Allgemeine Berichte | 02.01.2018, 14:22 Uhr

Bundesweite Eröffnung der 60. Aktion Dreikönigssingen in Trier

Mehr als 2.600 Sternsinger sorgen für segensreiche Premiere

Treffpunkt Porta Nigra: 2.659 Sternsinger feiern am Freitag, 29. Dezember, in Trier die bundesweite Eröffnung ihrer 60. Aktion Dreikönigssingen. Foto: © Ralf Adloff/Kindermissionswerk
144

Trier. Die Porta Nigra ist das bekannteste Wahrzeichen Triers und war am Freitag, 29. Dezember, die perfekte Kulisse für den Zug der Sternsinger durch die älteste Stadt Deutschlands: Mehr als 2.600 Kinder und Jugendliche feierten dort die Eröffnung der 60. Aktion Dreikönigssingen. Das Bistum Trier war zum ersten Mal Gastgeber der bundesweiten Auftaktveranstaltung.

Bischof Dr. Stephan Ackermann dankte im voll besetzten Dom den Kindern und Jugendlichen für ihr Engagement – auch wenn mal die Füße kalt seien oder die Türen verschlossen blieben. Er freute sich über die vielen Kinder und Jugendliche, die zusammen feierten. „Der Augenblick macht mich wirklich stolz. Es ist schön zu sehen, dass die Resonanz so stark ist“, sagte der Bischof von Trier. Er würdigte das Engagement der Sternsinger für Gleichaltrige in aller Welt. Bischof Ackermann, der als Kind selbst als Sternsinger unterwegs war, hatte für seine Nachfolgerinnen und Nachfolger noch einen Wunsch: „Meine Bitte geht mit dem Bewusstsein, Gott hat uns gesandt. Wir gehen im Auftrag Gottes und in der Nachfolge Jesu.“

Auch Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, dankte den Stersingern in ihrem Grußwort: „Ihr macht euch stark für andere Kinder auf der Welt, und ihr zeigt damit ganz vielen anderen, dass man immer auch etwas tun kann.“ Sie freue sich immer, wenn die Kinder den Segen in die Staatskanzlei brächten. Das sei für sie „Kraft und Ansporn“ für ihre Aufgaben.

2.659 Sternsinger und 867 Begleitende waren zur Eröffnung gekommen. Der Großteil der Kinder und Jugendlichen war aus allen Teilen des gastgebenden Bistums angereist. Zudem waren Gruppen aus den acht (Erz-)Bistümern Köln, Mainz, Speyer, Essen, Paderborn, Würzburg, Eichstätt, Passau mit dabei. Ursprünglich hatten die Organisatoren mit 1.400 Teilnehmenden gerechnet. „Es ist toll zu sehen, dass es so viele von uns gibt und dass es so eine Riesenaktion ist“, sagte die 16-jährige Sternsingerin Julia, die gemeinsam mit Magdalena (14), Helena (12) und Allegra (13) aus der Gemeinde St. Laurentius, Saarburg, unterwegs war.

2.659 Sternsinger und 867 Begleitende waren zur Eröffnung gekommen. Der Großteil der Kinder und Jugendlichen war aus allen Teilen des gastgebenden Bistums angereist. Foto: © Ralf Adloff/Kindermissionswerk

2.659 Sternsinger und 867 Begleitende waren zur Eröffnung gekommen. Der Großteil der Kinder und Jugendlichen war aus allen Teilen des gastgebenden Bistums angereist. Foto: © Ralf Adloff/Kindermissionswerk Foto: Ralf Adloff

„Ein ermutigendes und erfreuliches Ereignis“

Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident des Kindermissionswerks ‚Die Sternsinger‘, freute sich über die vielen Kinder und Jugendlichen, die die Eröffnung gemeinsam feierten: „Es war ein grandioser Eindruck, im Dom vor allem in diese wirklich vielen aufgeweckten Gesichter zu schauen, die funkelnden Kronen zu sehen und den tollen Gesang zu hören. Es ist ein ganz tolles Erlebnis, mit so vielen Sternsingern zusammen zu sein. Die bundesweite Eröffnung ist die Veranstaltung, wo am meisten Sternsinger zusammenkommen, und heute in Trier sind es besonders viele. Das ist ein ganz ermutigendes und erfreuliches Ereignis.“

Die aktuelle Aktion steht unter dem Motto „Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit!“. Über 150 Millionen Mädchen und Jungen auf der Welt müssen arbeiten, und Indien ist das Land mit den meisten arbeitenden Kindern weltweit. „In den Workshops wurde den Kindern heute noch mal deutlich, was Kinderarbeit für ihre Altersgenossen bedeutet. Sie haben erfahren, wie sinnvoll es ist, sich als Sternsingerinnen und Sternsinger zu engagieren. Arbeiten zu müssen heißt für Kinder, nicht lernen zu können, nicht frei spielen zu können und ihre Gesundheit aufs Spiel zu setzen. Die Sternsingerinnen und Sternsinger helfen dabei, dass diese Kinder wieder eine Perspektive bekommen“, so Pfarrer Dirk Bingener, Bundespräses des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). „Und auch wir können etwas gegen Kinderarbeit direkt und unmittelbar tun, indem wir zum Beispiel darauf achten, was wir für Produkte kaufen.“

