Remagener Freizeitbad lockte in dieser Saison bis einschließlich 13. August 79.308 Gäste ins kühlende Nass
Menschen trotzten der enormen Hitze
Die Rekordmarke aus dem Jahr 2003 mit 82.605 Besuchern wird in den nächsten Tagen geknackt sein
Remagen. Mehr als zufrieden ist derzeit der Badleiter des Remagener Freizeitbads, Michael Dillenberger. Die Hitzewellen mit hochsommerlichen Temperaturen in den vergangenen rund sieben Wochen und sommerliche Temperaturen auch schon früher im Jahr bescheren dem Remagener Freizeitbad in diesem Jahr einen Rekordbesuch. Der Besucherrekord von 82.605 Besuchern aus dem Hitzesommer 2003 wird definitiv geknackt. In den Zahlen sind die Zahlen der unter 5-jährigen Kinder, die kostenlos das Schwimmbad nutzen können, nicht mit dabei. Wie der für das Bad zuständige Marc Göttlicher von der Stadtverwaltung auf Anfrage mitteilte, waren an Einnahmen durch Eintrittsgelder rund 125.000 Euro eingeplant. Am Montagmorgen lagen die Einnahmen für dieses Jahr bei rund 200.000 Euro. „Wir werden zwar sicher kein Plus machen, aber durch die hohen Besucherzahlen können wir das Defizit sicher reduzieren“, so Göttlicher.
Bei dem vielen Besuch von Badegästen hatten Dillenberger, der Badleiter und Fachangestellte für Bäderbetriebe, die Fachangestellte für Bäderbetriebe, Martha Wadolny, die drei Rettungsschwimmer Markus Stiehm, Dirk Werner und Manfred Nett sowie die beiden Rettungsschwimmer-Aushilfen Jacqueline Eckstein und Martina Rohe wirklich alle Hände voll zu tun. Ebenso wie die fünfköpfige Kassencrew von der Fachhochschule und die zwei Reinigungskräfte. „Und dennoch konnten wir uns über durchweg zufriedene Badegäste freuen“, zeigt sich auch Badleiter Dillenberger sehr zufrieden. „Wir haben ein tolles Publikum und bekommen viel gutes Feedback, wenn es auch hier und da etwas schwierigere Gäste gibt. Das freut das Team und mich, bedeutet es doch auch, dass wir gute Arbeit leisten“, so Dillenberger. Und auf sein eingespieltes Team lässt Dillenberger wirklich nichts kommen, denn: „Was ist ein Badleiter ohne ein gutes Team? Mein Team hat in den vergangenen sechs Wochen wirklich eine Wahnsinnsarbeit geleistet“, ist Dillenberger stolz auf seine Mannschaft.
Nicht die großen Besucherspitzen hätten die hohe Besucherzahl gebracht, sondern die durchgängig hohen Besucherzahlen. Der stärkste Besuchertag sei der 26. Juli mit 2409 Besuchern gewesen. Spätestens am Dienstag wird die Marke von 80.000 sicher geknackt gewesen sein, denn es sind für dieses Jahr allein 560 Jahreskarten für das Schwimmbad verkauft worden, 313 für Erwachsene und 247 ermäßigte Jahreskarten. Außer üblichen kleineren Wehwehchen, in diesem Jahr gab es unendlich viele Wespenstiche, habe es glücklicherweise auch keine schlimmeren Unfälle gegeben. „Wir tun alles dafür, dass dies auch so bleibt“, so Dillenberger.
Was dem Fachmann aber schon Sorge macht, ist, wenn kleinere Kinder unbeaufsichtigt und ohne Schwimmhilfen allein im Bad unterwegs sind. „Immer noch sehr gut an kommt auch das neue Planschbecken. Der Zuspruch von Eltern mit Kleinkindern ist hier recht hoch“, freut sich Dillenberger.
Aufgrund der vielen Sonnenstunden in der bisherigen Badesaison konnten durch die Absorberanlage auf dem Dach des Schwimmbads auch viele Kubikmeter Gas gespart werden, das benötigt wird, um das Badewasser auf Temperatur zur bringen. Auch Energie konnte in den vergangenen Wochen gespart werden, denn die rund 30 Kilometer langen Schläuche der Absorgeranlage auf dem Dach des Schwimmbads sorgen an sonnigen Tagen für die Wassertemperatur.
Und das Schwimmen im Schwimmerbecken war auch an Hochbetriebtagen absolut möglich. Scharen von Menschen genossen sowohl im Schwimmerbecken als auch im Spaßbecken das kühle Nass an den Beckenrändern. Durchweg Hochbetrieb war an heißen Tagen an der Riesenrutsche sowie auf den Sprungbrettern am Springerbecken zu verzeichnen. Dicht an dicht ging es auch in den Nichtschwimmerbereichen des Schwimmerbeckens und des Spaßbeckens zu. Und dank der sehr großzügigen Außenanlage mit viel Schattenplätzen genossen die Gäste bisher auch die riesige Liegewiese. Im wahrsten Sinn alle Hände voll zu tun war an den heißen Tagen auch im Skabo-Biergarten sowie im Kiosk. Rainer Linden und sein Team konnten wirklich bei sengender Hitze die Hände fliegen lassen, um den Ansturm der hungrigen und durstigen Gäste zu bewältigen. Und wenn das Schwimmbad am 2. September oder auch eventuell eine Woche später für dieses Jahr seine Pforten schließt, heißt es nach den Aufräumungs- und Wartungsarbeiten für die Crew erst einmal Urlaub machen. Den hat sich die Crew dann sicher auch verdient. Anschließend geht es dann wieder ins Bad, denn bis zum nächsten Jahr muss das Bad winterfest gemacht werden. Zudem werden dann wieder Restaurierungen in Eigenarbeit geleistet, um den Besuchern des nächsten Jahres wieder ein Top-Schwimmbad zu bieten. AB
Sprungturm und Wasserrutsche locken den Nachwuchs an.
Jede Menge Platz bietet die riesige Wiese.
