Kreismusikschule startet Pilotprojekt mit 30 Kindern
Mit „Drumline“ neue musikalische Wege beschreiten
Cochem-Zell./Ellenz-Poltersdorf. Die Kreismusikschule Cochem-Zell (KMS) hat sich bereits seit langen Jahren einen wohlklingenden Namen als Talentschmiede für musizierende Neueinsteiger gemacht. Dabei bietet sie Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen einen speziellen Fachunterricht in Musik. Damit ermöglicht sie und regt die Interessenten an, am Laien- und Liebhabermusizieren teilzunehmen und eventuell die Voraussetzung für ein Musikstudium zu schaffen. Diesbezüglich ergibt sich für die KMS als Aufgabenschwerpunkt das breitgefächerte Angebot von Instrumental- und Vokalunterricht in einer Grund-, Unter-, Mittel- und Oberstufe. Besonderen Wert legt man auf die musikalische Früherziehung, die hier ab dem 4. Lebensjahr angeboten wird. Die neue Kooperation mit der St. Sebastianus Grundschule in Ellenz-Poltersdorf bedeutet aktuell das Beschreiten neuer Wege. Diesbezüglich hat die KMS, unter der pädagogischen Leitung von Stefan Andrae und in Zusammenarbeit mit der Schulleitung, hier ein Drumline-Ensemble (Trommellinie) gegründet. Diese Art des Musizierens findet man hauptsächlich in den USA, wo sie auch als militärische Musik eine lange Tradition hat.
Der Unterschied zum üblichen Musizieren liegt bei der Verwendung der Instrumente. Bei der Drumline-Musik kommen ausnahmslos Schlaginstrumente wie unterschiedliche Trommeln oder Rasseln zum Einsatz. Während diese Art der Musikdarbietung in den High Schools, Colleges sowie Musikkorps fest verankert sind, gab es in Europa diesbezüglich bisher nur erste Versuche. Stefan Andrae will Drumline im Landkreis Cochem-Zell fest etablieren und mit der Kooperation der St. Sebastianus Schule die Grundpfeiler dafür setzen. Insgesamt 30 Grundschulkinder konnte der KMS-Leiter für sein neues Ensemble gewinnen, das jetzt im Beisein der Eltern ein erstes Übungskonzert absolvierte.
„Bei Drumline sind parallel zum gleichbleibenden Rhythmus und synchronischen Trommelschlägen ebenso übereinstimmende Bewegungsabläufe wie bspw. Marschformationen gefragt“, sagt Andrae. Er schwingt bei der ersten Präsentation auch den Taktstock, mit dem er den Kindern Anzahl und Reihenfolge der Trommelschläge vorgibt. Was sich im Klassenzimmer anfangs eher als Lärm offenbart, geht dann aber langsam zum rhythmischen Trommeln über. Wenn hier fleißig weiter geübt wird, scheint die Idee von Stefan Andrae, Drumline auch in Cochem-Zell einzuführen, durchaus Potenzial zu haben. Sein Ziel ist es, dass sich künftig auch andere Schulen im Landkreis für Drumline interessieren. Er wünscht sich für diese Art der Livepräsentation die Unterrichtung in AG´s oder die Gründung von Korps.
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Stefan Andrae, pädagogischer Leiter der Kreismusikschule Cochem-Zell, präsentierte zusammen mit seinem jungen Ensemble den ersten Übungsgig.
