Allgemeine Berichte | 21.11.2018

Bibliothekstage in der Stadtbücherei Adenau

„Mit Bibliotheken Neues entdecken“

Drei spannende Veranstaltungen ließen keine Langeweile aufkommen

Adenau. Die Bibliothekstage Rheinland-Pfalz finden alle zwei Jahre statt und standen in diesem Jahr unter dem Motto „Mit Bibliotheken Neues entdecken“. Veranstalter der Bibliothekstage ist der Deutscher Bibliotheksverband – Landesverband Rheinland-Pfalz in Kooperation mit dem Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz. Seit 2010 beteiligt sich auch die Stadtbücherei Adenau regelmäßig an den Bibliothekstagen und bietet dazu unterschiedliche Aktionen an. In diesem Jahr bot die Stadtbücherei Adenau drei unterschiedliche Lesungen an.

Den Auftakt machte die Adenauer Autorin Katja Kerschgens am 26. Oktober, die in gemütlicher Runde ihre fröhlich-heitere Romantrilogie „Hilfe …“ vorstellte. Den ersten Teil „Hilfe - ich hatte eine glückliche Kindheit“ fasste sie kurz zusammen und startete dann mit einem Auszug aus dem zweiten Roman „Hilfe - mich liebt ein Traummann“. Die Zuhörer lernen hier die Introvertierte, aber sympathische und witzige Nadine näher kennen, natürlich auch deren Hund Loriot. Im dritten Roman „Hilfe - jetzt habe ich auch noch Erfolg“ geht es sehr turbulent zu. Nadine, die einen kleinen Roman verfasst hat, wird durch den freundlichen Nachbarn in ungewollten Erfolg gestürzt. Und genau da beginnen alle Probleme, die Nadines ruhiges Leben ordentlich durcheinanderwirbeln. Während der sehr lockeren Lesung beantwortete Katja Kerschgens gerne Fragen zum Romaneschreiben und zum Verlagswesen und verwies oftmals auf reale Bezüge ihrer rein fiktiven Geschichte. Im Anschluss der Lesung signierte die Autorin Ihre Bücher.

Am 02. November stellte die Muttersprachlerin Heather Meurer in englischer Sprache zwei Romane und eine Kurzgeschichte vor. Der erste Roman „The Lie of The Land“ handelt von einem Ehepaar, das ihren Job verloren hat. Quentin und Lottie, die mit den drei Kindern in London leben, müssen sich nun umorientieren. Sie beschließen, von London in eine ländliche Gegend in Devon zu ziehen. Doch diese Entscheidung fordert allen viel ab, zudem die Ehe nicht zum Besten gestellt ist. Der Roman „The Childrens Act“ von Ian McEwan ist auch auf Deutsch erschienen unter dem Titel „Kindeswohl“ und wurde ebenfalls verfilmt. Die Richterin Fiona Maye muss in 24 Stunden entscheiden, wie im Fall des 17-jährigen leukämiekranken Jungen gehandelt werden soll. Das Problem: er ist ein Zeuge Jehowas und braucht dringend eine Bluttransfusion, soll er nicht qualvoll sterben. Doch die Familie und der Junge lehnen die Behandlung ab. Zum Abschluss las sie die Kurzgeschichte „My Oedipus Complex“ aus einer Sammlung von Kurzgeschichten „The Stories of Frank O’Connor“ vor. In dieser Kurzgeschichte geht es um den kleinen Larry und dessen Verhältnis zum Vater, als dieser nach dem Zweiten Weltkrieg heimkehrt. Zu seinem Erschrecken verliert das Kind die ungeteilte Aufmerksamkeit der Mutter. Doch noch schlimmer wird es, als diese noch ein Baby bekommt. Trotz der ernsten Situation ist die Geschichte sehr witzig geschrieben und so wurde der Abend fröhlich beendet. In der anschließenden Diskussion um typisch britische Dinge und Wesenszüge lernten die Zuhörer einiges über den Alltag und die (zugeschriebenen) emotionale Welt der Briten. Umrahmt wurde der Abend mit britischen Knabbereien und dem typischen Tee.

Den Abschluss der Bibliothekstage gestaltete am 9. November die in Hannebach lebende Autorin Luzia Kaul mit Ihrer zehnten Weihnachtsgeschichte „Viva Weihnachten!“ - eine spannende und idyllische Erzählung, in der Oma Anna, ihre Familie und ihre Freundinnen im Mittelpunkt stehen. In dieser Episode beschließt Annas Familie, über Weihnachten in den Skiurlaub zu fahren – nur sie und ihr Bruder, Onkel Hermann, bleiben zurück. Unglaublich! Doch Anna denkt nicht im Traum daran, Trübsal zu blasen, im Gegenteil. Sie organisiert kurzerhand ein Weihnachtsfest – so, wie es sein sollte. Weihnachten in einer abgelegenen Jagdhütte – Christmas für Fortgeschrittene, sozusagen. Und dann fällt ihr und ihren Freunden noch ein leibhaftiger Engel vor die Füße … Umrahmt wurde die Geschichte mit stimmungsvollen Stücken auf der Gitarre, ausgesucht und virtuos präsentiert von Annabel Thiesen. Im Anschluss beschenkte die Autorin die Anwesenden mit einer heiteren Weihnachts-Kurzgeschichte, in der der eitle Kater Adonis eine Episode aus seinem exquisiten Leben schildert.

Vielseitige Themen erfreuten

Die Besucher der Lesungen konnten sich nicht nur an den vielseitigen Themen erfreuen, sondern auch die unterschiedlichen Angebote innerhalb der Bücherei überzeugen. Auch Fragen zum virtuellen Angebot der Bücherei (Onleihe rlp) oder zu weiteren Aktionen wurden gerne beantwortet.

Informationen: https://www.stadt-adenau.de/kultur/buecherei.html oder in der Stadtbücherei

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