Allgemeine Berichte | 13.04.2017, 13:30 Uhr

Universität Bonn

„March for Science“ in Bonn

Kundgebung für Wissenschaft und Forschung startet am 22. April auf der Hofgartenwiese

Bonn. Am Samstag, 22. April finden unter dem Titel „March for Science“ weltweit Kundgebungen für Wissenschaft und Forschung statt. Damit soll ein Zeichen gegen die grassierende Wissenschaftsfeindlichkeit gesetzt werden.

Auch in mindestens zwölf Städten in Deutschland soll demonstriert werden. Der „March for Science“ für das Rheinland wird in Bonn stattfinden. Dafür hat das Rektorat der Universität Bonn die Hofgartenwiese zur Verfügung gestellt. Die Veranstalter betonen, dass die Demonstrationen überparteilich und nicht von Institutionen getragen sind. Sie laden alle Menschen zur Teilnahme ein, nicht nur Wissenschaftler. Beginn ist um 12 Uhr; das Veranstaltungsende ist für 15 Uhr vorgesehen. Die Organisatoren des „March for Science“ wenden sich mit ihrer Aktion beispielsweise gegen die Leugnung des Klimawandels und anderer wissenschaftlich fundierter Erkenntnisse, Verschwörungstheorien wie die Deutung von Flugzeug-Kondensstreifen als „Chemtrails“ und die Behauptung „alternativer Tatsachen“ zu politischen Zwecken. Der Rektor Prof. Dr. Michael Hoch gehört zusammen mit zahlreichen weiteren Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Forschung zu den Unterstützern des „March for Science“. Er wird am 22. April auf der Hofgartenwiese dabei sein. Prof. Hoch sagt: „Die Bedeutung von Wissenschaft und Forschung für unsere Gesellschaft kann man nicht hoch genug bewerten.

Es ist Zeit, dafür ein Zeichen zu setzen. Darum unterstützen wir die Kundgebung am 22. April und stellen die Hofgartenwiese zur Verfügung!“ Die Hofgartenwiese ist ein symbolträchtiger Ort für die Kundgebung, denn hier fanden in den Siebziger und Achtzigerjahren große Massendemonstrationen statt. So versammelten sich hier im Oktober 1983 Hunderttausende, um für Frieden und Abrüstung und gegen den NATO-Doppelbeschluss zu demonstrieren. Ganz so voll wie damals wird es am 22. April wohl nicht werden. Wie viele Teilnehmer dem Aufruf tatsächlich folgen werden, ist schwer zu schätzen, da es keine Erfahrung von vergleichbaren Veranstaltungen gibt.

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