Allgemeine Berichte | 17.12.2013

Eignungstest der Schreiner-Innung Ahrweiler in der Ahr-Akademie

„Meiner wird Schreiner“

Der Tischler - ein Beruf voller Freude und Lust am Material

Wie viel Spaß die Ausbildung zum Schreiner machen kann, wurde bei der letzten Lossprechungsfeier deutlich, bei der Robert Klein (rechts) seinem Nachwuchs gratulierte.privat

Kreis Ahrweiler. „Meiner wird Schreiner“, diesen Satz haben nicht wenige Eltern stolz verkündet, als sie Ihren Nachwuchs für das Schreinerhandwerk anmeldeten.

Doch eignet sich ein Jugendlicher für das Handwerk, das sich fast ausschließlich mit dem Naturprodukt Holz befasst und zu den Ältesten der Zünfte zählt - „Wo liegen meine Stärken und Schwächen“, auch das beschäftigt viele Jugendliche, wenn sie vor der Berufswahl stehen. „Interessiert mich die Arbeit mit und am Holz ganz besonders, was macht ein Tischler oder Schreiner überhaupt?“ Stellt sich ein junger Mensch diese Fragen, freut sich ein Meister im Kreis Ahrweiler ganz besonders: Robert Klein, Obermeister der Schreinerinnung. Die Innung gibt Antwort auf die Fragen, sie hat einen „Eignungstest“ ins Leben gerufen.

Robert Klein war in der kreisstädtischen Ahr-Akademie dabei, als neun interessierte Jugendliche an diesem Test teilnahmen. „Sie können jetzt viel besser beurteilen, was sie können und wo sie sich noch verbessern müssen und ob ihnen der Beruf Freude bereitet“, sagte der Obermeister. Der Test war speziell auf den Beruf des Tischlers ausgerichtet, erlaubt aber auch für alle Beteiligten generelle Aussagen. Neben Allgemeinwissen, Rechnen und Rechtschreibung standen für die Jugendlichen technisches Verständnis, räumliches Vorstellungsvermögen und Konzentrationsfähigkeit auf dem Prüfstand - Bereiche, in denen ein Tischler-Auszubildender fit sein sollte.

Zeitfenster zum Lösen der Aufgaben: eine Stunde. Insgesamt 100 Punkte konnte jeder Teilnehmer erreichen. Ab 45 Punkten lautete das Ergebnis: Bestanden - als Tischler prinzipiell geeignet. „Alle Jugendlichen konnten diese Sicherheit mit nach Hause nehmen“, bilanzierte Paul Adolf Knieps, Prüfungsausschussvorsitzender der Innung. „Wenn Leistung und Teamgeist stimmen, dann klappt’s auch mit der Tischler-Lehre. Unser Beruf ist zwar anspruchsvoll, aber nicht abgehoben und ein Dienst am Menschen“, formulierte der langjährige Ausbilder.

Wie sie abgeschnitten haben, erfuhren die Schüler in einem Zertifikat. Als oft erstes außerschulisches Zeugnis kann es bei Bewerbungen gute Dienste leisten. „Tischler-Betriebe kennen und schätzen den Eignungstest“, weiß der Prüfungsausschussvorsitzende. „Mit einem guten Ergebnis kann ein Bewerber punkten. Einsatz und Initiative zeigt die Teilnahme am Test auf jeden Fall.“ Wer klug ist, sollte sich allerdings nach dem Test zunächst für ein Praktikum bewerben, rät Thomas Nelles, stellvertretender Kreishandwerksmeister. Denn eines sei klar: „Nichts geht über eine Prüfung vor Ort.“

Die Schreiner-Innung Ahrweiler hatte ihren Test im Rahmen der bundesweiten „Woche des Eignungstests“ angeboten. 2003 ins Leben gerufen, wird diese Aktion jedes Jahr im Herbst vom Bundesverband und den Landesverbänden der Tischler und Schreiner organisiert. Ziel ist es, die freien Lehrstellen in den Betrieben des Gewerks möglichst passgenau zu besetzen und ein erstes Zusammenkommen von Auszubildenden und Meistern zu organisieren.

Wie viel Spaß die Ausbildung zum Schreiner machen kann, wurde bei der letzten Lossprechungsfeier deutlich, bei der Robert Klein (rechts) seinem Nachwuchs gratulierte.Foto: privat

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