Allgemeine Berichte | 01.06.2016

Sankt Sebastianus Bruderschaft Linz

Markus Prassel ist der neue Schützenkönig

Sascha Nixdof wurde beim Schützenfest an Fronleichnam mit 30 Ringen Scheibenkönig

Stolz präsentierte der Brudermeister der Linzer Sankt Sebastianus Schützenbruderschaft 1329, Uwe Prassel zum Abschluss des Schützenfestes an Fronleichnam vor Sankt Marien den Schüler-Scheibenprinzen Nico Kützner, den Vogel- und Scheibenprinzen der Jungschützen, Max Müller, seinen Sohn Markus Prassel als neuen Schützenkönig sowie Sascha Nixdorf als Scheibenprinzen. DL

Linz. Traditionell am Fronleichnamsfest feierte die Sankt Sebastianus Schützenbruderschaft 1329 Linz auf dem Kirchenvorplatz von Sankt Marien, auf dem das Funkencorps Blau-Wiess um Grillmeister Markus Zimmermann sowie die Köbese Yvonne Adams-van Beek und Thomas Balasus ab dem frühen Nachmittag dafür sorgten, dass die zahlreichen Gäste Kondition bis in die späten Abendstunden behielten. Während oben ausgelassen gefeiert und lebhaft Informationen ausgetauscht wurden, ging es auf der Schießanlage im Untergeschoss der Kirche konzentriert zur Sache, wurden dort doch die Prinzen der Schüler und der Schützen-Jugend sowie der Scheiben- und der Schützenkönig der Bruderschaft ermittelt sowie der Titel „König der Exkönige“ ausgeschossen.

Zunächst beaufsichtige Schießmeister Heribert Lodde, Schützenkönig in 2009, dort das Schießen des Nachwuchses. Jugend-Schützenprinz und damit Nachfolger von Eric Magnus wurde Max Müller mit dem 68. Schuss auf den Rumpf des Adlers. Damit aber nicht genug, erzielte er doch 27 Ringen beim Scheibenschießen, sodass er auch Scheibenprinz die Bunte Stadt am Rhein wurde und den Verein beim Jugendschieß-Wettbewerb des Bezirkes Linz-Neuwied vertritt. Mit dorthin fährt auch der Schüler-Scheibenprinz, Nico Kützner, der 26 Ringe erzielte. Die volle Ringzahl wie auch schon sein Vorgänger Helmut Buchholz, und damit das beste Ergebnis der Bruderschaft, fuhr Sascha Nixdorf ein.

Das erfuhren die Gäste des Schützenfestes aber erst am frühen Abend bei der Siegerehrung, zu der Brudermeister Uwe Prassel neben Präses Lothar Anhalt und Stadtbürgermeister Hans-Georg Faust auch den Präsidenten des zweiten Schützenverein der Bunten Stadt am Rhein, Benjamin Christen von den Linzer Jünglingen, begrüßen konnte. Im Gegensatz zu ihrem Schützenkönig Holger Spiller, den sie schon drei Wochen zuvor an Christi Himmelfahrt ermittelt hatten, hatten auch sie den Nachfolger von Benjamin Christen als Scheibenkönig, Rainer Nußbaum, an Fronleichnam ermittelt.

Kurzen Prozess hatten die Schützen am frühen Nachmittag mit ihrem Adler gemacht, den sie in Windeseile rupften. Schon mit dem 11. Schuss hatte Manfred Birrenbach den stolzen Vogel geköpft, mit dem 33 Schuss, abgefeuert von Alexander Schramm fiel der linke Flügel. Etwas mehr Widerstand leistet sein Pendant, das sich erst der Millenniums-Schützenkönigin und Königin der Ex-Könige 2015, Ute Runkel, nach weiteren 41 Schüssen ergab, bevor David Cosan mit dem 94. Schuss den Schweif zu Fall brachte und damit wie schon vor vier Jahren den Weg für das eigentliche Königsschießen frei machte. Als Termin festgesetzt für dieses wurde 18 Uhr, so das nicht nur die Gäste ihre Treffsicherheit unter Beweis stellen konnten, sondern auch die Ex-Könige der Bruderschaft beim Schießen um den Wanderteller der Ehemaligen, den Ilona Nixdorf mit dem 31. Schuss ergatterte.

Nicht nur die Schützenkönigin aus dem Jahr 2006 trat wie im Vorjahr zum Kampf um die Königswürde an, um ihren Lebensgefährten Hans Hinden zu beerben. „Ich kann es einfach nicht lassen“, gestand auch „Kaiserin“ Birgit Patz, die nach nur einem Jahr Pause erneut die Bruderschaft in vorderster Front repräsentieren wollte. Gegen diese beiden erfahrenen Schützinnen traten Nina Handke, Sascha Nixdorf, Hauptmann Jörg Kahlet, David Cosan sowie Markus Prassel und somit insgesamt sieben Königs-Aspiranten an, die Noch-König Hans Hinden mit dem ersten Schuss auf den Rumpf ins Rennen schickte. Danach musste auch er die Anlage verlassen, findet das Schießen auf den Rumpf doch traditionell in Linz unter Ausschuss der Öffentlichkeit statt, um so die Spannung bei der Siegerehrung zu gewährleisten.

