Allgemeine Berichte | 13.04.2023

Maifelder bekommt Wissenschaftspreis

Oliver Haardt. Foto: Rowena Haardt

Münstermaifeld. Oliver Haardt aus Münstermaifeld wird mit dem Wissenschaftspreis 2023 des Deutschen Bundestages ausgezeichnet. Der promovierte Historiker teilt sich den Preis mit der Politologin Mechthild Roos. Preisverleihung ist voraussichtlich am 10. Mai durch Bundestagspräsidentin Bärbel Bas in Berlin.

Abi Münstermaifeld – Studium in Cambridge

Oliver Haardt ist in Münstermaifeld aufgewachsen, besuchte hier die Grundschule und das Kurfürst-Balduin-Gymnasium, wo er 2007 mit 1,0 das beste Abitur des Jahrgangs in ganz Rheinland-Pfalz ablegte. Zum Studieren ging es nach Cambridge. Am Trinity College der Universität Cambridge promovierte er bei Sir Christopher Clark und lehrte anschließend am Magdalene College der Uni Cambridge. 14 Jahre lebte er in Cambridge, ehe Oliver Fritz Rudolf Haardt, wie er korrekt heißt, 2020 wieder nach Deutschland kam. Erst lebte er in Berlin, wo er als wissenschaftlicher Berater des damaligen Wirtschaftsministers Peter Altmaier im Einsatz war, danach kehrte er zurück in seine Maifelder Heimat. Zusammen mit seiner englischen Ehefrau Rowena, die als promovierte Biologin für einen großen Saatguthersteller arbeitet.

Bedeutende Preise in Deutschland und Großbritannien gewonnen

So wohnen, leben und arbeiten beide in der schönen historischen Stadt Münstermaifeld, verbringen aber auch einige Monate im Jahr an der englischen Südküste in Hampshire. „Hier die Mosel, dort das Meer - das ist schon toll“, schwärmt der freie Autor und Historiker. Seine Arbeit konzentriert sich auf den großen Kulturwandel, der die Welt im 19. und 20. Jahrhundert in die Moderne führte, und hat mehrere bedeutende Preise in Deutschland und Großbritannien gewonnen. Für seine hochgelobte neue Geschichte des deutschen Kaiserreichs „Bismarcks ewiger Bund“ setzte sich der Münstermaifelder auf 944 Seiten mit der Verfassungs- und Politikgeschichte des Kaiserreichs auseinander. Das begeisterte die Jury des deutschen Wissenschaftspreises, die befand, dass Haardt mit seinem Werk „einen bedeutenden und innovativen Beitrag zur Geschichte des deutschen Parlamentarismus“ vorgelegt hat.

Auf Sachbücher folgt ein Kriminalroman

Im August 2022 stellte der 34-Jährige als Ergebnis seiner Studie für das Wirtschaftsministerium sein zweites Buch vor: „Industrielle Revolution 4.0 – Eine historische Navigationshilfe“. Darin fragt er: Was braucht es, um die Zukunft zu gestalten? Und stellt fest: „Wir stehen am Beginn einer gewaltigen, technologiegetriebenen Revolution: Die Künstliche Intelligenz wird unsere Welt noch stärker verändern als die Erfindung von Dampfmaschine, Computer oder Internet.“ An seinem dritten Werk arbeitet Haardt gerade und beweist damit seine Vielseitigkeit. Auf Englisch verfasst er einen in England spielenden Kriminalroman. Zwischendurch arbeitet er noch als Freiberufler für die FAZ und die Süddeutsche Zeitung: „Schreiben ist einfach das, was ich am besten kann und was mir am meisten Spaß macht.“

Oliver Haardt. Foto: Rowena Haardt

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