Kurt-Ludwig Forg begeisterte mit pastoraler Hirtenmusik
Mit den Hirten auf dem Weg zur Krippe
Pützfeld. Bei dem traditionellen Orgelkonzert in der Marienwallfahrtskapelle zu Pützfeld, das alljährlich im Wonnemonat Mai vom Organisten Kurt-Ludwig Forg zu Gehör gebracht wird, fanden in diesem Jahr leider nicht allzu viele Konzertbesucher den Weg in die Kapelle. Es lag bestimmt nicht am Orgelkonzert, denn da begeisterte Kurt-Ludwig Forg, wie seit über 20 Jahren, die Besucher mit pastoraler Hirtenmusik. Vielleicht war aber nur der Termin etwas unglücklich gewählt, da viele am Muttertag den Nachmittag mit der Familie verbrachten.
Das Orgelkonzert fand im Rahmen des Jahresprogramms des Kulturvereins Mittelahr statt, zu dem der stellvertretende Vorsitzende Helmut Schmidt die Konzertbesucher begrüßte und im Anschluss zu Kaffee und Kuchen nach Pützfeld ins Backes einlud. Schmidt bedankte sich auch bei der Ortsgemeinde Ahrbrück als Eigentümerin der wunderschönen Wallfahrtskapelle für die Nutzung. Nachdem der Organist mit Erklärungen zu der pastoralen Hirtenmusik die Konzertbesucher auf das Orgelkonzert eingestimmt hatte, griff Kurt-Ludwig Forg auch schon in die Tasten der Mayer Orgel und begann mit Johann Sebastian Bachs Pastorale in F-Dur BWV 590. Wie von Forg angekündigt, gehörte auch ein wenig Kopfkino dazu, um sich in die Situation der Hirten hineinzudenken, die, verschlafen von den himmlischen Fanfaren geweckt, zur Krippe eilten.
Zum Ende hin war es das lange Stück von Justinus Heinrich Knecht, das in fünf Teilen „Die durch ein Donnerwetter unterbrochene Hirtenwonne“ im Orgelspiel aufleben ließ. Hier näherte sich so langsam das Donnerwetter heran, mit fernem Donner, das die fröhlichen Gesänge der Hirten störte. Dann der heftige Ausbruch des Donnerwetters, das der Organist gekonnt mit tiefen Tönen auf der Orgel umsetzte, und den begleitenden Blitzen effektvoll über die Tonleiter gespielt.
So bot das Orgelkonzert in der Pützfelder Marienwallfahrtskapelle wieder ein Konzert auf hohem Niveau, auf dessen Fortsetzung sich die Konzertbesucher bereits im nächsten Jahr freuen.
UM
