Allgemeine Berichte | 02.06.2020

Ausstellung in Koblenz

Max Jacoby – Leben und Werk eines jüdischen Fotografen

Koblenz. Seit der Wiederöffnung des Landesmuseums Koblenz auf der Festung Ehrenbreitstein ist dort die Ausstellung „Max Jacoby – Leben und Werk eines jüdischen Fotografen“ zu sehen, die gemeinsam mit dem Stadtarchiv Koblenz konzipiert wurde.

Max Jacoby wurde 1919 als Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie in Koblenz geboren. Das elterliche Textilgeschäft lag mitten in der Löhrstraße. Während Max Jacoby noch eine sorglose Kindheit verleben konnte, prägte die nationalsozialistische Verfolgungspolitik ab 1933 die Familien- und Firmengeschichte. 1937/38 sahen sich die Jacobys zur Emigration nach Argentinien gezwungen. 20 Jahre später kehrte Max Jacoby als Fotograf nach Deutschland zurück und wurde zu einem bekannten Bildreporter. 1987 erhielt er den Kulturpreis der Stadt Koblenz. Er starb 2009 in Berlin.

Die Ausstellung gibt nicht nur einen Einblick in das umfangreiche fotografische Werk Jacobys. Seine Lebensgeschichte wird eingebettet in die Geschichte des jüdischen Lebens in Koblenz von 1919 bis 1938. Eine beeindruckende Übersichtskarte von Koblenz dokumentiert zum Beispiel, wie groß und vielfältig der jüdische Anteil unter den Selbstständigen und Geschäftsleuten noch um 1935 war, als bereits viele Juden aus ihrer Heimat hatten fliehen müssen.

Die Ausstellung ist noch bis zum 6. September täglich von 10 bis 18 Uhr zu besichtigen.

Pressemitteilung der

Stadt Koblenz

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