Allgemeine Berichte | 20.07.2016

Kreisverwaltung Cochem-Zell - Arbeitskreis „Wohnen“

Menschen mit Behinderungen möchten selbstständig leben

Fragebogen führt Vermieter und Mieter zusammen

Mit dem Fragebogen der Kreisverwaltung soll ein erster Kontakt zwischen Mieter und Vermieter hergestellt werden.privat

Cochem. „Dass Menschen mit einer Behinderung selbstbestimmt leben können, ist uns eine Herzensangelegenheit“, betont Sozialdezernentin Anja Toenneßen im Rahmen eines Pressetermins in der Kreisverwaltung. Auch im Landkreis Cochem-Zell gibt es immer mehr Menschen mit Behinderungen, die ambulant betreut in einer eigenen Wohnung leben möchten. Viele positive Beispiele zeigen, dass dies keine Utopie ist und nicht jeder behinderte Mensch in einem Wohnheim leben muss. Die Wohnung in der Gemeinde erhält die sozialen Kontakte, sichert die Unterstützungsmöglichkeit durch Freunde und Familie und bereichert zudem das Gemeindeleben. Unterstützung erhalten die ambulant betreuten Menschen durch Fachdienste z. B. bei der Haushaltsführung sowie bei allen anderen Dingen des täglichen Lebens. Die Vermieter haben so immer einen verlässlichen Ansprechpartner. „Wir möchten uns dafür einsetzen, dass jeder so wohnen kann, wie er möchte. Auch Menschen mit einer Behinderung sollen alle Möglichkeiten offen stehen“, macht die Sozialdezernentin deutlich. „Leider ist es immer schwieriger, geeigneten und bezahlbaren Wohnraum zu finden“. Um dem entgegenzuwirken, möchte der Steuerungskreis zur regionalen Teilhabeplanung, in dem sich alle regionalen Einrichtungen der Behindertenhilfe und die Kreisverwaltung Cochem-Zell zusammengeschlossen haben, mögliche Vermieter und zukünftige Mieter zusammenbringen. Karlheinz Saage, Direktor Heime des Landeskrankenhauses, führt aus: „Leider ist die Hemmschwelle bei vielen Vermietern noch sehr groß. Daher möchten wir potenziellen Vermietern aufzeigen, dass es durchaus attraktiv sein kann, eine Wohnung an einen behinderten Menschen zu vermieten.“ „Um den Erstkontakt zwischen Mieter und Vermieter herzustellen, hat der Arbeitskreis „Wohnen“ des Steuerungskreises nun einen Fragebogen entwickelt. Dieser kann sowohl von Menschen mit Behinderungen, die eine eigene Wohnung suchen, als auch von Vermietern, die bereit sind, ihre Wohnung an behinderte Menschen zu vermieten, genutzt werden“, erklärt Saage. Abgefragt werden persönliche Daten der Mieter und Angaben zum Objekt. Auch persönliche Wünsche und Bedürfnisse, z. B. ob Barrierefreiheit erforderlich ist, werden erfragt. Die Daten werden nicht veröffentlicht, sondern ausschließlich an wohnungssuchende Menschen mit Behinderungen, die betreuenden ambulanten Fachdienste und die Vermieter weitergegeben. Andrea Emschermann, Leiterin des Gemeindepsychiatrisches Zentrum der Bethesda St. Martin gGmbH in Cochem erläutert: „Wir erfinden das Rad ja nicht neu. Bereits seit mehr als 20 Jahren werden Menschen mit Behinderung ambulant betreut. Ebenso lange dauern einige Mietverhältnisse an, was für eine gute und enge Zusammenarbeit spricht. Wir möchten diese Möglichkeit in das Bewusstsein der potenziellen Vermieter rufen und dafür werben“.

Interessierte finden den Fragebogen auf der Homepage der Kreisverwaltung unter www.cochem-zell.de/teilhabeplanung unter der Rubrik „Wohnen“. Er kann aber auch telefonisch aufgenommen werden. Zentrale Ansprechperson bei der Kreisverwaltung Cochem- Zell ist Ellen Weinem, Tel. (0 26 71) 61 - 3 02, E-Mail: ellen.weinem@cochem-zell.de.

Pressemitteilung

Kreisverwaltung Cochem-Zell

Mit dem Fragebogen der Kreisverwaltung soll ein erster Kontakt zwischen Mieter und Vermieter hergestellt werden.Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Thomas Sebastian Napp: Ich kann der Gemeinde zu dieser Aktion nur gratulieren. Vor allem den Bauhofmitarbeitern muss ich hier ein Lob aussprecheb. Gleichzeitig kann ich es nicht verstehen, dass eine große Naturfläche auf dem...
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
Kreishandwerkerschaft
Dauerauftrag 2025
Fahrer gesucht (m/w/d)
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Maschinenbediener, Staplerfahrer
Kreishandwerkerschaft - Anzeige Pool
Kreishandwerkerschaft
PR-Anzeige
Stellenanzeige Personalreferent/in
Empfohlene Artikel
Die Wandergruppe an der AhekapelleFoto: privat
8

Merzbach. Nach der Begrüßung an den Tennisplätzen durch die Wanderführerin Edeltraut Bongartz ging die Fahrt nach Nettersheim. Der Weg führte vorbei an zwei historischen Kalkbrennöfen bis zum idyllisch gelegenen Römerweiher. An der Urft entlang ging es bis zum spätrömischen Kastell. Von dort wanderte die Gruppe ins Genfbachtal, wo an einem schönen Picknickplatz mit überdachter Hütte Rast gemacht wurde.

Weiterlesen

Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2301

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Unfallstelle.
441

Die Frau verlor in einer Kurve die Kontrolle über das Fahrzeug

06.04.: 32-Jährige stirbt bei schwerem Motorradunfall

Isselbach. Am 6. April 2026, etwa um 14:50 Uhr, kam es auf der Landstraße 313 in der Nähe von Isselbach zu einem tragischen Verkehrsunfall, bei dem eine 32-jährige Motorradfahrerin aus dem Westerwaldkreis tödlich verunglückte.

Weiterlesen

Die gesamte Gruppe mit Kindern, Jugendlichen und Leiterteam im diesjährigen Freizeit-T-ShirtFoto: privat
7

Gemeinschaft und Spaß: Schützenjugend erlebt intensive Ferientage

Vier Tage voller Erlebnisse: Osterfreizeit begeistert erneut

Altendorf-Ersdorf. Vom 28. bis zum 31. März 2026 erlebten 20 Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 16 Jahren vier ereignisreiche Tage im Landschulheim in Berg-Freisheim. Unter der Leitung von Jungschützenmeister Christian Klein fand dort die diesjährige Osterfreizeit der St. Sebastianus Schützenjugend Ersdorf-Altendorf statt. Auch in diesem Jahr nahmen wieder zahlreiche Nichtmitglieder teil, was die Offenheit und Attraktivität des Angebots unterstreicht.

Weiterlesen

Monatliche Anzeige
Dauerauftrag 2026
Rund um´s Haus
Rund ums Haus
Kreishandwerkerschaft
Kreishandwerkerschaft
Innovatives rund um Andernach
Doppelseite PR/Anzeigen
Rund ums Hause Mayen/Mendig
Anlagenmechaniker
Osterangebot
Container Anzeige
First Friday Anzeige März
Innovatives rund um Andernach
Stellenanzeige
Anzeige Lange Samstage
Unterstützeranzeige
Stellenanzeige Kita