Allgemeine Berichte | 17.08.2016

Wachtbergs Vielseitigkeitsnachwuchs kann sich sehen lassen

Margaux Reuter: Eine hoffnungsvolle Nachwuchsreiterin

Margaux Reuter: Eine hoffnungsvolle Nachwuchsreiterin

Wachtberg. Gerade erst hat die 13-jährige Schülerin in Warendorf auf dem 11-jährigen Wallach Deininger mit dem Team Rheinland am Bundesnachwuchs Championat teilgenommen. Ein Turnier, bei dem die fünf besten Reiter aus den einzelnen Landesverbänden starten. Dieses Jahr haben es insgesamt 37 Junioren aus 14 Landesverbänden geschafft, dabei zu sein. Neben Dressur, Springen und Vielseitigkeit, mussten die Nachwuchsreiter/innen auch ihre Kenntnisse in der Theorie unter Beweis stellen und auch die körperliche Fitness musste im Rahmen eines 2000 Meter Laufs unter Beweis gestellt werden.

Seit wie vielen Jahren reitest Du?

Ich habe mit neun Jahren angefangen zu reiten, also reite ich nun seit vier Jahren.

Wie lässt sich das Reittraining mit der Schule vereinbaren?

Es geht. Direkt nach der Schule fahre ich nach Hause, mache meine Hausaufgaben und dann ab in den Stall.

Warum hast Du dich gerade für den Vielseitigkeitssport entschieden?

Das war eher Schicksal. Meine große Schwester ist bereits seit vielen Jahren in der Vielseitigkeit unterwegs und so hat sich das halt ergeben. Außerdem wird man in der Vielseitigkeit in allen reiterlichen Disziplinen gefordert.

Gibt es noch andere Hobbys?

Früher habe ich noch Tennis gespielt, aber seitdem ich so intensiv und turniermäßig reite, bleibt nicht mehr so viel Zeit für andere Hobbys. Man kann nicht zwei Sachen neben der Schule so ausgiebig durchführen.

Wie oft trainierst Du und wie sieht das Trainingsprogramm vor einem Wettbewerb aus?

Das Training ist schon hart, denn ich trainiere mindestens fünf Mal die Woche. Davon einmal Dressurtraining und einmal Springtraining, die restlichen Tage arbeite ich alleine mit den Pferden, sowohl in der Halle als auch im Gelände.

Wer trainiert dich?

In der Vielseitigkeit trainiert man die unterschiedlichen Disziplinen mit verschiedenen Trainern. Als Dressurtrainerin habe ich Uschi Thiebes und für das Springtraining Richard Dahl, bei dem im Stall auch unsere Pferde stehen. Es ist zwar kein Vielseitigkeitsstall, aber der Hausherr Richard Dahl steht mir mit Rat und Tat zur Seite, was sehr wichtig ist.

Im Gelände habe ich leider keinen festen Trainer, aber glücklicherweise unterstützt mich unser Landestrainer Jarno Debusschere.

Außerdem habe ich die Möglichkeit, an verschiedenen Lehrgängen teilzunehmen.

Seit einiger Zeit bist Du im Perspektivkader. Wie hast Du es geschafft, ins Team Rheinland zu kommen?

Ich konnte mich auf Sichtungsturnieren immer sehr gut platzieren und bekam somit die Möglichkeit im Kader mitzureiten.

Was war das für ein Gefühl, bei der goldenen Schärpe, so hoch platziert gewesen zu sein und wie viele Teilnehmer sind an den Start gegangen?

Es war ein mega tolles Gefühl und ich war wirklich sehr stolz auf unseren Deininger und auch auf mich. Immerhin bin ich Viertplatzierte von einhundert gewesen.

Kann man sagen, dass Du die beste Reiterin deines Alters in deiner Disziplin hier im Drachenfelser Ländchen bist?

Ich würde sagen, dass ich doch ganz gut für mein Alter bin.

Wie steht Deine Familie zu deinem Hobby?

