Allgemeine Berichte | 01.03.2017

Fastnachtsgottesdienst lockte zahlreiche Narren und Tollitäten nach Treis

Mit Helau und Kölsche Lieder

Pastor Hermann-Josef Floeck freute sich über die Riesenresonanz für den Gottesdienst. Mit närrischem Gefolge zog der Gottesmann klatschend in die Kirche ein.MT

Treis. In St. Johannes ging es am Sonntag rund: Pastor Hermann-Josef Floeck freute sich sichtlich, als er in das Treiser Gotteshaus einzog. Klatschend und schunkelnd wartete eine farbenfrohe Narrenschar auf den Gottesmann.

Die Gitarrengruppe Müden unter der Leitung von Josef Ibald stimmte Kölsche Lieder an und das vollbesetzte Kirchenschiff stimmte gleich zu Beginn „Echte Fründe“ an, ehe Andreas Balmes vom Treiser Karnevalsverein „Spokus“ die Jecken begrüßte. Besonders willkommen hieß er die Müdener Majestäten Ralf I. und Regent Wolle von der Castorhöhle sowie den Kamellegraf Ralli vom Central Park.

„Fastnacht und Kirche - beides ist Seelsorge

Richtig Stimmung kam auf, als die Chorgemeinschaft Müden „Und dann die Hände zum Himmel“ intonierte. Begeistert gingen die zum größten Teil maskierten Christen mit, ehe Pastor Floeck die Kanzel an Prinz Ralf I. abgab, der eine kurzweilige Predigt bereithielt. „Frohe Botschaft und Frohsinn haben eine gemeinsame sprachliche Wurzel“, erklärte der Obernarr aus Müden. „Fastnacht und Kirche - beides ist Seelsorge“. Mit einem „Amen und Helau“ schloss Prinz Ralf I. seine Predigt, die mit tosendem Applaus belohnt wurde. Die Fürbitten wurden dann vom Treiser „Spokus“ gestaltet, wobei es dort unter anderem hieß: „Wir wünschen uns echte Erlebnisse, damit wir Mut haben, uns auf die ‚Frohe Botschaft‘ einzulassen.“

Mit dem Schlusssatz: „Am Aschermittwoch ist alles vorbei“, erinnerte Pastor Floeck an die beginnende Fastenzeit, nicht aber mit Augenzwinkern hinzuzufügen: „Es geht aber auch irgendwann wieder alles wieder los.“

„Echte Fründe ston zesamme …“ klang es anschließend in der Treiser Kirche, ehe Prinz Ralf I. beim Rausgehen reichlich Kamellen für die Kinder ins Kirchenschiff warf. Pastor, Messdiener, Tollitäten, Funkenmariechen und die ganze Narrenschar verließen mit hoch erhobenen Händen die Pfarrkirche, denn Josef Ibald und seine Truppe hatte erneut „Und dann die Hände zum Himmel“ intoniert.

MT

Mit Helau und Kölsche Lieder

Mit Helau und Kölsche Lieder

Pastor Hermann-Josef Floeck freute sich über die Riesenresonanz für den Gottesdienst. Mit närrischem Gefolge zog der Gottesmann klatschend in die Kirche ein.Fotos: MT

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