Allgemeine Berichte | 26.04.2017

Radkirche verändert den Blick auf den Alltag

Mit dem Fahrrad Gott begegnen

Das Projekt der „Radkirche“ ist im Rahmen der Bistumssynode entstanden. privat

Kreis Cochem-Zell. Mit dem Fahrrad die Region erkunden, Menschen begegnen und den eigenen Glauben neu entdecken. Das ist die Intention der Aktion Radkirche, die Veronika Raß, Pastoralreferentin im Dekanat Cochem, jüngst ins Leben gerufen hat. Den Auftakt zu der Acht-Touren-Veranstaltung machte die Radkirche in Cochem. An der 55 Kilometer langen Tour entlang der Mosel beteiligten sich rund ein Dutzend Interessierte. Während für die einen der Radsport im Vordergrund stand, war für andere die Gemeinschaft eines der Hauptkriterien bei der Radkirche mitzumachen. Auf dem Weg entlang der Mosel machte die Gruppe immer wieder halt, um unter anderem die Natur zu genießen, aber auch um anderen Mensch zu begegnen. „Begegnungen kann man nicht arrangieren“, erklärt Veronika Raß. „Aber wir haben Treffpunkte vereinbart mit Menschen, die eine Geschichte zu erzählen haben.“ Dazu gehört beispielsweise Christa Zundel aus Bruttig. Sie engagiert sich seit einiger Zeit für die Integration von Fremden in ihrer Heimatgemeinde. Ihre Tür steht immer offen, ob für Gespräche oder gemeinsames Kochen. Das wissen auch Jemal und sein Kumpel aus Eritrea, die an der Tour teilnehmen. Nicht alles, was gesprochen wird, verstehen die beiden. Aber das Gefühl zu haben, ein Teil der Gemeinschaft zu sein, sei großartig. Auf den Drahteseln geht es weiter zur Klosterkirche in Beilstein, dem ehemaligen Kindergarten in Senheim, in dem heute ein Restaurant untergebracht ist, bis zum Kloster Stuben und dann auf der linken Moselseite zurück nach Cochem. Immer wieder treffen die Teilnehmer auf engagierte Christen, die gern die Begegnung mit der Radgruppe suchen. Den Blick zu „verrücken“, sowohl die Umgebung, als auch die Mitmenschen aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, ist das Ziel der Tour. „Wir sind miteinander unterwegs, um uns herausfordern zu lassen“, erklärt die Pastoralreferentin. Radeln, innenhalten, beten und Gott dazu einladen, inmitten der Gruppe dabei zu sein, gehören zum Programm. Christliche Tugenden und Lehren werden ebenso beleuchtet wie Besonderheiten aus anderen Religionen. Die Bruttiger Götterlay inspiriert zum Nachdenken. „Im Islam gibt es 99 Namen für Gott“, weiß Veronika Raß. Den Ein-Gott-Glauben haben die Christen dem Judentum zu verdanken. Die ehemalige Synagoge, ein Zeugnis jüdischen Glaubens an der Mosel, ist noch heute in Bruttig zu besichtigen.

Trotz wechselhaften Aprilwetters sind die Teilnehmer mit Spaß bei der Sache. Beim Radeln wird es warm und bei jeder Station lernen sich die Mitfahrer besser kennen. Am Ende hat sich eine Gemeinschaft gebildet, die gemeinsam einen schönen Tag verbringt. Radfahren hat für Veronika Raß Symbolcharakter: Sich aus eigener Kraft zu bewegen, und dabei selbst Teil der Natur zu sein, fasziniert die Theologin. „Das Zweirad steht für die Sehnsucht nach Beziehung“, erklärt sie. Wer mit dem Zweirad unterwegs ist, ist offen für Begegnungen mit andern Menschen, lautet dabei ihre Devise. Die wohltuende Wirkung von Bewegung und dem Kontakt mit der Natur, konnten am Ende alle Teilnehmer spüren.

Die nächste Tour der Aktion Radkirche findet am Samstag, 20. Mai, um 10 Uhr, ab Cochem-Sehl statt. Näher Informationen zu weiteren Routen gibt es unter www.dekant-cochem.de.

Das Projekt der „Radkirche“ ist im Rahmen der Bistumssynode entstanden. Foto: privat

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