Allgemeine Berichte | 24.02.2026

Minister übergibt Bescheid über eine Million Euro für zukunftsweisende Forschungsgeräte an der Universität Koblenz

Erfolg für die Universität Koblenz: Der rheinland-pfälzische Minister für Wissenschaft und Gesundheit, Clemens Hoch, hat der Universität Koblenz am 23. Februar 2026 ein Zuweisungsschreiben in Höhe von 1,062 Millionen Euro aus dem Forschungsfonds Rheinland-Pfalz übergeben.

Koblenz. Mit den Mitteln wird die Forschungsinfrastruktur der Universität gezielt erweitert und gestärkt, insbesondere durch die Anschaffung moderner Spezialgeräte, die wissenschaftliche Exzellenz mit konkretem gesellschaftlichem Nutzen verbinden.

An der Universität Koblenz vereint sich durch die Förderung des Landes modernste Geräteinfrastruktur mit einem einzigartigen Forschungsnetzwerk – interdisziplinär, praxisnah und zukunftsweisend.

Die geförderte Ausstattung soll die Sichtbarkeit der profilbildenden Forschungsschwerpunkte unter anderem in den Bereichen „Keramik“, „Digitalisierung“ und „Wasser“ im internationalen Forschungsraum erhöhen und Innovationsimpulse setzen.

Das Ziel ist die Verbesserung der Forschungsmöglichkeiten durch gezielte Investition in Forschungsinfrastruktur. Mit der Landesförderung wird die Wettbewerbsfähigkeit der Universität gestärkt und darüber hinaus das Equipment für eine moderne Forschung bereitgestellt.

„Die Gerätebeschaffung ist eine wichtige Maßnahme zur Sicherung künftiger Forschungsmöglichkeiten. Unser Ziel ist es, qualitativ hochwertige, interdisziplinäre und international anschlussfähige Forschung zu unterstützen“, betonte der Präsident der Universität Koblenz, Prof. Dr. Stefan Wehner.

„Mit der Förderung des Landes möchten wir die Forschungsinfrastruktur an der Universität Koblenz durch gezielte Geräteinvestitionen weiter ausbauen und stärken. So unterstützen wir die Universität Koblenz dabei, innovative Lösungen für die gesellschaftlichen und technischen Herausforderungen unserer Zeit vor allem in den Bereichen Gesundheitsvorsorge, nachhaltige Keramik und Digitalisierung zu entwickeln. Die Forschungsarbeiten, die durch die Förderung unterstützt werden, können einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung innovativer Materialien, dem Umwelt- und Gesundheitsschutz und die Ausbildung von Fachkräften liefern,“ so Wissenschaftsminister Clemens Hoch.

Im Anschluss an die Übergabe wurden dem Minister exemplarisch mehrere der zehn neuen Geräte vorgestellt.

Präzise Bewegungsanalyse für Forschung und Gesundheitsvorsorge

Prof. Dr. Kiros Karamanidis vom Institut für Sportwissenschaft der Universität Koblenz zeigte dem Minister das Optical Motion Capture System. Mit diesem System können menschliche Bewegungen dreidimensional erfasst und ausgewertet werden. Dank seiner mobilen Bauweise ist es sowohl im Labor als auch bei Felduntersuchungen einsetzbar.

In Verbindung mit speziellen Kraftmessplattformen kann mit dem System analysiert werden, wie stark Gelenke und Muskeln beansprucht werden und wie Gehirn und Muskeln zusammenarbeiten. Besonders innovativ ist die markerlose und automatisierte Analyse, die ohne Sensoren und auch in Alltagskleidung möglich ist. Die neue Technik eröffnet vielfältige Möglichkeiten für Forschung und Gesundheitsvorsorge. Bewegungsabläufe und mögliche Fehlbelastungen lassen sich präzise analysieren, neuromuskuläre Dysfunktionen frühzeitig erkennen, Patient*innen gezielt unterstützen und moderne Prothesen noch ergonomischer entwickeln. Damit leistet die Universität einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsvorsorge, wie etwa zur nachhaltigen Vermeidung von Stürzen im Alter oder Berufsleben. Nach der Vorführung des Geräts erhielt der Minister zudem eine persönliche Ganganalyse.

Neuer Katalysereaktor für die Wasserstoffforschung

Zudem wurde ein neuer Katalysereaktor für die Wasserstoffforschung von Prof. Dr. Simone Mascotto vom Institut für Integrierte Naturwissenschaften der Universität Koblenz vorgestellt. Wasserstoff ist ein wichtiger Baustein für die Energiewende. Für seine Herstellung werden Katalysatoren benötigt, die die Reaktionen beschleunigen und oft auf keramischen Trägermaterialien sitzen. Um solche Katalysatoren gezielt weiterzuentwickeln, müssen ihre Arbeitsweisen und das, was während der Reaktion im Material passiert, verstanden werden. Genau das ermöglicht der neue Katalysereaktor. Mit ihm wird ein einzigartiger Einblick in die Funktionsweise von Katalysatoren gewonnen.

So lassen sich unter anderem mithilfe eines speziellen Messsystems diese Veränderungen in Echtzeit verfolgen, zum Beispiel bei der Umwandlung von Ammoniak in Wasserstoff und Stickstoff. Was früher eine Black Box war, wird damit transparent und es können nachhaltige keramische Funktionsmaterialien entwickelt und die Wasserstoffproduktion effizienter und klimafreundlicher gestaltet werden.

Die Universität dankt dem rheinland-pfälzischen Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit für die großzügige Unterstützung und das entgegengebrachte Vertrauen, das eine nachhaltige Entwicklung der Forschungsinfrastruktur ermöglicht.

Pressemitteilung der UniversitätKoblenz

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