Allgemeine Berichte | 17.02.2020

Superstimmung und Spitzendarbietungen bei der Damensitzung der KG 1903 Obermendig

„Manege frei, der Vorhang fällt, de Hexenkessel würd zom Zirkuszelt!“

Die Kindergarde eroberte als wilde Wickinger-Horde wieder einmal die Herzen des närrischen Publikums im SturmFotos: FRE

Obermendig. Dass die immer wieder spektakulären Damensitzungen der Karnevalsgesellschaft 1903 Obermendig sich auch bei vielen Närrinnen und Narren aus den umliegenden Regionen erfreuen, bewiesen die zahlreichen fantasievoll kostümierten Besucher, die Valentinstag zur zweiten von insgesamt drei Damensitzung in die wieder einmal prall gefüllte Obermendiger Schützenhalle gekommen waren und bereits am Eingang mit je einem Schokoladenherzchen begrüßt wurden.

Vor der offiziellen Begrüßung durch Sitzungspräsident Peter Schlaus und dessen potentiellen Nachfolger Nico Junglas, die ihre Moderation des vielseitigen Spitzenprogramms unter dem Motto „Manege frei, der Vorhang fällt – der Hexenkessel wird zum Zirkuszelt“ fest im Griff hatten, herrschte beim Einmarsch des Elferrats und der Kellbach Funken eine ebenso ausgelassene wie familiär anmutende Stimmung. Dafür sorgten nicht zuletzt auch die virtuosen Musiker Heinz und Timo, die inzwischen schon zum festen Bestandteil der KGO-Sitzungen geworden sind.

Moderatoren mit Pfiff

„Mir zwei ergänzen us janz joot, denn beide hamme Faasenacht im Bloot! Mir lassen et heut so richtig knallen, denn off de Schnüss simme beide net jefallen!“ so der schlagfertige und redegewande Ex-Prinz Nico I., der sich mit dem professionellen und überaus charmanten Sitzungspräsidenten Peter Schlaus gekonnt die Bälle zuwarf.

Nach einer Begrüßung aller Jecken und auch „Ehrenjecken“ im Saal eroberte die Kindergarde als wilde Wickinger-Horde wieder einmal die Herzen des närrischen Publikums im Sturm. Die „Wickinger-Trainer“ Angi Müller, Andreas Müller und Barbara Gwozdek-Müller hatten wieder einmal eine hervorragende Arbeit geleistet. Sodann begrüßte das Narrenvolk mit dröhnendem Beifall Prinz Simon I., tanzende Frohnatur von Rad und Reise und Prinzessin Susi I., Kameete Mädche von der Kamäju, die sich gemeinsam mit ihrem Hofstaat unter ihrem Motto „Mir säin ääns“ die Ehre gaben. Als sie nach dem obligaten Austausch von Orden mit ihrem Prinzenlied „Mennesch Ahoi“ die Stimmung im Saal zum Kochen brachten, gab es für die Jecken kein Halten mehr und ihre nicht enden wollenden Zugabe-Rufe beantwortete das Prinzenpaar mit dem Versprechen, spätestens beim Finale noch einmal aufzutreten. Dass sie ihr Versprechen auch einhielten, war für das hinreißende Prinzenpaar Ehrensache.

Großangriff auf die Lachmuskeln

Für zwerchfellerschütterndes Gelächter sorgten derweil die beiden „Babys“ Luci und Hannes, alias Ruth Franzen-Furch und Sohn Lukas und wer sonst, wenn nicht er könnte die Stimmung besser weiter anheizen: Bänkelsänger Andree Niederelz! Mit bekannten „Ohrwürmern“ lud er die Jecken im Saal zum Mitsingen und Schunkeln ein.

Anschließend schien die Bühne fast zu klein zu sein, als das Husarencorps Jack von der Wasserschöpp mit seinem Vorsitzenden Frank Furch, Kommandant Frank Neideck, Musikcorpsleiter German Heuft und Tanzcorpsleiterin Steffi Krings samt Garde sowie seinem neuen Tanzmariechen Ina Tiede aufmarschierte. Für sein temperamentvolles Debüt wurde Ina Tiede mit lang anhaltendem Applaus belohnt.

