Allgemeine Berichte | 14.04.2016

Der Sozialverband VdK – Kreisverband Neuwied fordert

Mehr Barrierefreiheit für Rheinland-Pfalz

Privatwirtschaft verpflichten und in barrierefreie Mobilität investieren

Kreis Neuwied. Barrierefreiheit muss stärker gefördert werden, sowohl in Rheinland-Pfalz als auch deutschlandweit. Das forderte der Sozialverband VdK zum Start seiner Jahreskampagne „Weg mit den Barrieren“. So müsse die rheinland-pfälzische Landesregierung barrierefreie Umbauten vorantreiben und finanziell unterstützen, besonders bei Privatanbietern wie Geschäften oder Arztpraxen. Das ergänze die bundespolitische VdK-Forderung, die Privatwirtschaft gesetzlich zu Barrierefreiheit zu verpflichten. „Bislang gilt Barrierefreiheit nur in öffentlichen Gebäuden und bei Neubauten“, so VdK-Kreisvorsitzender Hans Werner Kaiser. „Aber bestehende Gebäude bleiben außen vor! Das muss sich schnell und flächendeckend ändern.“

Darüber hinaus sei es wichtig, einen Schwerpunkt beim Thema „Mobilität“ zu setzen. Der Sozialverband VdK fordert von der Bundesregierung ein Investitionsprogramm von 800 Millionen Euro jährlich. 330 Millionen Euro davon sollten in den barrierefreien Umbau von Bahnhöfen fließen, zusätzlich zu den bislang dafür vorgesehenen Mitteln. „Dementsprechend müsste auch das Land seine Zuschüsse für barrierefreie Bahnhöfe verdoppeln“, betonte Hans Werner Kaiser. Außerdem sei es wichtig, barrierefreie Taxis landesweit einzurichten; das ließe sich gesetzlich festlegen. „Jeder Rheinland-Pfälzer sollte sich ein barrierefreies Taxi rufen können, wenn er es braucht.“

Drittens fordert der Sozialverband VdK Rheinland-Pfalz, das Landesgesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen zu ergänzen. „Barrierefreiheit muss ein Schwerpunkt werden bei der Ausbildung für Bauberufe sowie für Städte- und Verkehrsplaner“, so Kaiser, der auch Mitglied im Beirat für die Belange behinderter Menschen im Kreis Neuwied ist. „Der Trend geht zwar in die richtige Richtung, aber es gibt immer noch zu viele Fachleute, die von Barrierefreiheit kaum Ahnung haben. Dieses Problem muss man von der Wurzel her bekämpfen, nämlich direkt bei der Ausbildung, und zwar verpflichtend.“

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