Lützeler Carnevals-Verein und Grundschule Regenbogen veranstalteten Kindersitzung
Mit Humor und Kamellen für Integration und gegen Hass
Kinder aus 27 Nationen feierten gemeinsam - Sitzung war Teil der Aktion „No-hate-Speech“
Koblenz-Lützel. Schon zum sechsten Mal veranstaltete der Lützeler Carnevals-Verein 1974 mit der Grundschule Regenbogen Koblenz-Lützel eine Kindersitzung in der neuen Turnhalle. In dieser Grundschule werden, laut Direktorin Alexandra Zinndorf, Kinder aus 27 Nationen, unterrichtet. Dies war in diesem Jahr für den 1. Vorsitzenden des LCV Dirk Wittersheim ein Grund mehr, sich an der Aktion „No-hate-Speech – hassfreie Sprache im Internet“ zu beteiligen. Diese Bewegung, die vom Familienministerium unterstützt wird, zielt ganz besonders auf Rechtsextremismus, Anti-Semitismus, Anti-Ziganismus, Hass-Sprache gegen Menschen mit Behinderungen, Hass-Sprache gegen geflüchtete Menschen, antimuslimischer Rassismus, Hass-Sprache gegen LGBTI (Abkürzung für Menschen mit anderer Sexualität) und schließlich gegen Sexismus.
Unter der Schirmherrschaft des AKK-Präsidenten Franz-Josef Möhlich wurde dieser Kinderkarneval eröffnet. Die Grundschulkinder sangen zum Anfang ihr eigenes Schullied, und nach der Melodie „An der Nordsee Küste“ erklang dann noch :„In Koblenz-Lützel ist heute was los, ja da feiern die Narren, ob klein oder groß.“ Durch ein buntes Programm mit Tänzen einzelner Klassen führte Thomas Kessler, der unter anderem als Turnlehrer in dieser Schule tätig ist und nebenbei der ADD angehört. Mit herzförmigen Luftballons und der Aufschrift „No Hate“ überraschten die Kinder das Koblenzer Tollitätenpaar Prinz Christian „dat Schängelche vom Musselstrand“ und „Confluentia Kathi“, während etwas später das Kinderprinzenpaar aus Neuendorf/Wallersheim, Prinz Christian und Prinzessin Tiana, in die Halle einmarschierte.
In wunderschönen Kostümen und mit herrlicher Begeisterung wurden alle Darbietungen mit viel „Olau“ und Applaus gewürdigt. Zum Abschluss des offiziellen Teiles waren selbst die Lehrer mit einem gemeinsamen Tanz gefordert.
Bevor es die schon traditionellen „Kamellen“ gab, bedankte sich Thomas Kessler im Namen aller Kinder und der Lehrerschaft bei Dirk Wittersheim und dessen Mitstreitern vom LCV mit dem Wunsch, im nächsten Jahr wieder zu kommen.
LCV-Vorsitzender Dirk Wittersheim (l.) und Lehrer Thomas Kessler gehören zu den treibenden Kräften hinter dem Projekt.
