Allgemeine Berichte | 03.09.2025

Großbaustelle hat Auswirkungen auf Parksituation

Mit Sonne auf Zukunftskurs: Photovoltaik fürs Kreishaus

Westerwaldkreis. Mit einer großflächigen Photovoltaikanlage setzt die Kreisverwaltung des Westerwaldkreises auf Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Energieeffizienz. Geplant ist dabei, auf einem Teil des Parkplatzes beim Kreishaus in Montabaur eine Stahlkonstruktion zu errichten, auf der dann Photovoltaikmodule angebracht werden.

Nach Fertigstellung des zukunftsträchtigen Projekts wird die Anlage an sonnigen Tagen eine Leistung von knapp 380 kWp erzeugen – mehr als die Kreisverwaltung selbst direkt verbraucht. Bis dahin stehen aber umfangreiche Baumaßnahmen an, durch die die Parkmöglichkeiten am Kreishaus über einen längeren Zeitraum eingeschränkt werden.

Die Photovoltaikanlage bildet das Herzstück der Maßnahmen im Westerwaldkreis, die über das „Kommunale Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation (KIPKI)“ gefördert werden. Rund 2,3 Millionen Euro stellt das Land Rheinland-Pfalz für den Bau zur Verfügung. Teil der Planung ist ein Energiespeicher mit rund 450 kWh, um überschüssige Energie zu speichern.

Im finalen Schritt soll es einen Bilanzkreis geben, in dem Stromüberschuss auch an andere Liegenschaften im Eigentum des Westerwaldkreises verteilt werden kann. Zudem ist vorgesehen, den Fuhrpark der Kreisverwaltung sukzessive auf Elektroautos umzustellen, wodurch der Kreis jährlich etwa 50 Tonnen CO2 aus Kraftstoffen einsparen kann.

Da der Förderzeitraum begrenzt ist, muss das Bauprojekt allerdings in einem engen Zeitrahmen durchgeführt werden. Die Abwicklung in kleineren Bauabschnitten ist nicht möglich. Das hat zur Folge, dass etwa die Hälfte des Parkplatzes einige Monate lang zur Baustelle wird. Ab Mitte September starten weitreichende Tiefbaumaßnahmen für Fundamente und Kabelwege. Der notwendige Schwerverkehr wird die Zugänglichkeit der noch verfügbaren Stellplätze zusätzlich beeinträchtigen. Im zweiten Schritt wird die Trägerkonstruktion errichtet. Auch hier wird durch LKW und Kranbewegungen die Anfahrt zum Parkplatz erschwert. Diese Maßnahme kann die Parksituation bis voraussichtlich Februar 2026 beeinträchtigen, wobei es witterungsbedingt zu Verzögerungen im Zeitplan kommen kann.

Hinweise zur Parkplatznutzung während der Bauphase

Die Parkplätze der Kreisverwaltung stehen ausschließlich den eigenen Besuchern und Mitarbeitenden sowie denen von Polizei und Finanzamt zur Verfügung. Um die Situation zu entspannen, hat die Kreisverwaltung während der Baumaßnahmen Ausweichparkplätze für Mitarbeitende organisiert, damit die verfügbaren Parkflächen möglichst von den Bürgern genutzt werden können, die diese Behörden besuchen. Darüber hinaus werden im vorderen Bereich explizit Besucherparkplätze ausgewiesen, die den Bürgern für Geschäfte mit der Kreisverwaltung vorbehalten sind. Dennoch wird die Parksituation zur Herausforderung und es wird empfohlen, verstärkt den ÖPNV zur Anreise zu nutzen. Eine Haltestelle befindet sich direkt vor dem Gebäude.

„Die Baumaßnahmen sind wichtig, damit wir langfristig nachhaltige Energielösungen und eine zukunftsfähige Infrastruktur schaffen können. Wir bitten alle Besucherinnen und Besucher um Verständnis und Geduld – auch wenn die Parkplatzsituation etwas herausfordernd wird“, sagt Landrat Achim Schwickert.

Pressemitteilung des

Westerwaldkreises

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