Allgemeine Berichte | 07.08.2017

Initiative „behind the police“ will Polizei den Rücken stärken

Mehr Respekt und Wertschätzung für die Dienste der Polizei

Selbstgemaltes oder -gebasteltes und andere nette Kleinigkeiten der Bevölkerung werden an bestimmte Dienststellen verschickt.

Region. Der Polizeiberuf war immer gefragtes Ziel junger Menschen; er verspricht Abwechslung und Sicherheit. Doch inzwischen muss auch die Polizei offensiv um Nachwuchs werben, denn in einigen Bundesländern sind die Bewerberzahlen rückläufig. Ein Grund dafür mögen die begrenzten Karrierechancen sein, doch viel gewichtiger ist das schwindende Ansehen, das dem Berufsstand zusetzt. Das Image des Polizisten tendiert zum Prügelknaben der Nation. Sticheleien und Beleidigungen gehören für die Beamtinnen und Beamten inzwischen zum „Daily Business“, bei Großveranstaltungen haben es Gewalttäter regelrecht auf die Staatsdiener abgesehen. Bestes Beispiel war wieder der G 20-Gipfel vor wenigen Wochen, dessen traurige Bilanz neben der furchtbaren Verwüstung in Hamburgs Straßen knapp 500 verletzte Beamte vorzuweisen hatte. Geschützt durch die Anonymität der Masse setzen Gewalttäter ihrem Hass auf die Polizei keine Grenzen.

Austausch zwischen Polizei und Bürgern intensivieren

Inzwischen machen nicht mehr nur die Gewerkschaft auf die Zustände aufmerksam – auch in den Reihen der Bürgerinnen und Bürger regt sich etwas. Manuela Keck aus Linz hat Ende April diesen Jahres die Facebook-Gruppe „behind the police“ gegründet, die inzwischen auf stolze 280 Mitglieder, bestehend aus Bürgern und auch Polizeibeamten, angewachsen ist. Die Gruppe möchte mehr positive Resonanz in der Bevölkerung fördern sowie den Austausch zwischen Polizei und Bürgern intensivieren.

„Wir möchten, dass ein freundlicher Umgangston wieder die Regel ist und ein ‚Danke‘ nicht mehr fremd wirkt“, erläutert die Initiatorin der Gruppe Manuela Keck. Durch Kontakte innerhalb der Polizei und Gespräche mit Polizistinnen und Polizisten sei ihr aufgefallen, dass eine große Diskrepanz zwischen der öffentlichen und der internen Wahrnehmung entstanden sei. Keck möchte ihre Mitmenschen nun für die Schwierigkeiten, die der Polizeiberuf in diesen Zeiten mit sich bringt, sensibilisieren und erreichen, dass Polizisten in erster Linie als Menschen und nicht als wandelnde Unformen gesehen werden. Dabei belassen sie und ihre Mitstreiter es nicht bei der Facebook-Gruppe: Flyer und Handzettel haben sie bereits in Umlauf gebracht und mit ihrer besonderen Postaktion möchte die Initiative regelmäßig Polizeidienststellen überraschen. Hierzu sammelt die Initiative Selbstgemaltes oder -gebasteltes und andere nette Kleinigkeiten, die auf eigene Initiative aber auch auf Wunsch aus der Bevölkerung an bestimmte Dienststellen verschickt werden. Inzwischen beteiligen sich auch große Fußballvereine an der Aktion und stellen Organisationen wie „behind the police“ Dankesschreiben und Autogrammkarten zur Verfügung.

Initiative freut sich über weitere Mitstreiter

Regelmäßig trifft sich die junge Initiative, um Aktuelles zu Besprechen und neue Ideen zu entwickeln. „Wie jeder von uns hatte selbstverständlich auch ich schon Begegnungen mit der Polizei“, sagt Manuela Keck, „und ich haben sie als souveräne und freundliche Menschen kennengelernt“, begründet sie ihren Einsatz für die gute Sache und würde sich über zahlreiche weitere Mitstreiter freuen.

Weitere Infos sind erhältlich auf der Facebook-Seite „behind the police“. Interessierte können überE-Mail behindthepolice@web.de Kontakt zu der Initiative aufnehmen.

Selbstgemaltes oder -gebasteltes und andere nette Kleinigkeiten der Bevölkerung werden an bestimmte Dienststellen verschickt.
Neben der Facebook-Gruppehat die Initiative Flyer undHandzettel in Umlauf gebracht.

Neben der Facebook-Gruppe hat die Initiative Flyer und Handzettel in Umlauf gebracht.

Mehr Respekt und Wertschätzung für die Dienste der Polizei

Selbstgemaltes oder -gebasteltes und andere nette Kleinigkeiten der Bevölkerung werden an bestimmte Dienststellen verschickt.

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