Allgemeine Berichte | 29.09.2016

Der Arbeitsmarkt im September

Mehr freie Stellen als in den Vorjahren

Arbeitslosigkeit sinkt nach den Sommerferien auf 5,3 Prozent

Kreis Neuwied. Auch in diesem Jahr belebt der positive Herbsteffekt den Arbeitsmarkt. 8.775 Menschen ohne Job und eine Arbeitslosenquote von 5,3 Prozent sind die September-Eckwerte in den beiden Landkreisen Neuwied und Altenkirchen. „Wie erwartet konnten vor allem jüngere Leute ihre Arbeitslosigkeit nach den Sommerferien beenden und eine Beschäftigung aufnehmen oder eine Ausbildung beziehungsweise ein Studium beginnen“, so Karl-Ernst Starfeld, Leiter der Neuwieder Arbeitsagentur. Dass der deutliche Rückgang um 354 Arbeitslose in erster Linie auf das Ferienende und die Ausbildungssituation zurückzuführen ist, zeigt die Tatsache, dass sich der Rückgang in diesem Monat stärker im Bereich der Arbeitsagentur (SGB III) abbildet. Dort sinkt die Zahl um 273. Im Bereich der beiden Jobcenter (SGB II) sind es nur 81 weniger arbeitslose Männer und Frauen. Die Quote bei den jugendlichen Arbeitslosen unter 25 Jahren liegt mit 4,2 Prozent unter den Werten der Vorjahre. Im September 2010 lag sie bei 4,9 Prozent, 2011 bei 4,5 Prozent, 2012 bei 4,8, 2013 bei 5,2, 2014 bei 4, 8 und im September des letzten Jahres lag sie bei 4,6 Prozent. Dieser Rückgang ist zum einen auf die rückläufigen Schülerzahlen zurückzuführen. Er ist aber auch das Ergebnis der erfolgreichen Bemühungen aller Protagonisten am Arbeitsmarkt mit einem stabilen Netzwerk zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit. „Unsere Berufsberatung vernetzt sich seit Jahren eng mit allen Akteuren und Institutionen, um die jungen Leute ihren Berufswünschen entsprechend in den Arbeits- und Ausbildungsmarkt zu integrieren. Zudem haben viele Arbeitgeber erkannt, welche Vorteile es hat, auch schwächeren Bewerbern eine Chance zu geben. Nicht zuletzt wirkt hier natürlich auch die gute konjunkturelle Lage am Arbeitsmarkt- und Ausbildungsmarkt“, erklärt Starfeld. Insgesamt schließt die Septemberstatistik mit einer Quote von 5,3 Prozent. Im August waren es noch 5,5 Prozent. Der Stellenmarkt in beiden Landkreisen ist nach wie vor stabil und die Nachfrage nach Arbeitskräften konstant. Zwar wurden im September weniger freie Stellen gemeldet als im Vormonat (-55). Vergleicht man aber den Stellenbestand, so bildet sich mit 2.467 sogar der höchste Wert seit 2010 ab. Davon sind alleine 933 Stellen in der Zeitarbeit, die Mitarbeiter für die Produktion und Fertigung im Auftrag von Firmen in der Region suchen. Die meisten freien Stellen gibt es im Verarbeitenden Gewerbe. Danach kommen die Berufsfelder Verkehr und Logistik sowie der Gesundheitsbereich. Der Ausbildungsmarkt ist auch im September noch stark in Bewegung. Die Berufsberaterinnen und Berater arbeiten derzeit mit großem Engagement in individuellen Gesprächen gemeinsam mit den Jugendlichen und versuchen, auch noch den sogenannten unversorgten Jugendlichen ein passendes Angebot zu machen. Die offiziellen Zahlen zum Ende des Ausbildungsjahres 2015/2016 werden Ende Oktober bekannt gegeben.

Frühzeitige Berufsorientierung

„Es zeigt sich jedes Jahr aufs Neue, wie wichtig eine frühzeitige Berufsorientierung ist. Nur wer rechtzeitig unterwegs ist, kann sich auch seinen Traumjob aussuchen. Neben der Berufsberatung bieten wir viele Angebote, die die Jugendlichen unterstützen, den richtigen Beruf für sich zu finden“, erklärt der Agenturleiter und weist damit unter anderem auf Veranstaltungen wie die Ausbildungsmesse ABOM in Altenkirchen oder die regelmäßigen Infoveranstaltungen aus der Reihe „BiZ am Donnerstag“ hin.

Workshop im neuen BiZ am 13. Oktober

„Auch unser neu gestaltetes und hochmodernes Berufsinformationszentrum BiZ bietet individuelle Möglichkeiten, sich zu informieren“, so Starfeld und lädt neben einem Besuch ins neue BiZ auch gleich zur nächsten Veranstaltung dorthin ein. Am 13. Oktober heißt es dort „Vorstellungsgespräch - (k)ein Problem“. Dieser ganztägige Workshop für Schülerinnen und Schüler mit praktischen Übungen beginnt um 9 Uhr und endet um 15.30 Uhr - eine Anmeldung ist dringend erforderlich.

Pressemitteilung

Agentur für Arbeit Neuwied

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