Beim Gewerbeverein Wachtberg endet eine Ära
Michael Geppert übergab nach 23 Jahren an der Spitze den Vorsitz an Kai Birkner
Generationenwechsel im Vorstand des Gewerbevereins – Rückblick auf gut zwei erfolgreiche Jahrzehnte mit zahlreichen erinnernswerten Ereignissen
Niederbachem. Eine Ära ging zu Ende beim Gewerbeverein Wachtberg, denn bei der Mitgliederversammlung kandidierte der Gründungsvorsitzende Michael Geppert nach 23 Jahren an der Spitze des Vereins nicht mehr für das Amt. Zu seinem Nachfolger wählten die Mitglieder einstimmig enewa-Geschäftsführer Kai Birkner.
Bei der Gründungsversammlung am 28. März 1996 war Geppert von den 24 Gründungsmitgliedern zum Vorsitzenden gewählt worden. „Dieses Amt habe ich nun mehr als 20 Jahre lang ausführen dürfen. Wir haben in dieser Zeit viel bewegt, und ich selbst habe viele Freundschaften gewonnen.“ Doch nach reiflicher Überlegung habe er sich schweren Herzens dazu entschlossen, nicht mehr für das Amt des Vorsitzenden zu kandidieren. Der Immobilienmakler habe so viele Neubau-Projekte wie noch nie vor zu betreuen und wolle zudem die Firma für die Übergabe an seinen Sohn vorbereiten. Das erfordere seine ganze Kraft.
Das Feld ist gut bestellt
„Das Amt hat mir immer sehr viel Freude bereitet, auch wenn es zum Teil mit einem hohen zeitlichen Aufwand und einem nicht unerheblichen Arbeitspensum verbunden war“, blickt er zurück. Er habe in dieser Zeit sehr viel gelernt und aus dem Amt sehr viel persönliche Stärke mitgenommen. Er wolle auch künftig den Vorstand weiterhin voll unterstützen, wenn sein Rat gefragt sei.
Er sah das Feld gut bestellt, denn aus den anfangs 24 Mitgliedern wuchs die Zahl auf zeitweise mehr als 100, derzeit sind etwa 80 Unternehmer Mitglied des Gewerbevereins. Er könne auf zahlreiche erfolgreiche Veranstaltungen zurückblicken, die er gemeinsam mit seinem Vorstandsteam auf die Beine gestellt habe. „Wir haben immer sehr kollegial zusammengearbeitet, waren immer ein Team und hatten nie Streitereien“, lobte er seine Mitstreiter. So habe man insgesamt zehn Gewerbeschauen durchgeführt, die ersten beiden im Schulzentrum Berkum, danach in der heutigen Wachtberger Mitte, als da noch „grüne Wiese“ war. Der Erfolg war so groß, dass es mitunter an den Ausstellungsständen und im großen Zelt richtig eng wurde, schmunzelte Geppert. Besonders gerne erinnere sich an die Helikopterrundflüge über die Wachtberger Ortschaften, die als Höhepunkte einiger Gewerbeschauen großen Eindruck bei den Besuchern machten.
Netzwerk zwischen den Mitgliedern aufbauen
Doch auch der ereignisreiche Vereinsausflug nach Mallorca und die jährlichen Weihnachtsfeiern hätten zum Zusammenhalt beigetragen. „Aus dem Gewerbeverein heraus entstanden viele Freundschaften, die bei Kochevents oder Weinfest-Besuchen, bei Radtouren oder beim gemeinsamen Gymnastiktraining vertieft wurden.“ Darüber hinaus habe der Gewerbeverein zahlreiche Infoveranstaltungen organisiert und Betriebsbesichtigungen bei unterschiedlichsten Firmen angeboten. „Wichtig war es mir immer, ein Netzwerk zwischen den Mitgliedsbetrieben aufzubauen, die sich gegenseitig unterstützen“, so Geppert, der darauf hofft, dass dies auch in Zukunft so bleiben werde. Denn gemeinsam könne man auch mehr für Menschen in Not tun, wie etwa bei der schnellen Hilfe für Flutopfer nach den schweren Unwettern in den Jahren 2010 und 2016.
Bei den Neuwahlen gab es einen Generationenwechsel, zumal weitere Vorstandsmitglieder nicht mehr kandidierten. Neuer Vorsitzender ist Kai Birkner, zu seinem Stellvertreter wurde Mario Briem gewählt. Organisationsleiter ist jetzt Dennis Schmitz, Geschäftsführer wurde Jens Forstner, die Kasse verwaltet weiterhin Nora Knels. Für Internet und Marketing ist Franz Schneider zuständig, und die Verwaltung leitet Patricia Eberwein. Der neue Vorstand will die bereits vom bisherigen Vorstandsteam vorbereiteten Aktivitäten in die Tat umsetzen: das Frühlingserwachen am 4. und 5. Mai und das Erntedankfest am 28. und 29. Oktober sollen wieder auf dem Platz in der Wachtberger Mitte im Rahmen von verkaufsoffenen Sonntagen steigen. Auch eine „Wachtberg-App“ ist im Gespräch, über die man aktuelle Angebote und wichtige Formationen verbreiten könne. JOST
