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Debütkonzert im Rheinhotel „Zum Anker“

Maria Daoud verzaubert Remagen

Über 100 Konzertgäste wurden live Zeugen einer musikalischen Metamorphose

28.01.2020 - 17:01

Remagen. Die Entwicklung von einer Raupe zu einem Schmetterling gehört zu den spannendsten Phänomenen in der Natur. Diese Metamorphose vollzieht sich in verschiedene Stadien und das Letzte davon, der Aushärtung von Flügel und Haut, dauert laut Lexikon fast zwei Stunden, bis sich schlussendlich ein junger Schmetterling zu seinem ersten Flug erhebt.

Am vergangenen Freitag konnten über 100 Konzertgäste live einer Art musikalischer Metamorphose beiwohnen. Innerhalb von zwei Stunden verwandelte sich die erst 16-jährige Maria Daoud auf der Bühne der „Havanna Bar“ von einer zurückhaltenden Schülerin in eben jene Vorbilder, deren Lieder sie sang: Amy Winehouse, Rihanna oder auch Elvis Presley und Michael Jackson.

Ihre bisherigen kürzeren Auftritte, u.a. als Kulturbotschafterin des Landes Rheinland-Pfalz im In- und Ausland ließen ihr großes Talent schon aufblitzen, doch wie würde sie ein erstes abendfüllendes Konzert gestalten? Diese Frage interessierte anscheinend sehr viele: Familie Wernscheidt, das Pächterehepaar des Rheinhotels „Zum Anker“ in dem dieses stattfand, kam ob des Besucherandranges vor dem Konzert aus dem Staunen nicht mehr heraus, eilig wurde der Zuhörerraum um Stehtische großzügig erweitert.

Der instrumentale Opener „The Chicken“ setzte direkt ein funkiges Ausrufezeichen der hervorragend aufgelegten und spielfreudigen sechsköpfigen Begleitband und heizte die Temperaturen in der aus allen Nähten platzenden „Havanna Bar“ schlagartig in tropische Bereiche. Als Maria dann im Stile einer Las-Vegas-Show die Bühne betrat, übernahm sie jedoch sofort das Kommando!

Mit „Valerie“ von Amy Winehouse, „Take me to church“ von Hozier und „Mercy“ von Duffy ließ sie das Publikum dabei kaum Atem holen, ehe es mit „Take a bow“ zum ersten Mal etwas ruhiger zuging. Und in den balladesken Momenten zeigte sich die ganze Wandlungsfähigkeit ihrer Stimme. Klang sie zuvor stellenweise rotzig-frech oder ertönte mit rockig-souligen Schmelz, so änderte sie sich in den Balladen in eine fragile Gebrechlichkeit, die unter die Haut ging. „War dort oben auf der Bühne wirklich der Teenager aus der Presseankündigung?“, fragten sich eine Vielzahl der Zuhörer verdutzt, nicht zuletzt auch aufgrund der charmant-witzigen Ansagen.


Gastmusiker Arnold Kocurek


Der polnische Gastmusiker Arnold Kocurek an der Gitarre ergänzte das Programm kongenial. Mit Ed Sheerans „Thinking out loud“ reüssierte er auch vokal mit einem Feature auf der Bühne, dem sich im weiteren Verlauf „Oh Jonny“ und der polnische Hit „Latwiej“ anschloss. Hierbei merkte das Publikum die Reife und Abgeklärtheit des auch erst 17-jährigen Gewinners eines polnischen Gesangswettbewerbes.


Starke Schlagzeugsoli


Den zweiten Teil eröffnete die Band, die ausschließlich aus aktuellen, einem ehemaligen Schüler und Lehrern des Franziskusgymnasium Nonnenwerth bestand mit Maceo Parkers „Pass the Peas“ instrumental. Valentin Bücherl zeigte hierbei, dass er nicht nur routiniert am Schlagzeug eine Band zusammenhalten, sondern auch auf höchstem Niveau zu improvisieren vermag. Nicht ohne Grund ist er Mitglied des Bonner Jugend Jazzorchester.

Arnold Kocurek spielte filigran wie George Benson an der Gitarre, Gerhard Halene die Posaune funkig im Stile eines Fred Wesley und Mark Braun, der von Hause aus eigentlich Cellist ist, solierte im Sinn eines jungen Jaco Pastorius` am E-Bass.

Auf diesem hohen Niveau blieb das Konzert und im Programm reihten sich nur noch Klassiker wie „Jailhouse Rock“ oder „Man in the Mirror“ bis zum finalen Höhepunkt. Zuerst sangen Maria und Arnold im Duett „Bauch und Kopf“ von Mark Forster bis Viktoria Manns am Klavier furios in Billy Joel „New York State of Mind“ einleitete, worauf die junge Vokalistin endgültig zum Flug über die Musikgeschichte abhob. Gefühlvolle Soli der Bläsersection mit Gerhard Halene an der Posaune und Jürgen Roth am Flügelhorn rundeten dieses letzte Stück ab.

Nach vehementen Zugaberufe sangen zu guter Letzt dann Publikum und Band zusammen „Hey Jude“ von den Beatles; in einer solchen Lautstärke, dass man es wahrscheinlich noch auf der anderen Rheinseite vernahm. Eines ist sicher: Von Maria Daoud und ihrer Band hat man nicht zum letzten Mal gehört!

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juergen mueller:
Ja - das Ordnungsamt ist viel mehr als nur "Knöllchen". Dafür braucht es auf dem Foto keiner mediengeiler politischer Vertreter, die keinen Anlaß auslassen, mit ihrer gestellten Anwesenheit darauf hinzuweisen, dass ohne sie nichts geht - ein Trugschluß, den noch nicht jeder begriffen hat. Man sonnt sich halt bei jeder Gelegenheit in Situationen, die anscheinend ohne künstlich politisch inszenierte Sonneneinstrahlung offensichtlich verblassen würden. Und die Farbe offenbart es dann doch - man bleibt halt "blass".
juergen mueller:
Wenn einem die Felle davon schwimmen, dann greift man halt nach etwas, was man mit seiner (un)sozialen Einstellung Jahrzehnte ganz einfach wissentlich ignoriert hat. Seit wann interessiert die SPD-Fraktion unter dem Fraktionsvorsitz von Lipinski-Naumann MENSCHEN mit niedrigen/mittleren Einkommen? Bisher konnten mit deren unverhohlenen Zustimmung Investoren ohne Rücksicht auf eine "soziale Quote" bauen auf Teufel komm raus. Diese plötzliche vermeintlich soziale Kehrtwende stinkt nur noch. Das einzig sinnvolle Instrument war bisher nur das, dessen Töne in den eigenen Kram passten. Diese Schleimer- u.Anbieterei um Wählerstimmen ist nur noch erbärmlich.
Marcel Iseke:
Die "jetzigen gefährlichen Einfahrten" sind dann nicht mehr gefährlich? Der Radweg muss einfach komplett freigegeben werden, für die Sicherheit unserer Fahrradfahrer, der Reduzierung des PKW Verkehrs, mehr Bewegung im Alltag, CO2 Reduktion und und und. Keine halben Sachen!!
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