Allgemeine Berichte | 11.05.2023

Ministerin Katharina Binz besucht den Archivtag RLP/Saarland

„Die Notfallvorsorge und der Schutz unersetzlichen Kulturguts standen im Mittelpunkt eines intensiven Fachaustausches der rheinland-pfälzischen und saarländischen Archive“

Katharina Binz beim Archivtag in Neuwied. Quelle: Landeshauptarchiv Koblenz

Neuwied. Bereits seit 1973 fanden regionale Fachtagungen als Vorläufer des rheinlandpfälzisch/saarländischen Archivtags im Rahmen der bestehenden Archivkooperation im Wechsel in den jeweiligen Archivsprengeln statt und dienten vor allem dem fachlichen Austausch und der Fortbildung. In diesem Jahr stand der Archivtag in Neuwied unter dem sehr aktuellen und brisanten Aspekt der „Notfallvorsorge“.

Auch in Rheinland-Pfalz und im Saarland gründen Archive, Bibliotheken und Museen schon seit vielen Jahren auf regionaler Ebene Notfallverbünde mit dem Ziel, sich bei Bedarf im Katastrophenfall mit Material und Personal gegenseitig zu unterstützen, sich aber auch gemeinsam präventiv auf einen Notfall vorzubereiten und Erfahrungen auszutauschen. Dazu gehört auch die Kooperation mit den Gefahrenabwehrbehörden vor Ort.

Unmittelbar nach der Flutkatastrophe 2021 im Ahrtal hat das zuständige Ministerium (MFFKI) die Entwicklung eines landesweiten Notfallplanes für den Kulturgutschutz in Rheinland-Pfalz unter Federführung der Landesstelle Bestandserhaltung (LBE) in Auftrag gegeben. Der Archivtag informierte über den Stand der Notfallplanung in beiden Ländern auf regionaler Ebene und bot den Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Praxisteil am Nachmittag die Gelegenheit, sich anhand konkreter Fragestellungen Grundlagen für die eigene Notfallarbeit selbst zu erarbeiten.

Die besondere Bedeutung dieses wichtigen Themas für den Schutz des unersetzbaren Kulturgutes des Landes unterstrich die zuständige Ministerin, Frau Katharina Binz, mit ihrem Besuch auf dem Archivtag. „Unser Ziel ist es, den Kulturgutschutz im Land besser auf den Katastrophenfall und große Einsatzlagen vorzubereiten. Dazu wollen wir an die bestehenden Strukturen und die Kooperationen mit den Gefahrenabwehrbehörden vor Ort anknüpfen und sie in einen landesweiten Notfallverbund integrieren. Zudem wollen wir den Kulturgutschutz durch die Erstellung eines Kulturgutkatasters weiterentwickeln. Ein solches Kataster könnte den Einsatzkräften im Katastrophenfall wichtige Informationen dazu liefern, wo zu schützendes Kulturgut lagert und welche Einsatzmittel im Ernstfall geeignet sind, um das zu rettende Kulturgut nicht zusätzlich zu beschädigen. Für Erstellung eines Kulturgutkatasters haben wir im Doppelhaushalt bereits entsprechende Projektmittel in Höhe von 50.000 Euro eingestellt. Darüber hinaus sollen ein oder mehrere Notfallcontainer, ein „Gerätewagen Kulturgutschutz“ sowie ein Notfalltransporter für Rheinland-Pfalz beschafft werden, die im Ernstfall für die Sicherung schriftlichen Kulturgutes sowie für Museumsgut zum Einsatz kommen können. Der Bund beteiligt sich an den Anschaffungskosten, die mit rund 280.000 Euro veranschlagt sind. Die Kosten für das Land in Höhe von rund 60.000 Euro haben wir ebenfalls im Doppelhaushalt 2023/24 eingestellt“, erklärte Kulturministerin Binz.

Pressemitteilung des

Landeshauptarchivs Koblenz

Katharina Binz beim Archivtag in Neuwied. Quelle: Landeshauptarchiv Koblenz

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Rund um´s Haus
Innovatives rund um Andernach
Anlagenmechaniker
Osterangebot
Kreishandwerkerschaft - Anzeige Pool
First Friday Anzeige März
Anzeige Lange Samstage
Mitarbeiter IT-Administrator
Stellenanzeige Kita
Empfohlene Artikel
Schülerinnen und Schüler der Bienenklasse 3c der KGS Meckenheim sind am Standort Meckenheim der Bücherbrücke in die Bücher vertieft. Foto: Stadt Meckenheim
31

Meckenheim. Die Bücherbrücke Meckenheim/Alfter verzeichnet eine rege Nutzung durch Kindertagesstätten und Schulen im Rahmen der Leseförderung. Unter den teilnehmenden Einrichtungen befinden sich unter anderem Blütentraum, Hüppekästchen, Rasselbande und zahlreiche weitere Kindertagesstätten. An beiden Standorten der Bücherei steht der Mittwochvormittag im Zeichen der Vorschulprogramme, bei denen die Kinder bib(liotheks)fit gemacht werden.

Weiterlesen

Mit 17 Anträgen zur Neuaufnahme in diesem Jahr wurde fast der Spitzenrekord von 2020 geknackt.
49

Leutesdorf. Pascal Berger, Vereinsvorsitzender begrüßte alle Anwesenden zur Jahreshauptversammlung am 28. März und es wurde nach Feststellung einer ordnungsgemäßen Einladung und Bekanntgabe der Tagesordnungspunkte eine Gedenkminute den Verstorbenen gewidmet.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2266

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
132

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Kreishandwerkerschaft
Dauerauftrag 2025
Dauerauftrag Imageanzeige
Kleinanzeigen
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Doppelseite PR/Anzeigen
Schulze Klima -Image
Container Anzeige
PR-Anzeige
Anzeige KW 14
Stellenanzeige Personalreferent/in
Stellenanzeige