Brohler Matthias-Schützen gut aufgestellt
Mit Elan ins neue Schützenjahr
Brohl. Ende Februar feierte die Brohler Matthias Schützenbruderschaft traditionell das Patronatsfest ihres Schutzheiligen Sankt Matthias. Die Feierlichkeiten zum 159. Patronatsfest begannen mit der Abholung der amtierenden Vereins-Majestäten König Josef „Jojo“ Laux und Jungschützenprinz Nico Schmitz sowie die Rhein-Ahr Bezirksmajestäten Bezirksprinz Alexander Schrade und Bezirksschülerprinzessin Emely Schrade an ihren Wohnhäusern. Kaiserwetter und Schützen in ihren prächtigen Uniformen, dazu ein Musikzug ergaben ein eindrucksvolles Bild. Mit weithin hörbaren Feuerwerk und Salutschüssen kündeten die Brohler Böller Buben das Ankommen des Schützenzuges an. Unter den Klängen des Musikvereins aus Bad Hönningen sowie der stets zuverlässigen Absicherung durch die Kameradinnen und Kameraden der Brohler Freiwilligen Feuerwehr begab sich der Festzug zur Johannes-Kirche.
Der Festgottesdienst, zelebriert von Pater Twinkle, bildete einen zentralen Bestandteil des Patronatsfestes und bot Gelegenheit zur Besinnung und zum gemeinsamen Feiern des Glaubens. In seinen Predigtworten spannte Pater Twinkle den Bogen vom Ruf Jesus an den heiligen Matthias in die heutige turbulente Zeit. „Treu den eigen Weg mit Gott gehen, dass zu tun, was wir können, mutig weiterzumachen,– im Vertrauen darauf, dass Gott uns führt.“, so Pater Twinkle in seinen Prodeigtworten. Den festlichen Gottesdienst mit Aussetzung der Matthias-Reliquie verschönerten musikalisch eindrucksvoll die Musikerinnen und Musiker aus Bad Hönningen, sehr zur Freude aller Mitfeiernden des feierlichen Gottesdienstes.
Vor dem gemeinsamen Marsch zum Schützenplatz erfolgte im Gedenken an die Verstorbenen Mitgliedern der Schützenbruderschaft eine Kranzniederlegung am Ehrenmal. In seiner kurzen Rede erinnerte Brudermeister Peter Nonn insbesondere an die verstorbenen Schützenbrüder Richard Nonn, Anton Bröhl und Hermann-Josef Diekmann und würdigte ihr Engagement für das Schützenwesen.
In der Schützenhalle wurde dann die 159. Generalversammlung inklusive turnusgemäßer Neuwahlen abgehalten, um auf das Schützenfestjahr 2025 zurückzublicken und einen Ausblick auf 2026 zu wagen. In seinen Begrüßungsworten konnte Brudermeister Peter Nonn zahlreiche Ehrengäste begrüßen, darunter Major Werner Fußhöller, die Goldjubilare Herman Josef Beutgen. Herbert Sahl und Walter Karst sowie die bereits erwähnten silbertragenden Vereinsmajestäten. In seiner Eröffnungsrede gab Brudermeister Nonn einen kurzen Rückblick auf das vergangene schöne Schützenjahr, welches ganz im Zeichen des Bezirkskönig Martin Schnitker stand. Viele Schützenfeste und Veranstaltungen wurden daraufhin im Bezirk und Region besucht. Er dankte insbesondere allen Mitgliedern und deren Familien für die geleistete Arbeit im vergangen Jahr. Aber auch das soziale Engagement der Bruderschaft in Form von finanzieller Unterstützung des Hospiz-Vereins Rhein –Ahr hob Brudermeister Nonn in seinem Bericht hervor. Auch das Miteinander im Verein verlief harmonisch. Ihm sei es wichtig, dass die Schützen zusammenhalten , um gemeinsam Veränderungen in der Zukunft meistern zu können. Besondere Erwähnung fand in seinen Worten die erfolgreiche Jugendarbeit. Die Matthias-Schützenbruderschaft ist stolz auf ihren Schützennachwuchs und kann mit diesen Nachwuchsschützen optimistisch in die Zukunft blicken. So steht Jugendarbeit bei den Brohler Schützen ganz hoch im Kurs und wird von allen entsprechend unterstützt. Natürlich sind weitere Kinder und Jugendlich in den Reihen der Bruderschaft herzlich willkommen. In diesem Zusammenhang ging ein besonderer Dank und Lob der Anwesenden an den Jungschützenmeister Boris Laux. Brudermeister Nonn konnte somit im Gesamten ein positives Fazit des vergangenen Jahres ziehen und schloss seine Ausführungen damit, dass er den Verein für zukünftige Herausforderungen gut aufgestellt sieht. Alt und Jung ziehen an einem Strang.
