Allgemeine Berichte | 13.02.2019

Theater-AG der Realschule plus und FOS Kaisersesch überzeugte

Menschenverachtendes „Mobbing“ angeprangert

Zeitgemäßes Theaterstück zeigt erschreckend realistisch, wie brutal emotionaler Druck unter Schülern ausgeübt wird

Mobbing in der Schule. Die Theater-AG der Realschule plus und FOS Kaisersesch vermittelt bei ihrem Stück eine warnende Message. Fotos: -TE-

Kaisersesch. Dass man dem menschenverachtenden Mobbing nicht nur am Arbeitsplatz, sondern bereits in der Schule begegnet, das zeigen die Schüler und Schülerinnen der Theater AG von der Realschule Plus und FOS in ihrem Theaterstück „Bad Girls“ deutlich auf. Unter der Regie von Barbara Heege und Andreas Heinrich sowie der Choreografie von A. Pulger, spielen die jungen Laiendarsteller erschreckend authentisch die tagtäglichen Beleidigungen, Anfeindungen, Ausgrenzungen bis hin zur (gespielten) Körperverletzung schon in der Schule nach. Es beginnt schon im Elternhaus, wo die Erzeuger der coolen Mädels bereits Probleme mit deren Einstellung bezüglich angepasster Schulkleidung und Aussagen gegenüber anderen Mitschülern haben.

Verzogen, sollte man meinen, doch die „Coolen“ leben einfach in ihrer eigenen Welt, die von Egoismus und Selbstdarstellung ohne Rücksicht auf andere Menschen geprägt ist. Jessy, Juli und Tessa haben sich diesbezüglich in der Schule als Clique zusammengefunden und bestimmen, was und wer „in“ ist. Vera, Nora und Clarissa sind es ihrer Meinung nach nicht und werden deshalb von besagtem „Ego-Trio“ wo und wann immer es geht gemobbt. Warum? „Weil sie eben in deren Augen sogenannte „Opfer“ sind. Als solche werden sie tagtäglich in den unterschiedlichsten Formen von den Coolen tyrannisiert, indem sie sich Gemeinheiten anhören und Schikanen erdulden müssen.

Das reicht bspw. vom gestellten Bein im Unterricht, über ein „abgezogenes“ Armband, bis hin zu einem verwüsteten Zimmer auf der Klassenfahrt. Die Ideen der Coolen hinsichtlich ihres Mobbings gegenüber den Mitschülerinnen scheinen nicht auszugehen und gipfeln gar in wüste Drohungen mit empfindlichem Übel.

So eingeschüchtert, haben die Opfer auch Angst sich dahingehend Eltern oder Lehrern anzuvertrauen. „Uns glaubt doch keiner“, ist die einhellige Einstellung der Gemobbten. Der Zufall kommt ihnen zur Hilfe, als die Lage auf einem Schulball eskaliert. Das miese Spiel des „Ego-Trios“ fliegt auf und sie werden der Schule verwiesen. Ein zeitgemäßes Theaterstück mit warnender Message und hervorragend agierenden Akteuren. TE

Im Rahmen der Aufführung konnte auch Tanzensemble der Theater-AG mit einigen flotten Beiträgen erfreuen.

Im Rahmen der Aufführung konnte auch Tanzensemble der Theater-AG mit einigen flotten Beiträgen erfreuen.

Das Trio der Coolen lebt in einer eigenen Welt, die von Egoismus und Selbstdarstellung ohne Rücksicht auf andere geprägt ist.

Das Trio der Coolen lebt in einer eigenen Welt, die von Egoismus und Selbstdarstellung ohne Rücksicht auf andere geprägt ist.

Die gemobbten Schüler/Innen haben auch im Rahmen des Unterrichts Angst, sich irgendeinem Lehrer anzuvertrauen.

Die gemobbten Schüler/Innen haben auch im Rahmen des Unterrichts Angst, sich irgendeinem Lehrer anzuvertrauen.

Mobbing in der Schule. Die Theater-AG der Realschule plus und FOS Kaisersesch vermittelt bei ihrem Stück eine warnende Message. Fotos: -TE-

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