Vocal- und Orgelkonzert von vier jungen Kirchenmusikern verzauberte die Zuhörer in der Pfarrkirche Sankt Peter und Paul
Mehrstimmige Lieder aus mehreren Jahrhunderten begeisterten
Remagen. Einen wunderschönen musikalischen Abend bot die katholische Kirchengemeinde Sankt Peter und Paul Remagen am Samstagabend in der Pfarrkirche. Mit Anna Rebecca Kreutz aus Zemmer, Henrik Hasenberg aus Bad Neuenahr, Julia Probst aus Saarlouis und Gina-Marie Lenzen aus Gerolstein hatten sich vier junge Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker aus dem Bistum Trier zusammengetan, um dem Publikum ein ganz besonderes Konzert zu bieten: ein Vocal- und Orgelkonzert mit Werken von Komponisten aus fünf Jahrhunderten. So reichten die dargebotenen Lieder und Orgelstücke von Johann Sebastian Bach über Josef Gabriel Rheinberger, Jean Langlais, Sonja Poorman, Jacob Arcadelt bis hin zu Charles Gounod und Edward Elgar. Den Auftakt gab „Toccata und Fugge d-moll BWV 565“ von Johann Sebastian Bach. Da füllte die Orgelmusik mit dem wohl bekanntesten Orgelwerk europäischer Kunstmusik wahrhaft den Kirchenraum mit seinem Toccata, dem Vorspiel oder Präludium, einer anschließenden vierstimmigen Fuge und dem Recitativo. Johann Sebastian Bach schrieb dieses Werk zwischen 1703 und 1707 in Arnstadt, also ein Jugendwerk von Bach. Abwechselnd sangen und spielten die jungen Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker an der kleinen Orgel im Altarraum, während die anderen sangen und das durchgängig mehrstimmig. Ein Werk aus dem 20. Jahrhundert gab es mit „Keinen Tag soll es geben“ von Thomas Quast, bevor das „Ave Maria“ von Jacob Arcadelt aus dem 16. Jahrhundert erklang. Von Kirchenmusiker Manfred Glowatzki sangen die vier Musiker und Sänger „Verleih und Frieden“, bevor sie von Carl Strommen, einem amerikanischen Komponisten, Musiklehrer und Dirigenten des 20. Jahrhunderts „On rising wind“ erklingen ließen. Zwei kurze Impulse zwischen dem musikalischen Programm setzte der leitende Remagener Pfarrer und stellvertretende Dechant Frank Klupsch, der eingangs auch die Begrüßung der Kirchenmusiker und Gäste übernommen hatte. Er erläuterte, dass die Menschen Bilder von Gott schaffen würden, die bis hin zum Tyrannen reichen würden. Vielmehr sei es so, dass Gott kein Feind sei. Gottes Sohn sei zu den Menschen gekommen, damit sie Leben in Fülle haben. Die Grundhaltung der Christen sei es, teilzuhaben. „Freut euch in der Hoffnung, seid geduldig in der Bedrängnis und beharrlich im Gebet“, führte Klupsch aus. Im Anschluss sangen die jungen Kirchenmusiker das „Ave Verum“ von Edward Elgar aus dem 19. Jahrhundert. Mit „Pasticcio“ von Jean Langlais gab es ein Musikstück auf der großen Orgel aus dem Beginn des 20. Jahrhunderts. Die weiteren Stücke wurden auf der kleinen Orgel im Altarraum begleitet. „God help the outcast“ von Alan Menken und Stephen Schwartz wurde ebenso glänzend dargeboten wie das „Ave Regina“ von Rheinberger und das „Da pacem Domine“ von Charles Gounod aus dem 19. Jahrhundert. Wunderschön auch das „You raise me up“ von Brendan Graham und Rolf Lovland. Den krönenden Abschluss eines tollen Konzerts, dass die Zeit wie im Fluge vergehen ließ, bildeten „O Haupt voll Blut und Wunden von Rheinberger, „Dona Nobis“ von Sonja Poormann und „May the Road rise to meet you“ von Lori True, bevor die Kirchenmusiker gemeinsam mit den Gästen „Bleib bei uns, Herr“ sangen.
Die vier jungen Kirchemusikerinnen und Kirchenmusiker hatten mit ihrem eindrucksvollen musikalischen Talent den Zuhörern einen wunderschönen Abend bereitet, ein angenehmes Herunterkommen aus dem sonst oft so hektischen Alltag.
AB