Und wenn bei der KGO die Bütt auf die Bühne gestellt wird, weiß jeder „Kenner der Szene“, dass dies einen Großangriff auf seine Lachmuskeln bedeutet. Die „Hex´ aus Owemennesch“ alias Annette Tiede hatte sich wieder einmal auf lokale „Merkwürdigkeiten“ eingeschossen und dabei wurde niemand verschont. Ob es um den „hochmodernen gelben Briefkasten“ am Eingang des Gewerbegebietes des Mendiger Flugplatzes ging, der von Bürgermeister Lempertz als „Standortvorteil“ angepriesen wurde und sogar bei der Firma Tesla Überlegungen über einem Standortwechsel ausgelöst hat. Aber auch die Presse bekam ihr Fett weg. So war es zu Recht unverzeihlich, dass die Niedermendiger Laacher See-Halle als Hexenkessel bezeichnet wurde. Auch eine Pressenotiz, in der von „Untermendig“ die Rede war, bot der Hex´ aus Owemennesch eine Steilvorlage, die dazu führte, dass sie allen Ortsteilen rund um den Stadtkern einen neuen Namen verpasste.

Dass die KG Obermendig sich um den Nachwuchs keine Sorgen machen müssen, bewies die von Chiara Centonze trainierte Jugendgarde und die von Sonja Hoffmann hervorragend trainierten jungen Damen der Kellbach-Funken.

Die Tanzbeine wurden hoch geschwungen

Nachdem das Narrenvolk sich während der Pause gestärkt hatte, rockten die erstklassigen Tänzer bezeihungsweise Akrobaten der Johannishöfer die Bühne. Getreu ihrem Tanz-Motto „Einer für alle und alle für den Prinz – die Legion des Prinzen“ brauchten sie Prinz Simon und den männlichen Hofstaat, bei denen es sich um „gestandene Johannishöfer“ handelt, nicht lange zu bitten und so verwunderte es nicht, dass die Schützenhalle tatsächlich wieder einmal einem wahren Hexenkessel glich. Anlässlich des Valentinstages überreichten die Tänzer ihrer Trainerin Judith Fuchs je eine Rose.

Als „Stimmungsmacher in der Bütt“ erwies sich Jürgen Zerwas von der KG Kornblumenblau aus Eich. In seiner ebenso bekannten wie beliebten Rolle als „Udschebebbes“ erntete er für seine mit viel Mutterwitz gewürzten Geschichten die ungeteilte Anerkennung des närrischen Publikums. Was wäre jedoch eine Sitzung der KG Obermendig ohne die beiden immer wieder herzerfrischenden „Eigengewächse“ Caroline und Michael Hamann. In ihrer Rolle als Er und Sie stehen sie bereits seit über 10 Jahren auf der Bühne und begeistern ihre Fans frei nach dem Motto: „Was sich neckt, das liebt sich“ mit herrlichen Dialogen aus ihrem Eheleben. (Er: Wesst ihr eijentlesch bofür et em Krankehaus woar?“. Sie: „Dat jäht käne wat an“. Er: „Et hat jemähnt et hätt en Hexeschuss awer esch soht direkt: - die scheßen doch net off ihr äjiene Leut!“.

Vor dem sensationellen Finale, zu dem sich alle Aktiven samt Prinzpaar und Gefolge noch einmal auf die Bühne begaben, hieß es: „Manege frei, der Vorhang fällt, de Hexenkessel würd zom Zirkuszelt“ und die Tanzgruppe „Owermagics“ bewiesen mit ihrer Choreografie „Welcome to our Crazy Circus“ dass sie durch intensives Training unter der Leitung von Sandra Finkenstein wieder einmal in Hochform waren. Dies galt auch für die „Highstone-Dancers“ die mit Steffi Schmitt die Choreografie „Alle tanzen aus der Reihe“ erfolgreich einstudiert hatten.

Die Akteure des Abends hatten wieder einmal alles gegeben, um ihr Publikum, das voll auf seine Kosten kam, glücklich zu machen! FRE

„Manege frei, der Vorhang fällt, de Hexenkessel würd zom Zirkuszelt!“

„Manege frei, der Vorhang fällt, de Hexenkessel würd zom Zirkuszelt!“

Mit ihrem zwerchfellerschütternden Sketch begeisterten die beiden „Babys“ Luci und Hannes, alias Ruth Franzen-Furch und Sohn Lukas

Mit ihrem zwerchfellerschütternden Sketch begeisterten die beiden „Babys“ Luci und Hannes, alias Ruth Franzen-Furch und Sohn Lukas

Mit einer bemerkenswerten Leistung glänzten die Kellbachfunken

Mit einer bemerkenswerten Leistung glänzten die Kellbachfunken

„Manege frei, der Vorhang fällt, de Hexenkessel würd zom Zirkuszelt!“

„Manege frei, der Vorhang fällt, de Hexenkessel würd zom Zirkuszelt!“

Die Kindergarde eroberte als wilde Wickinger-Horde wieder einmal die Herzen des närrischen Publikums im SturmFotos: FRE

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