Zu einem guten Patronatsfest gehören natürlich auch Ehrungen. Nach dem leckerem Festessen folgte dann die Ehrung von Bezirks- und Diözesanmeisterschaften, bei denen die Jungschützen, insbesondere Hendrik Raab, äußerst erfolgreich teilnahmen. Anschließend galt es langjährige aktive Mitglieder für ihr Engagement und Treue zu ehren. Eugen Laux und Josef „Jojo“ Laux wurden für 25-jährige aktive Mitgliedschaft geehrt. Auf 40 Jahre aktive Mitgliedschaft kann Schützenbruder Karl-Peter „Schliffi“ Lerchl zurückblicken. Für 50-jährige Mitgliedschaft wurde Horst Ruge ausgezeichnet. Letzt genannter wurde mit besonderem kräftigem Applaus gefeiert, war es doch die erste Teilnahme nach seinem schweren Unfall und anschließender Reha im Kreise seiner Schützenfamilie nach über einem halben Jahr. Die Verdienste der geehrten Schützenbrüder für ihre tolle Vereinsarbeit und darüber hinaus als überaus verlässliche und engagierte Vereinsmitglieder wurden in einer feierlichen Laudatio ausführlich gewürdigt. Alle Jubilare erhielten aus den Händen des Brudermeisters Urkunden sowie entsprechende Ehrenabzeichen und wurden von den Anwesenden gebührend gefeiert.
In den jeweiligen Rechenschaftsberichten wurde auf ein äußerst erfolgreiches und abwechslungsreiches Schützenjahr 2025 zurückgeblickt. In seinem Jahresbericht konnte Schriftführer Franz Rudolf Mularczyk die zahlreichen Aktivitäten und Veranstaltungen des vergangenen Schützenjahres noch einmal in ihrer Vielfalt Revue passieren lassen. Jungschützenmeister Boris Laux zeichnete sich für den Sport- sowie den Jungschützenbericht verantwortlich. Die Jugend ist top. In ihren Ausführungen konnte Laux von einer sehr erfreulichen Entwicklung im Kinder- und Jugendbereich berichten. So hob er die äußerst erfolgreichen Teilnahmen des Schützennachwuchses in den Altersklassen Bambini, Schüler und Jugend bei den sportlichen Bezirksmeisterschaften Rhein-Ahr und Diözesanmeisterschaften sowie beim Bezirksjungschützentag hervor.
In Vertretung der erkrankten Kassiererin Schützenschwester Gabi Mannheim konnte Schützenbruder Martin Schnitker über eine erfreuliche und stabile Kassenlage berichten. Trotz immer schwieriger werdenden Rahmenbedingungen ist die Bruderschaft finanziell gut aufgestellt. Der Bericht der Kassenprüfer, vorgetragen von Eugen Laux, bescheinigte der Kassiererin eine ordnungsgemäße Buchführung und er beantragte daraufhin die Entlastung des Vorstands, die sogleich mit Beifall auch einstimmig erfolgte.
Daran anschließend erfolgten die Neuwahlen zum Vorstand, die unter der erfahrenen Leitung von Wahlleiter Major Werner Fußhöller stattfanden. Die Versammlung bestätigte Hauptmann und Brudermeister Peter Nonn, Oberleutnant und stellvertretenden Brudermeister Martin Schnitker, Leutnant Karl-Heinz Schumacher, Kassiererin Gabi Mannheim und Schriftführer Franz Rudolf Mularczyk jeweils einstimmig in ihren Ämtern. Auch die Posten im erweiterten Vorstand konnten mit geeigneten Kandidaten besetzt werden. Besonders erfreulich ist, dass sich für einige Vorstandsposten Jungschützen zur Verfügung stellten und damit als zukünftige Verantwortungsträger im Schützenverein an die Vorstandsarbeit schrittweise herangeführt werden. Auch aus diesem Blickwinkel kann der neue komplette Vorstand optimistisch in die Zukunft schauen.
Neben Rückblicken auf das vergangene Jahr und gefeierten Festen galt es aber auch einen Blick in die Zukunft zu werfen. Neben einer größeren geplanten Unterhaltungsmaßnahme an der Schützenhalle und –anlage, um die wunderschön in der Mühlenwiese gelegene Anlage auch kommenden Generationen zu erhalten, wurde den Schützenschwestern und Schützenbrüder der neue Terminkalender mit anstehenden Aufgaben, Veranstaltungen und zahlreichen Aktivitäten für das Jahr 2026 verteilt. Ein Höhepunkt des Schützenjahres 2026 Jahres wird sicherlich die Teilnahme und Begleitung der Brohler Majestät und aktueller Bezirkskönig sportlich Josef „Jojo“ Laux am Bundeskönigsfest Mitte September in Damme sein.
Zum Abschluss bedankte sich Brudermeister Peter Nonn bei den Anwesenden für die Teilnahme und den harmonischen Verlauf. Die Mitglieder der Brohler Matthias-Bruderschaft blicken nun mit voller Vorfreude und Motivation auf das kommende Schützenjahr mit zahlreichen Terminen und Aufgaben, die sicher wieder gemeinsam gemeistert werden. Das Patronatsfest zeigte einmal mehr den starken Zusammenhalt innerhalb der Brohler Matthias-Schützen und die lebendige Pflege von Tradition, Glauben und Gemeinschaft. Wie es guter Brauch ist, war das Ende des offiziellen Teils dann der Beginn des gemütlichen Beisammenseins des Abends.
