ÖPNV für Lüftelberg wird verbessert
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Meckenheim. ÖPNV und Bauplanung waren die beherrschenden Themen in der jüngsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses. Bereits in der Sitzung vom 16. März dieses Jahres hatte Lüftelbergs Ortsvorsteher Siegfried Schwaner die Bitte geäußert, dass man die bestehenden Verbindungen von Lüftelberg in die Kernstadt einmal überdenken und überarbeiten solle.
Das Problem ist, dass viele Lüftelberger zum Einkaufen oder zum Arzt eher nach Rheinbach ausweichen statt nach Meckenheim. Die Verwaltung hat dies aufgegriffen und an den Rhein-Sieg-Kreis weitergeleitet. In der Konsequenz bedeutet dies eine Verstärkung in Form eines ganztägigen Angebotes der Linie 750 sowie eine Verkürzung der Linie 859, welche vorwiegend den Pendelverkehr zwischen Lüftelberg und dem Industriepark abbilden soll. Da sich dies alles kostenneutral umsetzten lässt, kann vorbehaltlich einiger Detailabstimmungen dieses Konzept spätestens zum Fahrplanwechsel Ende 2017 erfolgen. Hoch zufrieden zeigte sich Siegfried Schwaner (CDU) denn auch über diese schnelle Lösung und dankte hierfür ausdrücklich der Verwaltung. Er betonte, dass die nun umgesetzte Lösung zwar noch nicht optimal sei, aber eine deutliche Verbesserung darstellte. Barbara Heymann von der SPD lobte ebenfalls Siegfried Schwaner und bedankte sich für dessen Engagement, stellte aber klar, dass Veränderungen im ÖPNV stets eine „Never-Ending-Story“ darstellten. Hans-Erich-Jonen von der UWG sah den Vorschlag ebenfalls in die richtige Richtung, lediglich Dieter Seebens bemerkte etwas kritisch an, ob denn der Vorschlag nun das Gelbe vom Ei sei, würde sich erst in der Zukunft zeigen. Das Abstimmungsergebnis war jedenfalls sehr deutlich. Einstimmig ohne Enthaltungen nahm der Stadtentwicklungsausschuss diesen Vorschlag der Verwaltung an.
Auch der nächste Tagesordnungspunkt beschäftigte sich mit dem ÖPNV. Aufgrund von Fördermaßnahmen hat die RVK angeregt, dass verschiedene Haltestellen mit einer Informationsstele ausgerüstet werden sollen.
Die Kosten hierfür sind überaus überschaubar und im Vorfeld war auch abgeklärt worden, dass diese Investitionen auch trotz Haushaltssicherung durchgeführt werden können. Der Vorteil dieses Konzeptes liegt darin, dass hier keine aufwendige Verkabelung durchgeführt werden muss, sondern das ganze mit Hochleistungsakkus betrieben wird, die wohl auch mehrere Jahre halten. Stele an den Haltestellen bedeutet, dass in Echtzeit angezeigt wird, wann der nächste Bus tatsächlich kommt. Damit würden Verspätungen ebenso berücksichtigt wie die aktuelle Verkehrssituation. Aus Kostengründen möchte man jedoch damit nicht alle Haltestellen im Stadtgebiet ausrüsten, sondern vorwiegend die hoch frequentierten und Umsteigehaltestellen.
Hierzu hatte die Verwaltung eine Vorlage erarbeitet mit drei Prioritätsstufen. Diese richteten sich sehr stark nach den Fahrgastzahlen. Und so sollen diese Stelen am Meckenheimer Bahnhof, am Bahnhof Industriepark, Kirche/Seniorenhaus, Hauptstraße/Wormersdorfer Str., Le-Mee-Platz, Neuer Markt, Schulzentrum, Breslauer Straße, Rathaus, Merler Schleife und Zypressenweg aufgestellt werden. Ursprünglich hatte die Verwaltung vorgeschlagen, auch das Sportzentrum hier mit aufzunehmen, dieses wurde jedoch auf Wunsch aller Fraktionen in eine spätere Maßnahme zurückgestellt, da alle Politiker die Merler Schleife hier berücksichtigt haben wollten. Zustimmung zu dieser Maßnahme kam ebenfalls von allen Fraktionen, auch wenn die UWG hier kritisch hinterfragte, da ja nicht alle Haltestellen hiervon profitieren würden und wie sich die Stadt aufstelle, wenn Fördermittel hier auslaufen. Letztlich ging aber auch dieser Punkt einstimmig durch.
Dass im neuen Rathaus noch nicht alles richtig und gut funktioniert, das wurde bei dieser Sitzung ebenfalls mehr als deutlich. So hat die Mikrofonanlage ihre Tücken und die Frage, ob man jetzt die Taste acht oder neunmal drücken muss, bevor sie funktioniert, löste Heiterkeit aus und veranlasste den Technischen Beigeordneten Heinz-Peter Witt, kurzfristig zwei Handmikrofone zu organisieren. Während man hierüber noch scherzte, fand Oliver Neumann von der SPD es überhaupt nicht witzig, dass die Lüftungsanlage diverse Plätze im neuen Rathaussaal in einen Kühlschrank verwandelt, sofern man genau unter der entsprechenden Lüftung sitzt. Heinz-Peter Witt bestätigte, dass es hier gewisse Probleme noch in der Feinabstimmung des Hauses gebe und dass diese aber bekannt seien und kurzfristig abgestellt werden sollen. Da traf es sich gut, dass der Technische Beigeordnete Heinz-Peter Witt beim nächsten Tagesordnungspunkt, wo es um die Fortschreibung des Integrierten Handlungskonzeptes Altstadt ging, das Ergebnis der Bürgerversammlung vom vergangenen Dienstag vorstellen konnte, die Entwurfsplanung für die Klosterstraße/Glockengasse passierte den Ausschuss ebenso einstimmig wie der Abwägungs- und Satzungsbeschluss für den Unternehmerpark Kottenforst. Und der Aufstellungs- und Offenlagebeschluss für die Gartenstraße ging sogar ohne Diskussion durch. Erfreuliches hatte Heinz-Peter Witt ganz zum Ende der Sitzung unter dem Punkt Mitteilungen für die Politik und die Bürger zu verkünden. Denn die Deutsche Bahn hat der Stadt mitgeteilt, dass die Aufzüge an der neuen Unterführung am Bahnhof Meckenheim wohl bis Ende September fertig gestellt sind und dann auch in Betrieb gehen können.
STF
