Aus der Pfarreiengemeinschaft Großmaischeid-Isenburg wird „Miteinander vor Ort Maischeid-Isenburg“
Mit Hubertusmesse die „neue Kirche“ vorgestellt
Im Gottesdienst wurden viele Fragen zur neuen Struktur ab dem 1. Januar beantwortet
Isenburg. Chorgesang und Jagdhorn-Töne begleiteten den im Vergleich zu anderen Tagen besonderen Gottesdienst am Sonntagmorgen in Isenburg. Mit dem Titel „Miteinander vor Ort“ war der Gottesdienst überschrieben - er diente neben den regulären christlichen Abläufen der Information über die „Pfarrei der Zukunft“, die bereits ab dem 1. Januar, also schon in etwas weniger als zwei Monaten, an die Stelle des bisher bekannten Dekanats Rhein-Wied tritt.
Für die Pfarreiengemeinschaft Großmaischeid-Isenburg finden zwei solcher „anderen Gottesdienste“ statt, nach dem jetzt in Isenburg ein weiterer am Sonntag, 10. November um 9.30 Uhr in der katholischen Kirche Großmaischeid. Für die Zeit nach der Auflösung der Pfarreiengemeinschaft Großmaischeid-Isenburg in der großen „Pfarrei der Zukunft Neuwied“ wird sich diese Gläubigengemeinschaft „Miteinander vor Ort Maischeid-Isenburg“ nennen. 3.500 katholische Christen gehören aktuell diesem Kirchenzusammenschluss an. Dazu gehören neben Großmaischeid und Isenburg die Ortschaften Kleinmaischeid, das Kirchspiel Anhausen, Kausen und Stebach.
Diakon Norbert Hendricks leitete den Gottesdienst. Die Besucher waren aufgefordert, ihre Fragen zum Thema „neue Kirche“ zu stellen, wovon reichlich Gebrauch gemacht wurde. Dem Diakon bei der Beantwortung zur Seite standen Dorothee Sudhoff-Mohr, die Vorsitzende des Pfarreienrats, Petra Fuß, die Vorsitzende des Verwaltungsrats, und Franz-Josef Schmidt, der Vorsitzende des Kirchengemeindeverbands. Wie die neue Kirche vor Ort aussieht und wie sich jeder einzelne konkret einbringen kann, das waren nach den Worten von Diakon Hendricks die Themen im gut besuchten Gottesdienst. Wörtliche sagte der Geistliche: „Wir haben das Ergebnis der Synode, das Rahmenleitbild vorgestellt.
Dabei geht es darum, vom Einzelnen her zu denken und das es wichtig ist, die Charismen der Einzelnen zu fördern und dass wir eine Gemeinschaft sind, in der Verantwortung geteilt wird. Das ist der Unterschied zur Vergangenheit, dass jetzt nicht mehr ein Einzelner von oben bestimmen kann, sondern dass die Verantwortung aufgeteilt wird. Jeder hat Mitverantwortung für die Kirche vor Ort und für alle Gruppierungen, die es da gibt.“
Was die Gruppierungen und Initiativen angeht, kommt in der Pfarreiengemeinschaft Großmaischeid-Isenburg einiges zusammen. An Stichworten wurden genannt: die Kirchenchöre Harmonie und Zeitgeist, die Wallfahrten, der Pfarrbrief, die Büchernachmittage, die Wortgottesdienste, die WG-Tage, die Kinder- und Familiengottesdienste, die Katecheten, die Firmvorbereitung, die Messdiener, Adventsmarkt und -fenster, KFD, Elisabethenverein, Kinder- und Jugendtreff, offener Kindertreff, Zeltlagerteam, Hauskommunion, Besuchsdienste, Pilgerheiligtum, Krippenbauer, Seniorenteams und Kapelle Hausenborn. Dies alles soll erhalten bleiben, allerdings, so Hendriks, wachse den in den Gruppen Verantwortlichen noch mehr Verantwortung zu, sich in der großen Pfarrei zu behaupten. Hendriks hält es für angebracht, sich aktuell mehr Gedanken über die pastoralen Themen zu machen, als über Finanzfragen. Es gehe darum, als Christen aktiv zu werden und den Glauben zu leben. Hendricks: „Das haben wir versucht, den Menschen zu erklären: Das das Leben vor Ort weitergeht und sogar gestärkt werden soll! Ob es stärker wird, das liegt an jedem Einzelnen.“ Ähnlich formulierten es Franz-Josef Schmidt und Dorothee Sudhoff-Mohr, die versicherten: „Die vorhandenen Gelder bleiben zweckgebunden für die Pfarreiengemeinschaft vorhanden! Unsere über 20 Gruppierungen können genauso weiter arbeiten wie bisher. Wenn sie Bedarfe haben, können sie die anmelden, so, wie sie es bisher auch getan haben.“
Ob das neue Modell funktioniert? Ob es von den Menschen in den Kirchen verstanden wird? Diakon Norbert Hendricks ist zuversichtlich: „Wir müssen dem Heiligen Geist ein bisschen was zutrauen! Und wir müssen den Leuten die Angst nehmen, vor der Größe der Pfarrei. Denn das Wichtige ist das Leben vor Ort und das wird auch so bleiben. Das kirchliche Leben spielt sich nicht in Neuwied ab, das ist nur die Verwaltung. Gestaltet wird das Christsein dort, wo die Menschen leben.“
Die Bläsergruppen der Hegeringe Dierdorf und Puderbach trugen musikalisch zur Mitgestaltung der Hubertusmesse bei. Diese Veranstaltung wird jährlich zu Ehren und zur Erinnerung an den heiligen Hubertus von Lüttich durchgeführt. Der heilige Hubertus wird als Schutzpatron der Jagd angesehen. Außerdem gilt er als Patron der Hunde und als Helfer gegen Tollwut, der Schützen und Schützenbruderschaften, der Kürschner, Metzger, der Metallbearbeiter, Büchsenmacher, Optiker, Mathematiker und Hersteller von mathematischen Geräten. Außerdem trat der Chor Harmonie Isenburg auf und sang das schöne Isenburger Lied.
Der Chor „Harmonie“ sang das Isenburger Lied.
Die Bläsergruppen der Hegeringe Dierdorf und Puderbach trugen musikalisch zur Gestaltung der Messe zu Ehren des Schutzpatrons der Jäger bei.
