Wallfahrt zum Apollinarisberg in Remagen
„Mir geschehe nach Deinem Wort!“
Die am 20. Juli beginnende Wallfahrt steht unter dem Motto des diesjährigen Weltjugendtages
Remagen. Unter das Geleitwort „Mir geschehe nach Deinem Wort!“ stellt die „Gemeinschaft der gekreuzigten und auferstandenen Liebe“ die diesjährige Wallfahrt auf dem Apollinarisberg in Remagen.
Auf die Frage, warum dieses Thema gewählt wurde, antwortet Pater Bartholomé, der Rektor der Apollinariskirche: „Im Januar wurden in Panama die Weltjugendtage unter diesem Thema durchgeführt. Im Einklang damit fanden wir es ein ansprechendes Motto gefunden, um mit Maria die Antwort zu geben auf das Wort, das Gott zu uns spricht. Durch sein Wort gibt der Herr uns Wegweisung, Ermutigung, manchmal auch Ermahnung, aber vor allem auch Trost und geistige Lebenshilfe. Durch unser Ja-Wort geben wir unsere Antwort auf das große ‚Ja‘ Gottes zu uns Menschen, das vor allem auch im Leben, Sterben und der Auferstehung Jesu offenbar und zugänglich wird.“
Hat dieses Wort auch eine aktuelle, kirchliche Bedeutung?
Pater Bartholomé: „Am 29. Juni hat Papst Franziskus für die Kirche in Deutschland einen wichtigen Brief geschrieben. Darin sind einige aktuelle Gedanken beschrieben, die für das kirchliche Leben und die Zukunft der Kirche, besonders in Deutschland von großer Bedeutung sind. So schreibt er, dass es die größte Versuchung ist, dass die „Lösungen der derzeitigen und zukünftigen Probleme ausschließlich auf dem Wege der Reform von Strukturen, Organisationen und Verwaltung zu erreichen sind.“
Aber die Apollinariswallfahrt benötigt doch ebenfalls viel Organisationsarbeit?
Pater Bartholomé: „Ja sicher, und es braucht natürlich auch viel Zeit und Anstrengung, um diese Wallfahrt richtig zu organisieren. Wir erhalten dabei glücklicherweise sehr viel Unterstützung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, bereits vor und vor allem während dieser Wallfahrtstage. Aber, so wie der Papst schreibt: ‚Es ist wichtig, dass wir nicht aus den Augen verlieren, dass wir nicht durch unsere Werke und Anstrengungen gerechtfertigt werden, sondern durch die Gnade des Herrn, der die Initiative ergreift. Das Evangelium der Gnade mit der Heimsuchung des Heiligen Geistes sei das Licht und der Führer, damit ihr euch den Herausforderungen stellen könnt.‘ Und genau darum geht es auch bei der Apollinariswallfahrt: Dass wir uns öffnen für die Gnade Gottes und dann auch unsere Antwort darauf geben.
Wie erfahren Sie diese deutliche Zielsetzung während der Wallfahrt?
Pater Bartholomé: „Das Wichtigste sind die Gottesdienste, wozu wir die Menschen einladen. Im Gottesdienst, das heißt, in der Heiligen Messe und in der Andacht, öffnen wir uns für die Gnade, besonders durch das Wort Gottes und das Sakrament der Eucharistie. Wir lassen uns im Gebet und in Gesängen durch Gott berühren, ganz konkret auch nach dem Gottesdienst durch die Segnung mit dem Haupt. Wir feiern Gott, loben Ihn und bitten Ihn, wir lassen uns erleuchten im Verstand, berühren in unseren Herzen, also einfach ganzheitlich, weil der Herr uns mit seiner Liebe berühren will.
Und das geschieht während der Wallfahrt?
Pater Bartholomé: „Zum dreizehnten Mal, seit 2007, dürfen wir als Klostergemeinschaft diese Apollinariswallfahrt gestalten. Immer wieder hören wir, dass Menschen begeistert und enthusiastisch sind, auch dadurch, dass nach jedem Gottesdienst ein Empfang im Garten oder bei schlechtem Wetter im Kloster stattfindet. Auch das gehört dazu: entspannt miteinander zusammenzusitzen, sich auszutauschen und einander zu begegnen.
