Freunde der Bundesgartenschau Koblenz 2011 e.V.
Mit Handschuhen und Eimern unterwegs
Zwölf „Clean River Kids“ sammelten auf , was ihre Mitmenschen in die Natur geworfen hatten
Koblenz. Zwölf Kinder im Alter von acht bis 14 Jahren kamen vor Kurzem zwei Vormittage zum Kurs „Clean River Kids“ in das Werk Bleidenberg. Stephan Horch, Initiator des Clean River Projects, stellte den Kindern den Ablauf und die Inhalte des Kurses vor. Er gab ihnen Hinweise, die man beim Müllsammeln beachten muss.
Ausgestattet mit Handschulen, Greifern und großen Eimern schwärmten die Kinder mit den Betreuern aus. Zuerst war der Spielplatz Bleidenberg an der Reihe. Dann ging es über das Festungsplateau zum Aussichtsbauwerk an der Hangkante. Zwei Kinder sammelten nur die Zigarettenkippen, die in großer Anzahl an den Sitzbänken und am Wegesrand lagen. Die Seilbahn Koblenz ermöglichte der Gruppe eine kostenfreie Fahrt, sodass auch das Rheinufer bis zu den Schlossstufen gesäubert werden konnte.
Nach gut drei Stunden Unrat sammeln trafen die Kinder wieder am Werk Bleidenberg ein. Der erste Tag brachte die Erkenntnis, dass es erstaunlich ist, was alles so einfach weggeworfen wird: Flaschen aus Glas und Plastik, Plastikverpackungen von Eistüten über die Umverpackung von Süßigkeiten bis hin zu einer dicken vollen Windel. All das lag nicht in Mülleimern. Die Kinder fanden es offen am Weg oder ein wenig versteckt in den Beeten oder unter Büschen.
Aus Müll wird Fotokunst
Der zweite Kurstag begann mit dem Ausleeren der Mülleiner auf einer großen Plane. Die Kinder waren erstaunt über die großen Mengen, die bei der Sammelaktion am Vortag zusammengekommen war. Stephan Horch hatte sein Fotostudio aufgebaut, denn aus dem gesammelten Müll macht er Fotokunst. Was er auf seinen Paddeltouren sammelt, fotografiert er, stellt die Fotos aus. Sein Ziel ist, deutlich zu zeigen, was so alles in Flüssen und in der Natur landet. Er möchte alle wach rütteln und auf die richtige Entsorgung hinweisen.
Sein Angebot an die Kinder die Clean River Kids im Werk Bleidenberg lautete: Jedes Kind sucht sich die „Fundstücke“ aus dem Gesammelten und macht daraus ein Kunstwerk. Eifrig gingen die Kinder ans Werk, und so entstanden viele bunte Müllmenschen. Alle Kunstwerke wurden fotografiert und somit ein Teil der Fotos „Menschenkette gegen den Müll“. Aus den vielen gesammelten Zigarettenkippen gestalteten Hevin, Louise und Rosleen die Kontinente, weil überall, wo geraucht wird auf dieser Erde, ein Großteil der Kippen achtlos weggeworfen werden.
Bilder werden bei Vortrag am 8. August gezeigt
Sie habe besonders beeindruckt, mit welchem Elan und Tatendrang die Kinder unermüdlich den Müll gesammelt und darüber gesprochen hätten, was so alles achtlos in die Natur der Parks und Anlagen geworfen wird, sagt Anna Maria Schuster, Geschäftsführerin der BUGA-Freunde Koblenz. Die Kreativität, mit der die Mädchen und Jungen Kunstwerk aus Müll hergestellt hätten, begeistere sie.
Die BUGA-Freunde zeigen die Kunstwerke im Rahmen ihres Vortrags „Grüne Stadt am Wasser“ mit Stephan Horch am 8. August, 19 bis 21 Uhr, im Vereinsheim des Post-Sportvereins, Simrockstr. 11, Koblenz-Oberwerth.Presse-
mitteilung Freunde der Bundesgartenschau Koblenz 2011 e.V.
