Bund bezuschusst die Entwicklung auf Gelände am Runden Turm
Millionen-Förderung für „Culinacum“-Projekt
Andernach. Das geplante Projekt „Culinacum am Runden Turm“ rückt näher. Denn jetzt hat das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen das Projekt ins Bundesprogramm Nationale Projekte des Städtebaus 2022 aufgenommen. Das Projekt wird mit einer Summe von 4,63 Millionen Euro gefördert. Am Runden Turm, dem Wahrzeichen der Stadt aus dem 15. Jahrhundert, soll ein Museumsneubau mit Impulswirkung für das Stadtzentrum entstehen, indem neben der Geschichte der Stadt auch die kulturhistorische Bedeutung der Nahrungsmittelproduktion nahegebracht und der „Essbaren Stadt“ ein neues Zentrum gegeben werden soll.
Oberbürgermeister Achim Hütten und Bürgermeister Claus Peitz freuen sich sehr, dass Andernach nun einen weiteren wichtigen Schritt in der Stadtentwicklung gehen kann: „Jetzt ernten wir direkt die Früchte unseres weltweit einzigartigen Modells der ‚Essbaren Stadt‘.“ Denn dieses Modell, mit dem Andernach seit zwölf Jahren eine Vorreiterrolle in Sachen Stadtentwicklung, Klimaschutz und Nachhaltigkeit einnimmt, sei die Basis für die jetzt gewährte Förderung. „Jetzt werden wir gemeinsam mit den Gremien ein vernünftiges und zukunftsweisendes Konzept für den gesamten Bereich erstellen“, so Hütten. Bei der Gesamtentwicklung des Areals samt Umfeld gelte es auch private Unternehmer mit einzubeziehen, beispielsweise für eine weitere Wohnbebauung in direkter Nachbarschaft. „Das hilft uns, den verbleibenden Eigenanteil der Stadt mitzufinanzieren“, betonen Hütten und Peitz.
Andernach ist als einziger rheinland-pfälzischer Bewerber erfolgreich im Förderprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“. Das Projekt „Culinacum“ soll ein gemeinsames Zentrum für die „Essbare Stadt“ und das Stadtmuseum sein, das Alt und Neu, Innen- und Außenbereich am Runden Turm miteinander verbindet. Die Fördersumme von 4,63 Millionen Euro wird vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung auf Basis einer Zweidrittel-Förderung zur Verfügung gestellt. Das Projekt wird innerhalb von fünf Jahren umgesetzt.
Auf dem an der Konrad-Adenauer-Allee gelegenen ehemaligen Parkplatz am Fuße des Runden Turms entsteht ein Neubau, in den ein Teil der Stadtmauer integriert wird. Die Stadtmauer selbst, die hier teilweise noch aus der spätrömischen Zeit stammt, soll von zwei Seiten aus erschlossen und begehbar gemacht werden.
Auf dem Außengelände im Bereich des ehemaligen großen Parkplatzes soll teilweise ein Museumsgarten entstehen. Hier werden - ganz im Sinne der „Essbaren Stadt“ - historische Nutzpflanzen angebaut. Geschichte soll fühl-, riech- und schmeckbar erschlossen und erlebt werden können. In einer Museumsküche können die Besucherinnen und Besucher die Verarbeitung der angebauten Nutzpflanzen erleben.
Auf diese Weise soll sich den Themenfeldern Nachhaltigkeit und Klimabewusstsein innovativ genähert werden, auch in Hinblick auf die Zielgruppen der Kinder und Jugendlichen.
Das eigentliche Stadtmuseum wird in den Komplex inhaltlich und räumlich eingebunden: So ist geplant, auch die Fassaden und Dächer der Neubauten weitgehend essbar zu begrünen; Innen- und Außenbereiche werden hierdurch miteinander verklammert.
Die Ausstellungskonzeption sieht vor, die Andernacher Stadtgeschichte anhand der Ernährungsgeschichte zu schildern: Was aß der römische Soldat FIRMVS Mitte des 1. Jahrhunderts n.Chr. in Andernach und wie schmeckte Victor Hugos Mittagessen, als er 1840 im Gasthaus am heutigen Merowingerplatz abstieg? Auch die Funktion der in Andernach über Jahrtausende hinweg gehandelten Mühlsteine und ihr Beitrag zur Zivilisationsentwicklung kann man hier erleben.
Besonders wichtig ist die jetzt gegebene Möglichkeit, die umfangreiche Sammlung des Museums, die gerade neu inventarisiert wird, dauerhaft und angemessen aufzubewahren. Bisher mussten Tausende wertvoller Objekte aus der Andernacher Stadtgeschichte auf dem Speicher des jetzigen Museums (eingerichtet 1936) im Haus von der Leyen und mehreren im Stadtgebiet verteilten Außendepots deponiert werden.
Neue, größere Ausstellungsflächen, eine moderne Museumseinrichtung und ein grundlegend neues, zukunftsgewandtes Konzept in Verbindung mit der erfolgreichen „Essbaren Stadt“ bringen das Museum ins 21. Jahrhundert.
Pressemitteilung Stadt Andernach
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