Bischof Dr. Stephan Ackermann freute sich über die vielen Kinder und Jugendliche, die zusammen feierten. „Der Augenblick macht mich wirklich stolz. Es ist schön zu sehen, dass die Resonanz so stark ist“, sagte der Bischof von Trier. Foto: © Ralf Adloff/Kindermissionswerk

Bischof Dr. Stephan Ackermann freute sich über die vielen Kinder und Jugendliche, die zusammen feierten. „Der Augenblick macht mich wirklich stolz. Es ist schön zu sehen, dass die Resonanz so stark ist“, sagte der Bischof von Trier. Foto: © Ralf Adloff/Kindermissionswerk Foto: Ralf Adloff

Dankeschön an 160 Helferinnen und Helfer

Das Bistum Trier bereitete gemeinsam mit dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend, Diözesanverband Trier, und der Abteilung Jugend im Bischöflichen Generalvikariat die Eröffnung vor. „Wir freuen uns, dass die vielen Sternsingerinnen und Sternsinger und ihre Begleiter den Weg nach Trier gefunden haben und mit uns die 60. Aktion Dreikönigssingen eröffnet haben“, berichtete Susanne Kiefer, BDKJ-Diözesanvorsitzende. „Ein ganz großer Dank geht an unsere über 160 ehren- und hauptamtlichen Helferinnen und Helfer, die aus dem ganzen Bistum gekommen sind, um für alle Sternsingerinnen und Sternsinger diesen wunderschönen Tag zu ermöglichen.“

?Die Eröffnung startete am Morgen mit einer Begrüßung im Dom. Über Mittag beschäftigten sich die Kinder und Jugendlichen bei Workshops mit dem Thema Kinderarbeit und dem Beispielland Indien. Bischof Dr. Stephan Ackermann, Prälat Dr. Klaus Krämer, Pfarrer Dirk Bingener, Domvikar Matthias Struth, Diözesanjugendpfarrer im Bistum Trier, und Pfarrer Wolfgang de Jong, Diözesanjugendpfarrer im Bistum Passau feierten gemeinsam mit den Mädchen und Jungen den Gottesdienst. In Altötting im Bistum Passau wird die Aktion im nächsten Jahr eröffnet.

Prälat Dr. Klaus Krämer und Pfarrer Dirk Bingener eröffneten für die beiden Träger im Gottesdienst die 60. Aktion Dreikönigssingen offiziell. „Segen bringen, Segen sein – das ist euer Motto, mit dem ihr und 300.000 Kinder in ganz Deutschland Jahr für Jahr als Sternsinger unterwegs seid. Ihr alle hier gehört dazu: Die Kleinen und die Großen, die Sternsinger und die Begleiterinnen und Begleiter“, begann Pfarrer Bingener den offiziellen Teil der Eröffnung. „Gott schenkt uns Leben und Freude. Unter seinem Segen eröffnen wir jetzt alle gemeinsam die Aktion Dreikönigssingen 2018“, so Prälat Krämer weiter. Überall in Deutschland werden rund um den Dreikönigstag Kinder und Jugendliche als Sternsinger unterwegs sein.

Zum Abschluss des feierlichen Wortgottesdienstes kam es noch zu einer ganz besonderen Übergabe: Sternsinger der Pfarrgemeinde St. Martin aus Trier übergaben einen Staffelstern sechs Sternsingern des Pfarrverbands Hauzenberg im Bistum Passau. Bischof Dr. Stephan Ackermann und der BDKJ Trier hatten Mitte September für eine Premiere gesorgt. Erstmals wurde im Vorfeld einer bundesweiten Eröffnung ein besonderer Sternsinger-Stern auf die Reise durch das gastgebende Bistum geschickt. Wie ein Staffelstab wurde der Stern von Gruppe zu Gruppe weitergegeben. Insgesamt 63 Pfarrgemeinden und Sternsingergruppen nahmen den Stern in Empfang und gestalteten rund um dieses Aktionssymbol ihre Vorbereitung auf die Eröffnung in Trier. Die Reise des Sterns geht jetzt also weiter im Süden Deutschlands, wo in Altötting Ende des kommenden Jahres das Dreikönigssingen 2019 eröffnet wird.

