Kriegsgegner.

Der Verein Friedensmuseum Brücke von Remagen begeht in diesem Jahr sein 40-jähriges Jubiläum. Mit großem Engagement hat der Vorstand an der Wiedereröffnung gearbeitet. Letztendlich wurde vieles auch durch äußere Umstände verzögert, z.B. durch die Pandemie, Krankheit und zuletzt die Katastrophe im Ahrtal. ‚ Wir hoffen, Ende nächster Woche öffnen zu können und werden dies auf unserer Homepage bekannt geben‘, so Karin Keelan, Vorsitzende des Vereins.

‚Darüber hinaus wollen wir auf unsere Jubiläumsfeier am 11. September aufmerksam machen‘, fügt Keelan hinzu. ‚40 Jahre kontinuierlicher Einsatz für Erinnerung, Völkerverständigung und Frieden soll gebührend gewürdigt und wie die Umstände es erlauben, auch gefeiert werden‘.

Es wird ab 18 Uhr ein Jugendkonzert geben mit den Bands GUTSO aus Bonn und der Sängerin Clara Clasen geben. Den Abschluss bildet DJ Christoph Schmitz aus Remagen. Die Veranstaltung ist den Flutopfern im Ahrtal gewidmet.

Gerne kann man sich im Rahmen des Tages des offenen Denkmals sowohl am 11. September nachmittags als auch am 12. September ganztägig einen Eindruck und Überblick über das geschichtsträchtige Baudenkmal Friedensmuseum verschaffen.

Der Vorstand des Friedensmuseums von links: Anke Sultan, Barbara Heimbach, Karin Keelan, Christof Heyduck und Volker Thehos. Foto: privat

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