Allgemeine Berichte | 28.09.2021, 13:34 Uhr

Deutscher Bundeswehrverband - Ehemalige Soldaten, Reservisten, Hinterbliebene

„Masada wird nie wieder fallen“

Vortrag von Oberstleutnant a.D. Peter Willers

Oberstleutnant a.D. Peter Willers referierte in Meckenheim.Foto: privat
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Meckenheim. Der Regionalbeauftragte des Deutschen Bundeswehrverbandes, Oberstleutnant a.D. Hans-J. Unger freute sich, Oberstleutnant a.D. Peter Willers als Referenten bei der monatlichen Veranstaltung in Meckenheim begrüßen zu können. Nach seiner aktiven Dienstzeit als Soldat, die der Vortragende u.a. viele Jahre in Afrika und Asien und auf dem Balkan verbrachte, entschied sich Oberstleutnant a.D. Peter Willers, weiterhin für die Menschen da zu sein und, wo möglich, zu helfen. So engagierte er sich u.a. für die Minenräumung in diesen Regionen.

Nach seinem Wechsel in den Ruhestand blieb das Interesse an der Kultur, der Geschichte und am Reisen. Eine seiner Bildungsreisen führte ihn auch nach Israel. Der Aufenthalt dort motivierte den durch mehrere Buchveröffentlichungen bekannten Rheinbacher Autor, sich mit der wechselvollen Geschichte des Judentums in Europa und im speziellen in Deutschland zu beschäftigen.

Der Ruf „Masada darf nicht fallen“ ist gleichsetzbar mit der Aussage „Israel darf nicht mehr fallen“.

Er bezieht sich auf die Felsenfestung in der Judäischen Wüste die 72 n. Chr. an die Römer fiel. Masada ist zwischenzeitlich ein wichtiges Symbol für die Verteidigung des Landes aber auch ein von Touristen viel besuchter Ort.

In seinem Vortrag bearbeitete er die Zeit von der Römerzeit bis zum II. Weltkrieg. Der erste betrachtete Zeitraum, bis zu den Kreuzzügen, war von einem weitgehend friedvollen Zusammenleben in Europa geprägt. Beginnend ab ca. 1096 war die Lebenssituation der europäischen Juden sehr wechselvoll und oft erfolgten unverständlichen Grausamkeiten gegen sie. „Auch gab es immer wieder in dem für Juden schwierigen Umfeld sehr erfolgreiche Menschen, die für unser Land einen wesentlichen Betrag geleistet haben. Im 16. Jahrhundert waren es u.a. Josel von Rosheim und Michael von Derenburg. Im 18. Jahrhundert ist Heinrich Heine, der konvertierte, oder die Familie Rothschild zu nennen, aber auch geschichtsprägende Personen wie Henriette Herz und Dorothea von Schlegel, eine der führenden Berliner Salonnieren der Zeit. Nicht vergessen werden darf die große Zahl der Jüdischen Soldaten die im Ersten Weltkrieg für Deutschland ins Feld zogen.“

Leider war auch von den Verbrechen im Laufe des betrachteten geschichtlichen Zeitraums zu berichten. Hier von den letztlich dann alle zur Rechenschaft gezogenen Massenmördern wie Hans Rintfleisch (1298), Arnold von Uissigheim (gest. 1336) der als „rex Armleder“ in die Geschichte einging, oder die vom dem Lebkuchenbäcker Vinzenz Fettmilch (1614) angeführte judenfeindliche Revolte, um nur einige wenige zu benennen.

In der dem Vortrag folgenden Diskussion fand man schnell den Sprung in die Gegenwart. So berichteten einige Zuhörer, die selbst Reisen nach Israel unternommen hatten, übereinstimmend wie freundlich und zuvorkommend sie in Israel als Deutsche wahrgenommen wurden. Besonders begrüßt wurde auch, dass die Bundeswehr nun, neben den anderen Konfessionen, auch einen Rabiner für die Soldaten eingestellt habe.

Der Zuhörerkreis war betroffen aber auch begeistert von dem abwechslungsreichen und sehr informativen Vortrag.

Am Ende der Veranstaltung überreichte Hans-J. Unger ein kleines Präsent und dankte Peter Willers für den sehr interessanten Vortrag und die offene Diskussion.

Deutscher Bundeswehrverband

Kameradschaft: Ehemalige Soldaten, Reservisten,

Hinterbliebene

Regionalbeauftragter der

Region: Meckenheim, Rheinbach, Swisttal, Wachtberg

Oberstleutnant a.D. Peter Willers referierte in Meckenheim. Foto: privat

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