Der Stern ist immer dabei: „Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit!“ so heißt das Motto der aktuellen Aktion Dreikönigssingen. Foto: © Ralf Adloff/Kindermissionswerk

Der Stern ist immer dabei: „Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit!“ so heißt das Motto der aktuellen Aktion Dreikönigssingen. Foto: © Ralf Adloff/Kindermissionswerk Foto: Ralf Adloff

Mehr als eine Milliarde Euro, mehr als 71.700 Projekte

Träger der Aktion Dreikönigssingen sind das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Seit ihrem Start 1959 hat sich die Aktion zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Mehr als eine Milliarde Euro wurden seither gesammelt, mehr als 71.700 Projekte und Hilfsprogramme für Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt. Bei der 59. Aktion zum Jahresbeginn 2017 hatten die Mädchen und Jungen aus 10.328 Pfarrgemeinden, Schulen und Kindergärten rund 46,8 Millionen Euro gesammelt. Mit den Mitteln fördert die Aktion Dreikönigssingen weltweit Projekte in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Pastoral, Ernährung, soziale Integration und Nothilfe.

Pressemitteilung Kindermissionswerk

Treffpunkt Porta Nigra: 2.659 Sternsinger feiern am Freitag, 29. Dezember, in Trier die bundesweite Eröffnung ihrer 60. Aktion Dreikönigssingen. Foto: © Ralf Adloff/Kindermissionswerk Foto: Ralf Adloff

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Titel 24H Notdienst
3. musikalische Weinprobe
Heimat aktiv erleben, Kreis AW
Heimat aktiv erleben
Heimat aktiv AW
Imageanzeige
Empfohlene Artikel
In ihrer Sitzung entschied die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Westerwald über förderwürdige Projekte zur Regionalentwicklung.
28

Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Westerwald hat in ihrer sechsten Sitzung der laufenden Förderperiode Landrat Klaus Lütkefedder zum neuen Vorsitzenden gewählt, nachdem Markus Hof den Vorsitz vorübergehend übernommen hatte. In dieser Sitzung beschloss die LAG die finanzielle Unterstützung von insgesamt acht regionalen Projekten mit einem Gesamtvolumen von 1,4 Millionen Euro. Mehr dazu im RegioMAGAZIN.

Weiterlesen

Luna Kahlenbach nahm ihren Preis aus den Händen von Bürgermeister Peter Jung entgegen. Auch Bibliotheksleiter Volker Trümper und Anna Lenz gratulierten der Gewinnerin.
27

Für Luna Kahlenbach hielt der diesjährige Lesesommer eine besondere Überraschung bereit: Bei der landesweiten Verlosung sicherte sie sich den vierten Preis. Neuwieds Bürgermeister Peter Jung überreichte der jungen Gewinnerin nun gemeinsam mit Bibliotheksleiter Volker Trümper und dessen Stellvertreterin Anna Lenz den Gewinn in der Neuwieder Stadtbibliothek. Mehr dazu im RegioMAGAZIN.

Weiterlesen

Traumpfädchen „Langscheider Wacholderblik“.
13

. In der Vordereifel wurden die beiden Traumpfädchen „Langscheider Wacholderblick“ und „Virneburger Burgblicke“ erneut als Premium-Spazierwanderwege ausgezeichnet. Diese erneute Zertifizierung durch das Deutsche Wanderinstitut e.V. bestätigt die hohe Qualität der Wege und würdigt das Engagement der örtlichen Wegepaten sowie der beiden Ortsgemeinden. Mehr dazu im RegioMAGAZIN.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Der Ahrpegel in Bad Bodendorf
1051

Bad Bodendorf. Der Ahrpegel Nr.8 am Sportplatz in Bad Bodendorf ist der letzte auf dem Weg der Ahr zur Mündung in den Rhein bei Kripp. Er wurde nach der Flut 2021 technisch auf den neuesten Stand gebracht. Die wechselnden Wasserstände (z.Zt 53cm) kann man jederzeit aktuell im INTERNET ansehen.Man sieht je nach Witterung interessante Verlaufsprofile.

Von Michael Zahrobsky aus Sinzig

Weiterlesen

Christuskirche vor der Sanierung
597

Christuskirche. Der Förderverein Christuskirche lädt seine Mitglieder zur bereits angekündigten außerordentlichen Mitgliederversammlung ein. Sie findet am 13. November um 18 Uhr im Gemeindesaal der Christuskirche statt. Der Vorstand bitte um zahlreiches Erscheinen, es geht nur um einen Tagesordnungspunkt von erheblicher Bedeutung: Die Auflösung des Vereins. Auf der letzten Jahreshauptversammlung kündigten...

Von Helmut Freise aus Andernach

Weiterlesen

Thomas Hille führte die Teilnehmenden fachkundig ins intuitive Bogenschießen ein,
291

Bei herrlichem Herbstwetter stand am Samstag, 24. Oktober, im Sportpark „Am Querweg“ eine etwas andere Sportart im Mittelpunkt. Gemeinsam mit dem erfahrenen Bogenschützen Thomas Hille hatte der SV Kripp zu einem Schnuppertag im intuitiven Bogenschießen eingeladen. Insgesamt 24 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, erste Erfahrungen mit Pfeil und Bogen zu sammeln und eine faszinierende Sportart kennenzulernen.

Von Sportverein 1946 Kripp e.V. aus Remagen

Weiterlesen