AK Naturnaher Schaugarten Berkum
Mini-Drohnen statt Wildbienen?
Wachtberg-Berkum. Kaum steigen die Temperaturen, werden die ersten Wildbienen aktiv. Frühblüher wie Weide, Schneeglöckchen oder Zaubernuss werden hungrig angeflogen. Bald gehen die kleinen Brummer auf Wohnungssuche: Die meisten heimischen Arten leben solitär. Sie graben ihre Bruthöhlen in lockere, sonnig gelegene Trockensand- oder Lehmflächen in Garten oder freier Natur. Andere bevorzugen hohle, trockene Pflanzenstängel aus der letztjährigen Vegetationsperiode.
Der natürliche Lebensraum wild lebender Bienen wird knapp. Auch in unserer Region schreitet das weltweit festzustellende Bienensterben voran - weniger dramatisch als in anderen Ländern, aber kontinuierlich und beunruhigend, denn: Zur Bestäubung in Natur und Landwirtschaft sind Bienen unersetzlich: Ohne die fliegenden Spezialisten gibt es keine Samen- und Fruchtbildung bei den meisten Wild- und Nutzpflanzen. Da verwundert es nicht, dass japanische Forscher bereits an der Entwicklung winziger Drohnen als möglichem Ersatz für Bienen zur Blütenbestäubung arbeiten (Journal Bonner General-Anzeiger am 17./18.2.2017). Horrorszenario oder Schöne Neue Welt?
Summende Gärten und Wildbienenhotel
Soweit muss es nicht kommen: Helfen Sie unseren Wildbienen durch naturnahe Bereiche in Ihrem Garten oder auf dem Balkon (www.deutschland-summt.de) und die Bereitstellung geeigneter Nisthilfen (www.wildbienen.de).
Ein komfortables „Wildbienenhotel“, das die Bedürfnisse verschiedener Arten berücksichtigt, kann im Naturnahen Schaugarten in Berkum besichtigt werden. Es ist allerdings in die Jahre gekommen und renovierungsbedürftig. Die ehrenamtlichen Mitglieder des Arbeitskreises „Naturnaher Schaugarten“ wollen diese Aufgabe im März angehen. Dazu brauchen sie Unterstützung. Wer kann helfen - finanziell, durch praktische Hilfe oder die Bereitstellung von Material (Holz)? Bitte melden bei Birte Kümpel (h.kuempel@t-online.de).