Die herrschte spätestens auch auf dem Schießstand, als nach dem 39. Schuss, abgefeuert von Sascha Nixdorf, der Rumpf rapide gut sechs Zentimeter absackte, um im letzten Moment am sprichwörtlichen „seidenen Faden“, in Wirklichkeit an der Schraube hängen zu bleiben. Trotzdem dauerte es noch mehr als einen Durchgang, bis auf der Schießanlage um 18.26 Uhr gejubelt wurde, allen voran von Brudermeister Uwe Prassel, hatte doch sein Sohn Markus mit dem 47. Schuss den Rumpf zu Fall gebracht.

Dass dieser damit in die Fußstapfen seines Vaters getreten war, der sich als Schützenkönig 2008 den Titel eines „Schützenkaisers“ gesichert hatte, das erfuhren die Festgäste auf dem Kirchenvorplatz aber erst als krönenden Abschluss der Siegerehrung. Zunächst zeichnete Uwe Prassel ab 19 Uhr den Nachwuchs und die erfolgreichen Schützen des Bürger-Preisschießens aus, bei dem sich vor allem das angeblich schwache Geschlecht hervorgetan hatte. So war die Präsidentin der Großen Linzer KG, Yvonne Adams-van Beek, nur wegen des schlechteren Schussbildes (Teiler 96) bei 48 Ringen von dem Vorjahreszweiten, Stadtsoldat Josef Weber (Teiler 78), auf Rang sechs verwiesen worden. Dieser wiederum hatte Mario Köhler mit Teiler 21 an sich vorbeiziehen lassen müssen, der aber seiner Frau Sabrina den dritten Platz nicht streitig machen konnte, hatte diesen doch einen Ring mehr aus ihrem Konto. Dieselbe Punktzahl hatte Markus Ritter erreicht, aber mit einem erheblich besseren Trefferbild. 49 Ringe hatten Tanja Hutschenreiter schon 2013 zum Sieg gereicht. Dieses Jahr war sie aber ganz auf Nummer sicher gegangen und hatte fünf Mal genau ins Schwarze getroffen.

Beim Mannschafts-Schießen musste sich der Sieger 2012, die Schwere Artillerie, mit dem vierten Rang begnügen, waren die fünf Scharfschützen vom Stadtrat doch mit 231 Ringen ganz knapp um einen Zähler an ihnen vorbeigezogen. „Einen hervorragenden zweiten Platz belegt der Neuling, das Tanzcorps Rote Husaren mit 236 Ringen“, verkündete Uwe Prassel. Am treffsichersten aber waren Thilo Henz, Ansgar Nelles, Antonia Schreiber sowie Gaby und Andreas Willscheid vom Titelverteidiger, dem Funkencorps Blau-Wiess, dessen Kommandant Markus Zimmermann strahlend den Wanderpokal in den Abendhimmel recken konnte. „Im Gegensatz zum Vorjahr haben wir dieses Mal unsere Kräfte gebündelt, sodass unsere Damen, die 2015 hinter den Männern Platz zwei belegt hatten, unsere Mannschaft entscheidend verstärken konnten“, gestand er ein.

Dann endlich kam Uwe Prassel zum mit äußerster Spannung erwarteten Höhepunkt. „Nachfolger von unserem König, Hans Hinden, der uns zusammen mit seiner Königin Ilona Nixdorf im zurückliegenden Jahr toll repräsentiert hat, ist Markus Prassel“, verkündete er stolz unter dem Jubel der Festgäste den Erfolg seines Sohnes. Dem legte Hans Hinden die 1992 von Schuhmachermeister Josef Bauer gefertigte Lederschärpe mit den Königs-Silberplaketten sowie die Erweiterung der Königskette mit den drei große und neun kleine Wappen um, bevor er seinem Nachfolger auch das Königszepter überreichte. DL

Als erstes gaben Uwe Prassel und Schießmeister Heribert Lodde als Scheibenprinzen Sascha Nixdorf sowie Max Müller und Nico Kützner als Jugend- und Schüler-Scheibenprinzen bekannt.

Als erstes gaben Uwe Prassel und Schießmeister Heribert Lodde als Scheibenprinzen Sascha Nixdorf sowie Max Müller und Nico Kützner als Jugend- und Schüler-Scheibenprinzen bekannt.

Stolz präsentierte der Brudermeister der Linzer Sankt Sebastianus Schützenbruderschaft 1329, Uwe Prassel zum Abschluss des Schützenfestes an Fronleichnam vor Sankt Marien den Schüler-Scheibenprinzen Nico Kützner, den Vogel- und Scheibenprinzen der Jungschützen, Max Müller, seinen Sohn Markus Prassel als neuen Schützenkönig sowie Sascha Nixdorf als Scheibenprinzen. Fotos: DL

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