Kreismusikschule Mayen-Koblenz
Mit dem E-Bass im Summer-Camp
Interview mit dem erfolgreichen Musikschüler Leonard Niekerken
Kreis MYK. Leo Niekerken begann an der Kreismusikschule Mayen-Koblenz mit der Früherziehung bei Monika Jung. Weiter ging es in der Gitarrenklasse von Johannes André und erfolgreichen Teilnahmen am Kammermusikwettbewerb, bei dem er meistens den ersten Platz belegte. Prägend wurde- ebenfalls bei Johannes André - die Begegnung mit dem E-Bass, der inzwischen sein Hauptinstrument ist. Er schaffte es mit dem Bass sogar bis zur international begehrten Teilnahme am „International Summer-Camp“ der Pop-Akademie Mannheim. Wie es dazu kam, zeigt ein kleines Interview mit Leo.
Johannes André: Leo, wie kam es zu Deiner Teilnahme am Summer-Camp? Es ist ja nicht einfach, dort angenommen zu werden.
Leo: Nun, es begann damit, dass bei „Jugend musiziert“ das erste Mal die Kategorie E-Bass vertreten war. Da ich beim Regionalwettbewerb erfolgreich war, wurde ich zum Landeswettbewerb nach Mainz weitergeleitet. Nun stellte sich heraus, dass Mainz noch keine Jury für E-Bass hatte. Deshalb wurde ich nach Mannheim verwiesen, wo der Wettbewerb in der Pop-Akademie stattfand. Im Anschluss an den Wettbewerb (bei dem Leo die Höchstpunktzahl 25 mit Weiterleitung zum Bundeswettbewerb in Hamburg erhielt, Anm. d. Verf.) war der Leiter der Akademie, Prof. Udo Dahmen, so nett, uns das ganze Gebäude mit seinen Proberäumen, Studios und so weiter zu zeigen und vieles über die Akademie mit ihrer internationalen Vernetzung mit weltweit erfolgreichen Musikern zu erzählen. Dabei kam er auch auf das Summer-Camp zu sprechen und meinte, dass ich durch meine erfolgreiche Teilnahme an „Jugend musiziert“ gute Chancen hätte. So bewarb ich mich also und wurde angenommen.
Johannes André: Glückwunsch! Was hast Du denn da so alles erlebt?
Leo: Ich hatte E-Bass-Unterricht bei Frank Itt (Jennifer Rush, Michael Sagmeister und andere). Er zeigte mir eine neue Herangehensweise ans Bass-Spiel und interessante technische Spezialitäten. Ich konnte mit Musikern aus der ganzen Welt zusammenspielen, was eine aufregende Erfahrung war. Es wurden Gruppen gegründet, und wir hatten eine Woche lang absolut kreativen Freiraum. Im Studio wurde ein Song aufgenommen. Erstaunlich, wie Songs innerhalb einer Woche auf so hohem Niveau produziert wurden. Nach dem offiziellen Programm gab es Jamsessions. Dabei kam es auch zu privatem Austausch, Kontakte bestehen seitdem auch über das Summer-Camp hinaus. Beim Abschlusskonzert präsentierte schließlich jede Band ihren Song.
Johannes André: Welche musikalischen Pläne hast Du in naher Zukunft?
Leo: Ich bewerbe mich jetzt mit einem Jazz-Trio fürs Jugend-Jazzfestival (Piano, Bass, Schlagzeug). Mit der Band „The Boomboxer“ hatten wir kürzlich den dritten Platz bei einem Rockwettbewerb erreicht.
Infos und Kontakt: Geschäftsstelle der Kreismusikschule, Tel. (0 26 32) 95 74 00. E-Mail: info@kms-myk.de oder unter www.kms-myk.de. Sprech- und Besuchszeiten: montags bis freitags von 8.30 bis 12 Uhr.