Zurück zum Thema der Wallfahrt. Gibt es darüber noch etwas zu sagen?
Pater Bartholomé: „Ja gerne, wobei ich nochmals aus dem Brief des Papstes zitiere. Er schreibt: ‚Die Evangelisierung muss unser Leitkriterium schlechthin sein. Evangelisieren bildet die eigentliche und wesentliche Sendung der Kirche. Die Evangelisierung ist ein Weg der Jüngerschaft in Antwort auf die Liebe zu Dem, der uns zuerst geliebt hat; ein Weg also, der einen Glauben ermöglicht, der mit Freude gelebt, erfahren, gefeiert und bezeugt wird‘. Auch die Apollinariswallfahrt möchte dazu beitragen, dass eine Evangelisierung stattfindet. Dass wir alle uns als Pilger durch das Evangelium ansprechen und verwandeln lassen, aus dem Wort Mariens heraus: ‚Mir geschehe nach Deinem Wort!‘
Haben Sie noch ein Wort für die Menschen, die diesen Artikel lesen?
Pater Bartholomé: „Ganz einfach: Seid herzlich willkommen! Oder wie wir in den Niederlanden sagen: Je mehr Seelen, je mehr Freude! Komm einfach und genieße die Gottesdienste, die Segnungen und die Begegnungen, denn Gott ist gut! Sogar besser als Du denkst!“
Gottesdienst am 20. Juli um 18 Uhr
Die Wallfahrt beginnt am 20. Juli um 18 Uhr mit einer feierlichen Eröffnungsmesse unter Beteiligung des Apollinarischores. Innerhalb dieses Gottesdienstes wird Pfarrer Frank Klupsch zusammen mit Pater Bartholomé das Heilige Haupt aus dem Sarkophag in der Krypta entnehmen. Nach der Segnung der Stadt Remagen wird die Reliquie im Altarraum der Kirche für die Dauer der Wallfahrt aufgestellt.
Während der Wallfahrt findet täglich um 10.30 und 18 Uhr eine Heilige Messe sowie um 15 Uhr eine Pilgerandacht statt, sonntags außerdem eine weitere Heilige Messe um 8 Uhr. Nach jedem dieser Gottesdienste besteht die Möglichkeit, sich mit dem Haupt des Heiligen Apollinaris segnen zu lassen, um einen geistlichen Impuls mitzunehmen. Zusätzlich bietet sich um 9.45 und 17 Uhr die Möglichkeit zum Rosenkranzgebet.
Mehrmals täglich besteht Beichtgelegenheit: von 9.45 bis 10.20 Uhr, von 13 bis 14.30 Uhr und von 17 bis 17.50 Uhr.
Besondere Messen
Folgende besondere Messen werden in der Wallfahrtszeit gefeiert:
21. Juli, 10.30 Uhr – Pontifikalamt mit dem Trierer Weihbischof Franz Josef Gebert, begleitet vom Apollinarischor.
22. Juli, 18 Uhr – Hl. Messe zusammen mit den Kolpingfamilien.
23. Juli, 18 Uhr – Familienmesse.
24. Juli, 18 Uhr – Hl. Messe des Dekanats Remagen-Brohltal.
25. Juli und 1. August, 18 Uhr – Hl. Messe mit Heilungsgebet und Anbetung bis 22 Uhr.
28. Juli, 10.30 Uhr – Hl. Messe mit dem Apollinarischor.
28. Juli, 15 Uhr – Pilgerandacht mit Erneuerung des Eheversprechens.
29. Juli sogenannter Holland-Tag – hier wird sowohl die Hl. Messe am Morgen (10.30 Uhr) als auch die Andacht (15 Uhr) in Niederländisch gehalten.
4. August, 10.30 Uhr – Hl. Messe mit dem Kirchenchor St. Peter und Paul aus Lindenberg im Allgäu.
Nach jedem Gottesdienst stehen anschließend der Garten und das Kloster zum Besuch und zur Einkehr offen. Die Wallfahrt endet am 4. August um 18 Uhr mit einer Abschlussfeier, die vom Apollinarischor musikalisch gestaltet wird.
Pressemitteilung
Dr. Erhard Wacker
