Die Wildkatze im Taunus und Westerwald
Mehr über die Lebensweise des scheuen Waldbewohners
Rhein-Lahn-Kreis/Westerwaldkreis. Am Mittwoch, 6. Februar laden der Naturpark Nassau zusammen mit dem BUND Rheinland-Pfalz und der Will und Liselott Masgeik-Stiftung alle Naturinteressierten zu einer Informationsveranstaltung „Die Europäische Wildkatze im Taunus und Westerwald“ ein. Der Vortrag beginnt um 18.30 Uhr im Bürgerhaus Nievern, Neustraße 9. Referenten des Abends sind die Projektleiterin des Totfundmonitorings zur Wildkatze in Rheinland-Pfalz vom BUND Ines Leonhardt und der Naturschutzreferent der Masgeik-Stiftung Philipp Schiefenhövel.
Seit Anfang 2008 beschäftigt sich die Will und Liselott Masgeik-Stiftung intensiv mit der Verbreitung der Europäischen Wildkatze im Westerwald. Im Jahr 2018 hat der BUND ein landesweites Totfundmonitoring gefördert durch das Umweltministerium Rheinland-Pfalz zur Wildkatze gestartet, das im Westerwald und Taunus von der Masgeik-Stiftung und dem Naturpark Nassau durchgeführt wird. Durch die Forschungsarbeit der Naturschutzorganisationen konnten die Kenntnisse über die Wildkatzen im Taunus und Westerwald stetig verbessert werden. Insgesamt liegen der Stiftung und ihren Mitstreitern für den Zeitraum von 2000 bis 2018 über 350 Wildkatzenmeldungen vor.
Bis Anfang des 19. Jahrhunderts kam die Wildkatze noch in fast allen größeren Waldgebieten des Westerwaldes und des Taunus häufig vor, was die damaligen Jagdstrecken belegen. Vor allem der Vordere und Untere Westerwald mit der Montabaurer Höhe und den Wäldern im Rhein-Lahn-Kreis und dem Landkreis Neuwied, sowie die zerklüfteten sonnenbeschienen Lahn- und Rheinhänge mit den strukturreichen Nebentälern waren Wildkatzengebiete. Die Populationsdichte ging in diesen Gebieten im Laufe des 19. Jahrhundert durch die intensive Bejagung aber auch durch die stärkere Bewirtschaftung der Wälder enorm zurück. In den flacheren gut zugänglichen Wäldern und den stärker landwirtschaftlich genutzten Regionen wurde die Wildkatze zu Beginn des 20. Jahrhunderts gänzlich durch die Jagd ausgerottet.
Wildkatze unterliegt dem Bundesjagdrecht, ist aber ganzjährig geschützt
Bis heute unterliegt die Wildkatze dem Bundesjagdrecht, ist aber ganzjährig geschützt. Durch die Unterschutzstellung und durch das Umdenken auf Seiten der Jägerschaft konnten sich die Bestände der Wildkatze seit Ende des 2. Weltkrieges langsam erholen. Heute haben die Wildkatzen vor allem mit dem zunehmenden Straßenverkehr zu kämpfen. Durch das landesweite Totfundmonitoring sollen besonders gefährliche Straßenabschnitte identifiziert und weitere Gefährdungsursachen für die Wildkatze analysiert werden. Diese und weitere Einblicke in das Leben der Wildkatzen und das Totfundmonitoring in Rheinland-Pfalz sollen auf der Informationsveranstaltung gegeben werden, zu der wir Sie hiermit recht herzlich einladen. Die Veranstaltung ist kostenlos, über eine Spende für unsere Arbeit freuen wir uns immer sehr
Pressemitteilung
Naturpark Nassau
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