Meine Eltern und meine Schwester unterstützen mich wo sie können und sind auch immer bei den Turnieren dabei.

Deine ältere Schwester Raquel ist ja auch eine sehr erfolgreiche Jungreiterin, reitet der Rest der Familie auch?

Ja, Raquel ist wirklich gut und ich bin sehr stolz auf meine Schwester. Meine Mama ist früher auch geritten. Mein Papa will es jetzt wieder versuchen. Mal sehen.

Wie viele Pferde hast Du?

Ich habe meine 13-jährige Stute TerraX und derzeit reite ich auch den 11-jährigen Wallach Deininger. Der gehört normalerweise meiner Schwester, aber die verbringt zurzeit ein Studiensemester im Ausland.

Hast Du bei einem Wettbewerb schon einmal Angst gehabt?

Ich glaube, wenn man in der Vielseitigkeit reitet, darf man keine Angst haben. Manchmal hab ich schon Respekt vor dem Gelände, aber nie Angst.

Wie baut man ein so großes Vertrauen zu seinem Pferd auf?

Das ist schwer zu erklären. Dadurch, dass ich viel Zeit mit und auf den Pferden verbringe, kennen wir gegenseitig unsere Schwächen und Stärken. Das verbindet.

Hat man noch ausreichend Zeit für das Privatleben?

Unter der Woche neben der Schule kaum. Am Wochenende, wenn kein Turnier ansteht, dann schon eher. Aber durch meine Schwester wusste ich ja, was auf mich zukommt.

Willst Du Profireiterin werden?

Nein, definitiv nicht.

Welche Zukunftsträume hast Du?

Zuerst einmal möchte ich mein Abi machen, dann eventuell studieren. Auf jeden Fall möchte ich der Vielseitigkeit treu bleiben und dann natürlich auch auf großen internationalen Turnieren starten

. BU

Margaux Reuter: Eine hoffnungsvolle Nachwuchsreiterin
Margaux Reuter: Eine hoffnungsvolle Nachwuchsreiterin

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Stellenanzeige - Dauerauftrag 2026
80 Jahre Sportverein 1946 Kripp e. V.
Heimersheimer Weinzeit, 14. – 15.08.26
Heimersheimer Weinzeit, 14. – 15.08.26
Heimersheimer Weinzeit, 14. – 15.08.26
Stellenanzeige Aushilfskräfte Weinlese
Sozialarbeiter/innen für den Allgemeinen
Imageanzeige
Empfohlene Artikel
Symbolbild.  Foto: ROB
4

Koblenz. Am Donnerstag, 13.08.2026, kam es im Anschluss an eine politische Veranstaltung in der Aachener Straße in Koblenz zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen zwei Personengruppen. Dabei wurden zwei Personen aus einer der Gruppen leicht verletzt. Eine medizinische Behandlung war nicht erforderlich. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Diese dauern derzeit an. Weitere Angaben können zum jetzigen Zeitpunkt nicht gemacht werden.

Weiterlesen

28

Der Deutsche Wetterdienst weist für fast ganz Rheinland-Pfalz ab Freitag die zweithöchste Waldbrand-Gefahrenstufe (Stufe 4 von 5) aus. Bereits jetzt liegt die Waldbrandgefahrenstufe vielerorts bei drei oder vier. Im gesamten Frühjahr hat es in Rheinland-Pfalz zu wenig geregnet. In der oberen Waldbodenschicht herrscht akuter Wassermangel. Die meisten hiesigen Waldbrände entstehen, weil Waldbesuchende unachtsam sind.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild.  Foto: ROB
593

Aus dem Polizeibericht

Einsätze für Feuerwehr und Polizei

Adenau. Am Mittwochabend (12.08.2026) wurde gegen 21:22 Uhr ein Vegetationsbrand an der Hohen Acht gemeldet. Unterhalb des Kaiser-Wilhelm-Turms brannte auf einer Fläche von rund 700 Quadratmetern Wald in schwer zugänglichem Gelände.

Weiterlesen