Kreppelkaffee der Kolpingsfamilie Nievern bietet Programm des ausverkauften Vorabends mit „Extras“
Mehr als eine Wiederholung
Nievern. Lange Zeit stand der Kreppelkaffee der Kolpingsfamilie Nievern im Schatten der vorabendlichen Veranstaltung. Traditionell gibt es am Sonntagnachmittag nach dem Kolpingball quasi die Wiederholung des abendlichen Programms, also die zweite Chance das meist ausverkaufte Programm zu sehen. Mittlerweile hat der Kreppelkaffee aber seine ganz eigene Fangemeinde, die den Sonntagnachmittag wegen seiner „sitzungstauglicheren Atmosphäre“ schätzt.
Zwei Veranstaltungen - doppelter Spaß
Das „Problem“ des Kolpingballs ist der Vorteil des Kreppelkaffees. Die Kolping-Ball-Fangemeinde am Samstagabend setzt sich aus zwei „Blöcken zusammen: der Feierfraktion und der eher dem Sitzungskarneval zugewandten Abteilung. Das passt nicht immer zusammen, tut der Stimmung am Samstagabend aber definitiv keinen Abbruch. Uneingeschränkt lässt sich aber ebenso feststellen, dass die Reden- und Büttenbeiträge am Sonntagnachmittag einfach ein noch dankbareres Publikum finden. Dabei bietet der in weiten Teilen ausgetauschte Elferrat neben Sitzungspräsident Peter Beisel nicht „nur“ das Vorabend-Programm - in diesem Jahr gab nur am Sonntag zum Beispiel auch Karnevalsschwergewicht Karl Krämer aus Lahnstein sein Stelldichein, der Nachmittagstermin erlaubt aber auch die Auftritte der kleinen Gardetänzerinnen. So eröffneten die Kolping-Tanzmäuse das Programm und auch die „Wilden Hühner“ aus dem benachbarten Fachbach, ernteten nach dem Besuch des Bad Emser Prinzenpaares Felix und Alexandra viel Applaus.
Spitzenprogramm lockte. Zahlreiche Gäste nach Nievern
Die Braut aus dem Westerwald (Anja Hewer), der Nieverner-Jung (Lars Hilgert) und auch der Meenzer Jung (Armin Roth) füllten den Wortanteil mit karnevalistischem Leben und die Lahnsteiner Gäste, die Showtanzgruppe Paletots mit „kölsche tön“ und die Garde vom COC wurden kräftig beklatscht.
Bevor aber die „lokal herös“ die Bühne enterten, erhielt Ortsbürgermeister Franz Lehmler den begehrten Pegasus Orden. Sitzungspräsident Peter Beisel dankte dem scheidenden Ortschef für den 32 Jahre währenden Einsatz für „seine“ Gemeinde. Lehmler versprach, der Kolpingsfamilie und dem Karneval in Nievern auch weiterhin verbunden zu bleiben und dankte sichtlich bewegt für die Auszeichnung.
Erstes tänzerisches Highlight der „lokal herös“ war die Showtanzgruppe „Kentucky Fight Ladys“, die mit ihrem Amazonentanz die Bühne an die statische Leistungsgrenze brachten. „Die Formation „HoT Chocolatier“ hauchte der Halle Piratenatmosphäre ein, bevor die „Lahnochsen“ mit ihrer Herzblattshow zum Highlight des Nachmittags wurden. Einen „spontanen“ Zwischenauftritt hatte übrigens „Andy sing a Song“, der Kultstar mit der Fransenlederjacke, hatte am Vorabend ein Kolping-Ballcomeback als Ersatz für den erkrankten Sänger der Saalkapelle, wurde für den Sonntag eigener Schlager-Programmpunkt. Für den tollen Abschluss sorgte das Showballett des Niederlahnsteiner Karneval Vereins, bevor Sitzungspräsident Peter Beisel zum großen Finale rief. Willi willig
Der Pegasusorden ging an den scheidenden Ortsbürgermeister Franz Lehmler. Sitzungspräsident Peter Beisel (Li.) dankte Lehmler für mehr als drei Jahrzehnte Einsatz für „seine“ Gemeinde.
